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Maya Wo endet Liebe? Wo beginnt Wahnsinn? von Zschau, Moritz (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Maya

Fabian steht kurz vor seinem 18. Geburtstag und hat nach dem Abitur einen erholsamen Sommer vor sich. Mit seinen Freunden verbringt er die heißen Sommertage am See und als er dann auch noch die hübsche Maya kennenlernt, scheint sein Leben perfekt - doch das ändert sich schlagartig in einer verheerenden Nacht. Maya verschwindet spurlos und für Fabian beginnt ein tödliches Rennen gegen die Zeit. Doch besonders viel davon bleibt ihm nicht, denn die Situation scheint immer mehr zu eskalieren... Moritz Zschau wurde im Oktober 2000 geboren und seit dem Kindesalter sehr an Büchern interessiert. Bereits mit jungen Jahren begann er für Zeitungen zu schreiben und ist mit der Zeit freiberuflicher Sportkommentator geworden. Mittlerweile studiert er Journalismus und ist nebenbei Autor,"Maya" ist sein erster veröffentlichter Thriller. Er lebt mit seiner Familie in Darmstadt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748145981
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 260 kBytes
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Maya

Kapitel 1

"Weiter nach außen, Fabi!"

Der Ball fliegt einmal quer über das halbe Spielfeld, bis er schließlich wenige Zentimeter vor mir landet. Mit einer schnellen Bewegung nehme ich den Ball mit, renne über die grüne Wiese und schieße auf das Tor. Naja, zumindest war das meine Absicht, denn letztendlich flog der Ball eher in Richtung Eckfahne. Mist.

Eine halbe Stunde später ist das Spiel beendet und ich trotte erschöpft zur Kabine.

"Da war heute definitiv mehr drin, Jungs!", ruft Paul. Er ist einer dieser Trainer, die niemals zufrieden sind - nicht einmal nach einem Unentschieden gegen den Tabellenzweiten.

"Hey Fabi, kommst du nachher noch mit zum See? Die anderen sind auch dabei."

"Heute eher nicht mehr. Muss noch für meine letzte mündliche Prüfung lernen."

"Scheiße, stimmt ja. Die hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Naja, dafür kannst du doch auch noch eine Nachtschicht einlegen, Spaß geht vor. Komm schon!" Luke ist ein richtiger Sturkopf, das war er schon immer. "Also gut, aber nicht so lange."

"Sehr gut, mein Freund. So muss das sein! Also um sechs an der Brücke?"

Ich nicke und packe währenddessen meine Fußballschuhe in meine Sporttasche. Wenn ich um sechs am See sein sollte, hätte ich jetzt noch gut zwei Stunden zum Lernen. Ich bin echt froh, wenn ich mit Deutsch auch noch meine letzte Prüfung hinter mich gebracht habe. Danach kann die große Freiheit endlich beginnen und damit auch die schönste Jahreszeit: der Sommer.

Langsam schlendere ich in Richtung der Fahrradstellplätze. Mein Rad kann man schon von Weitem erkennen, die orangene Lackierung sticht aus den anderen Fahrrädern deutlich heraus. Eigentlich wäre es dringend mal an der Zeit, dass ich mir ein Neues kaufe; immerhin habe ich dieses schon seit mittlerweile fünf Jahren und es kommt nicht allzu selten vor, dass ich von anderen auf mein "Kinderrad" angesprochen werde. Doch für den Moment muss es noch herhalten, denn meine aktuellen Ersparnisse sollen für meinen neuen Laptop dienen. Mein altes Gerät hat vor knapp zwei Wochen seinen Geist aufgegeben. Und mein Geburtstagsgeld muss ebenfalls dafür herhalten, denn seitdem ich meinen Job als Zeitungsausträger vor vier Monaten gekündigt habe, vermehrt sich mein Erspartes nur noch durch das Taschengeld von meinen Eltern und meiner Oma.

Mittlerweile bin ich schon kurz davor, in die Straße einzubiegen, wo ich seit meiner Geburt wohne. Die Siedlung hier macht auf Außenstehende einen sehr freundlichen Eindruck aufgrund der ganzen Alleen mit den blühenden Bäumen sowie den noblen Häusern am Straßenrand. Ich finde es einfach nur öde. In meinem Viertel war das Aufregendste, was so passieren konnte, dass einer der Nachbarn wieder mal auf die tolle Idee kam, ein langweiliges Straßenfest zu veranstalten. Selbst meine Eltern haben noch nie so wirklich gewirkt, dass sie sich auf solche Feste freuen - und trotzdem schleppen sie mich immer wieder mit.

Die Straße, in der ich wohne, glänzt nur so von Sauberkeit. Nicht eine Plastiktüte oder nur ein Papierschnipsel sind auf der Hauptstraße oder dem Gehweg zu finden. Dafür vollkommen überfüllte Vorgärten, wohin man auch nur schaut.

Dagegen besitzen meine Eltern noch relativ wenige Pflanzen und trotzdem ist der Kiesweg zu der Haustür regelmäßig mit Blättern übersät. Mit einer schwungvollen Kurve biege ich in unsere Einfahrt ein und stelle mein Rad in unserem kleinen Holzschuppen ab.

Rund zwei Stunden später bin ich gerade dabei, die Verhaltensweisen von Gretchen aus Goethes "Faust" genauer zu analysieren als auf einmal mein Handy klingelt. Es ist mein Vater.

"Hi Dad, was gibts?"

"Für dich heute Abend eine sturmfreie Bude, Fabi! Mama und ich gehen um acht noch essen und ich wollte dir nur schnell Bescheid geben, dass es bei uns spät wird."

Das war nichts Neues, meine Eltern gingen gefühlt jede Woche ein- bis zweimal Essen, ins Kino, ins Thea

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