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Miezen, Mord und Malerei Karlo Kölners achter Fall von Ripper, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.03.2015
  • Verlag: Verlag Vogelfrei
eBook (ePUB)
7,49 €
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Miezen, Mord und Malerei

Ein nackter Mann irrt mit einem Revolver in der Hand durch die Rhön. Von Erinnerungslücken geplagt, führen seine verzweifelten Bemühungen, der misslichen Situation zu entkommen, zu einem Fiasko. Zur gleichen Zeit stolpert Karlo Kölner in Frankfurt über einen toten Bordellbetreiber, ein mysteriöses Ölgemälde verschwindet, und ein ehemaliger Spieler der Eintracht wird vermisst. Als Karlo ahnt, um was es geht, macht er der Polizei einen kuriosen Vorschlag ...

Peter Ripper, Jahrgang 1954, ist selbstständiger Werbefachmann, Fotograf und Gitarrist bei einer Frankfurter Rockband. Außerdem ist er begeisterter Motorradfahrer. Er lebt in Langenbieber in der Rhön und in Frankfurt am Main.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 20.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783981712438
    Verlag: Verlag Vogelfrei
    Größe: 1021 kBytes
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Miezen, Mord und Malerei

Samstag, 20. September
Offenbach am Main

3

Es gab nichts, das sich nicht durch guten Sex wieder richten ließ. Diese Erfahrung machte Florian Brunner immer wieder. Nie gab es ernsthafte Probleme, wenn er Malena in seiner unnachahmlichen Ignoranz vor den Kopf stieß. Seine zärtlichen Entschuldigungen stimmten sie zuverlässig wieder gnädig.

Dieses Mal sollte Brunners Rechnung nicht mehr aufgehen. Als er sich unter die Dusche stellte, um sich den säuerlichen Geruch des Weins abzuwaschen, war er noch relativ gelassen.

"Blöde Kuh!", brummte er und richtete den Strahl der Dusche auf seine Haare.

Das Wasser mischte sich mit dem Blut, das aus der Wunde an seinem Kopf sickerte. Es lief über die Schulter, entlang der Hüfte, das rechte Bein hinunter zum Boden der Duschwanne. Ein roséfarbener Strudel bildete sich über dem Ablauf vor seinen Füßen. Er tastete behutsam nach der Verletzung. Die Gewissheit, großes Glück gehabt zu haben, überkam ihn.

Nach fünf Minuten drehte er die Dusche ab. Aus dem Schlafzimmer ertönten geschäftige Geräusche. Malena war zurückgekommen. "Na also", dachte er selbstsicher. Noch.

Er trocknete sich ab und schlang das Handtuch um die Hüften. Dann verließ er das Bad. Auf dem Flur blieb er verblüfft stehen. Da lagen sein Kopfkissen, seine Decke, sein Hausmantel aus mitternachtsblauer Seide und ein großer Haufen weiterer Kleidungsstücke. Die Tür zum Schlafzimmer war nur angelehnt. Brunner stieß sie auf und runzelte die Stirn. Seine Frau stand vor dem geöffneten Kleiderschrank.

Er öffnete den Mund. "Malena, hör mal ..."

Ihr Kopf flog herum. "Du brauchst gar nicht so belämmert zu gucken." Sie stemmte die Arme in die Hüften. "Jetzt ist Schluss. Ab jetzt schläfst du im Gästezimmer. Oder noch besser, du verziehst dich ganz."

"Malena. Jetzt komm schon. Es tut mir leid." Er ging langsam auf seine Frau zu und versuchte, sie in den Arm zu nehmen. "Ich mach's wieder gut. Versprochen."

Die Umarmung wurde stärker. Seine Lippen näherten sich ihrem Mund. Malena roch den weinsauren, alkoholschwangeren Atem. Sie wandte den Kopf zur Seite.

Ein starkes Bedürfnis, sich zu übergeben, befiel sie. Sie machte sich gewaltsam frei und gab Florian einen Stoß vor die Brust. Überrascht von dem Angriff taumelte er rückwärts und plumpste aufs Bett. Etwas Blut tropfte aus der noch nicht versorgten Kopfwunde auf das Bettlaken. Malena Brunner starrte ihren Mann voller Ekel an. "Und jetzt saust du mir auch noch das Bett ein, du Nichtsnutz." Ihre Stimme schrillte eine Oktave höher.

Ein derartiges Ausrasten seiner Frau kannte Brunner nicht. Doch immer noch war er sich seiner Wirkung sicher. Sie wirkte doch auch auf ihn, wo also war das Problem?

Er erhob sich vom Bett und ließ wie zufällig das Handtuch zu Boden gleiten. Malena ließ ihren Blick über seinen Körper streichen und bemerkte seine Erregung. Ihr Ekel verstärkte sich. Das meinte er nicht ernst!

Einen Augenblick stand sie starr, dann wich sie zurück. "Wage es nicht, mich anzufassen", zischte sie wütend. Immer noch im Rückwärtsgang verschwand sie im Flur.

Florian folgte ihr. Er hob seinen Hausmantel auf und zog ihn sich über die Schultern. "Malena, bitte ..."

"Malena, bitte!", äffte sie ihn nach. "Du kannst nur nehmen, nehmen, nehmen, du bist ein Schmarotzer, ein elender Parasit. Deinen klebrigen Charme kannst du dir ab heute in den Hintern stecken, du Scharlatan." Sie drehte ab und verschwand in der Küche.

Konsterniert folgte er ihr. Mit dieser Situation war er überfordert. Das durfte doch nicht wahr sein. Blanke, hilflose Wut ergriff ihn. Was glaubte diese blöde Kuh, wer

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