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MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken Roman von McCammon, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2020
  • Verlag: Luzifer Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 30.09.2020 per Download lieferbar

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MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken

Robert McCammons einzigartige historische Kriminalreihe um den ?Problemlöser? Matthew Corbett im noch jungen Amerika des 17. Jahrhunderts. Wir befinden uns im Winter des Jahres 1703 und Matthew Corbett wird noch immer von den Schatten seines Aufeinandertreffens mit dem berüchtigten Massenmörder Tyranthus Slaughter verfolgt. Als eine Reihe unerklärlicher Explosionen Manhattan erschüttert, sieht sich Matthew mit einem neuen Problem konfrontiert. Irgendwer versucht offenbar sehr nachdrücklich, seine Aufmerksamkeit zu erregen ... Hinter diesen Explosionen steckt eine geheimnisvolle Person aus Matthew Corbetts Vergangenheit: der betrügerische Professor Fell. Nicht ohne Grund hat der Professor doch mit einem ganz eigenen Problem zu kämpfen und benötigt Matthews Hilfe. Auf seiner abenteuerlichen Reise zu den abgelegenen Bermudainseln begegnet Matthew Corbett skurrilen Charakteren, wie sie auch einem Roman von Charles Dickens entsprungen sein könnten - dem Riesen Sirki, einem flüsternden indischen Mörder, einem Experten für exotische Tinkturen mit einem Suchtproblem, der wunderschönen wie gefährlichen Aria Chillany und natürlich dem meisterhaften Manipulator Professor Fell höchstpersönlich. 'Wow, McCammon ist zurück und zeigt mit 'Matthew Corbett in den Fängen des Kraken' eindrucksvoll, dass er noch immer zu den Besten gehört. Historisch, außergewöhnlich, unheimlich und fesselnd, so wie alle Werke McCammons. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.' - Joe R. Lansdale Robert McCammons 'Matthew Corbett'-Reihe sind nicht nur sprachgewaltige, historisch umfangreich recherchierte Kriminalromane, sondern ein in ihrer Form beispielloses Experiment - versucht Robert McCammon doch mit jeder Erzählung in ein anderes literarisches Genre abzutauchen, von Mystery über Serienmörderhatz, Abenteuerroman und Thriller bis hin zu Elementen des Pulp-Romans. In Kombination mit einem erfrischend unverbrauchten Setting in den noch jungen amerikanischen Kolonien des 17. Jahrhunderts schuf McCammon ein fesselndes und einzigartiges Leseabenteuer, das in den USA Leser wie Kritiker zu beeindrucken wusste und nun endlich auch in deutscher Sprache miterlebt werden kann.

Robert McCammon ist der Autor der New York Times Bestseller Boy's Life und Gone South, sowie zahlreicher anderer von Kritikern hochgelobter Romane. Mehrere Millionen Exemplare seiner Bücher befinden sich im Umlauf. Robert McCammon ist für sein Lebenswerk mit dem Bram Stoker Lifetime Achievement Award ausgezeichnet worden und hat außerdem den Grand Master Award der World Horror Convention und den World Fantasy Award erhalten. Er lebt in Alabama.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 522
    Erscheinungsdatum: 30.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958355026
    Verlag: Luzifer Verlag
    Serie: Matthew Corbett 6
    Originaltitel: The Providence Rider
    Größe: 975 kBytes
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MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken

Lord Mortimers Hoffnung

 

Während der Dezember an der Schwelle zum neuen Jahr 1703 stand, fand sich ein blässlicher, weißhaariger Mann in schwarzem Anzug, schwarzem Dreispitz und schwarzem Mantel an der Türschwelle der Stone Street 7 in der Stadt New York ein. Es war mitten am Nachmittag und doch lag blaues Abendlicht über den Hügeln und Straßen. Der blässliche Mann begann die Treppe zu seiner Zusammenkunft mit den Problemlösern unter dem Dach zu erklimmen.

Sein Anstieg endete im Reich von Hudson Greathouse und Matthew Corbett. Sie erwarteten ihn aufgrund seines Briefes, den er in der vergangenen Woche aus der in New Jersey gelegenen Stadt Oak Bridge aufgegeben hatte. So kam es, dass die beiden Mitarbeiter der Herrald-Vermittlung im blauen Licht, das durch die Fenster fiel, unter den acht brennenden Talglichtern des schmiedeeisernen Kronleuchters nebeneinander an ihren Schreibtischen saßen, während im beige-grauen steinernen Kamin ein höfliches Feuer brannte und der blässliche Mann sich den Mantel auszog. Er hängte ihn an einen Wandhaken, setzte sich dann auf einen Stuhl in der Mitte der Stube und nahm seinen Hut ab, den er in seinen knorrigen Händen behielt. Er sah Matthew und Greathouse mit traurigen und wässerigen grauen Augen an. Mit den hoffnungsvollsten Grüßen, Jesper Oberley, hatte er seinen Brief unterzeichnet. Ohne zu zögern, beantwortete er Hudsons erste Frage, Wie können wir Euch helfen?

»Ich bin als Diener bei einem sehr wohlhabenden Herrn verdingt. Bei Lord Brodd Mortimer«, sagte der Mann mit den traurigen Augen. »Seit elf Jahren jetzt. Es schmerzt mich, es zu sagen, aber der Tod ist ihm auf der Spur.«

»Das ist er doch jedem, nicht wahr?«, fragte Greathouse mit einem schnellen Blick auf Matthew. Nach dem Zwischenfall in Fort Laurens im Herbst humpelte Hudson immer noch am Stock, und was Matthew am meisten zusetzte, war das Geräusch, wie er sich die Treppe hochkämpfte - und oben angekommen um Atem rang, bevor er an seinen Schreibtisch ging. Matthew fragte sich, ob Hudson jemals wieder zu dem verwegenen und abenteuerlichen Draufgänger werden würde, der er einst gewesen war. Natürlich gab er sich selbst die Schuld dafür, und nichts, das Hudson sagte, konnte Matthews bedrücktes Gewissen von dem Gedanken befreien, dass er seinen Freund im Stich gelassen hatte.

»Lord Mortimer ist der Hand des Todes näher als die meisten«, sagte Jesper Oberley mit dem schwachen Hauch eines Lächelns, das an seinem ernsten Gesichtsausdruck nichts änderte. »Sein Arzt prophezeit, dass es mit ihm in ein paar Tagen zu Ende gehen wird. Lord Mortimer ist schon seit einiger Zeit krank. Er hat die Schwindsucht. Da kann man nicht helfen.«

»Unser herzliches Beileid«, sagte Matthew. Er musterte Oberleys Gesicht, die Hängebacken und tiefen Furchen. Matthew fand, dass Oberley wie ein treuer Hund aussah, der oft schlecht behandelt worden war, aber immer wieder zu seinem Herrn zurückkehrte, um ihm die Hand zu lecken, weil das in der Natur eines treuen Hundes lag. »Eine tragische Krankheit. Aber ... wie Mr. Greathouse schon fragte ... wie können wir Euch helfen?«

Jesper Oberley saß eine Weile da und starrte ins Leere, als hinge die Antwort auf diese Frage wie ein Spinnennetz in irgendeiner Ecke. Schließlich holte er tief Luft. »Mein Herr glaubt ... ist überzeugt davon ... dass der Tod ihn in verkörperter Form holen kommen wird. In Form eines Mannes. Mein Herr glaubt, dass der Tod das Haus in dieser körperlichen Form betreten und in sein Schlafzimmer kommen wird. Und dort wird der Tod nicht zögern, die Seele meines Herrn zu stehlen und seinen Körper leer liegenzulassen. Mein Herr wünscht Euch zu verpflichten, um ... sagen wir ... dem Tod ein Schnippchen zu schlagen.«

»Dem Tod ein Schnippchen zu schlagen«, sagte Hudson Greathouse mit Grabesstimme, bevor Matthew es wiederholen konnte.

»Jawohl, Sir. Genau das.«

»Hmmm.« Greathouse tippte

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