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Mein Reich komme (Thriller, Kriminalthriller, Kriminalroman, Krimi) von Burger, Alexander (eBook)

  • Verlag: digital publishers
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Mein Reich komme

'Ein brillanter Thriller, der ein mehr als gutes Tempo an den Tag legt.' 'Ein Buch von einem Insider, das nie ganz auflöst, was wirklich Berufsrealität und was Fiktion ist - genau so soll es sein!' 'Fast schon mit ein wenig Ehrfurcht bin ich an dieses Buch gegangen, dachte ich doch, als 'Unwissende' in Sachen Computer und Co. würde ich mit der Thematik nicht klar kommen - falsch gedacht!.' 'Ein wirklich guter Thriller' '.. das Buch hat im gesamten Verlauf die Spannung hoch gehalten' Ein Thriller mit Hochspannung - nicht nur für Cyber-Fans Über 'Mein Reich komme' Mark van Groth ist als verdeckter Ermittler beim Landeskriminalamt tätig. Während eines Einsatzes muss er mit ansehen, wie ein Freund bei einem Schusswechsel getötet wird. Tief traumatisiert lässt sich der achtunddreißig Jahre alte Kriminalbeamte auf eine ruhige Landdienststelle versetzen. Nachdem es in der kleinen Stadt zu einer grausamen Mordserie kommt, stoßen die Ermittler am Tatort auf einen Cyberhelm, Teil eines streng geheimen Forschungsprojektes einer Software-Entwicklungsfirma. Noch ahnt Mark nicht, dass ihn die Ermittlungen in die tiefsten Tiefen der Computerkriminalität und der virtuellen Welten des Cyberspace führen werden, an deren Ende er sich erneut seiner bereits verdrängten Vergangenheit stellen muss. Der Autor greift in seinem Debütroman aktuelle Themen im Bereich der virtuellen Medien und des Abtauchens in die Scheinwirklichkeiten des Internets auf. Gerade der zeitgemäße Bezug zu Computerspielen, Chat-Foren und dem Virtual Life im Cyberspace dürfte so manchen Leser an aktuelle Geschehnisse erinnern

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 487
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945298237
    Verlag: digital publishers
    Größe: 581kBytes
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Mein Reich komme

1

Sonntag

Die kalte Abendluft umfing Ewens wie ein schwarzer Schleier. Er blieb reglos im Schatten stehen. Vom Balkon aus konnte er die ganze Stadt überblicken. Auf dem Festgelände hinter dem Hallenbad waren die Stände des Maimarktes aufgebaut. Für jeden gut sichtbar standen sie in der Dunkelheit: rostzerfressene, bunt und grell beleuchtete Möglichkeiten, dem Alltag zu entkommen.

Er schwenkte sein Glas und blickte in die bernsteinfarbene Flüssigkeit.

Der nervtötende Singsang der Fahrgeschäftbetreiber mit ihren Heliumstimmen und den näselnden Lockrufen konnte er bis hier oben hören. Wie jedes Jahr wollte die Zuckerwatte schleckende Menge nur eins: Amüsement, Nervenkitzel und Zerstreuung! Und so warfen die Leute Bälle auf Dosen, Pfeile auf Luftballons und ihr Geld zum Fenster hinaus.

Brot und Spiele , dachte er bei sich. Gebt ihnen Brot und Spiele.

Der Himmel war sternenklar.

Er atmete tief ein und spürte die Wirkung des Alkohols. Die angenehme Taubheit verstärkte das Gefühl der Macht, an der er jetzt Teil hatte. Nichts mehr war unmöglich.

In der Nähe fuhr ein Wagen mit hoher Geschwindigkeit vorbei. Der Motor heulte auf. Die laute Musik war durch das geöffnete Fenster zu hören.

In der Parkanlage unterhalb seines Hauses erkannte er die schemenhafte Gestalt einer älteren Frau, die ihren Hund ausführte. Ein Retriever. Das helle Fell reflektierte den Schein einer Straßenlaterne. Die Frau ging jeden Abend an seinem Haus vorbei. Auch sie wusste nicht wer er war. Auch sie war ahnungslos. Genau wie der Autofahrer. Wahrscheinlich wieder einer von diesen Junkies , dachte er, bis unter die Kinnlade zugedröhnt mit Amphetamin . Sinnlose Vergeudung.

Sie hatten keine Ahnung vom wirklichen Leben. Diese ganzen grauen Zombies, die verzweifelt versuchten, dem, was sie Leben nannten, irgendetwas abzuringen, das Sinn, oder was auch immer, mit sich bringen sollte. Sie wussten nichts, erkannten nichts, waren blind geboren und würden blind sterben.

Er war anders.

Es war der Moment seiner Wiedergeburt, in dem alles einen Sinn ergab. Vor fast einem Jahr hatte er sich zum ersten Mal im System eingeloggt. Wie ahnungslos er doch gewesen war. Wie hatte er dieses öde Dasein nur ertragen können? Jetzt hatte er seinem Leben eine Bedeutung gegeben.

Er hatte sie gesehen. Die goldene Stadt. Nein, er hatte sie zum Leben erweckt, mit der schöpferischen Kraft seiner unsterblichen Seele. Er war wiedergeboren und erlöst. Er war auserwählt. Er war jetzt bereit, sein Erbe anzutreten, und Anteil an dem unendlichen Reichtum dieser neuen Weltordnung zu haben.

Er legte den Kopf in den Nacken und ließ seinen Blick über den Nachthimmel gleiten.

Realität? Was ist real? Was ist wahrhaftig? Die Sterne? Das Licht, das sie abstrahlen, ist seit Millionen Jahren unterwegs. Schon vor der ersten Eiszeit hatten sich die Strahlen auf ihren Marsch durch den Kosmos gemacht. Wie soll man wissen, ob diese Sterne wirklich sind? Vielleicht sind sie nur eine Imagination von etwas, das mal war. Was also ist real? Was ist wahr?

Es gibt nur ein wahres Leben, dessen Nährboden durch zwei Flussläufe getränkt und zum Leben erweckt wird. So wie das Heilige Land im Altertum von Euphrat und Tigris genährt wurde. Nur hießen die beiden Flüsse der Moderne, oder die beiden Sprachen, wenn man so wollte 1 und 0. Positiv und negativ. Strom an und Strom aus. Und es ging nur darum, aus diesen beiden Flüssen zu schöpfen, sich zu laben, sich daran satt zu trinken und darin einzutauchen.

Zukünftige Generationen würden sich diesen beiden Wegen, diesem zentralen Lebenskonflikt gegenüber sehen. Jeder Mensch würde seine eigene Entscheidung treffen müssen. Virtuelles Glück - oder ein fades Leben in einer Realität voller unerfüllter Sehnsüchte?

So gesehen war er ein Vorbote, ein Prophet, ein Heilsbringer.

Angesichts der tiefen Verzweiflung, mi

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