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Miss Daisy und der Mord im Flying Scotsman Kriminalroman von Dunn, Carola (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2016
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Miss Daisy und der Mord im Flying Scotsman

Mord im Flying Scotsman! Der legendäre Luxuszug ist gerade auf dem Weg von London in den kalten Norden Schottlands, als eine mysteriöse Leiche einen ganzen Clan in Verdacht bringt ... Gut, daß auch Miss Daisy Dalrymple unter den Reisenden ist, jene scharfsinnige Journalistin, deren Beobachtungsgabe Scotland Yard schon in so manchem Fall aus der Bredouille geholfen hat. Zur großen Freude von Miss Daisy kann nun auch Alec Fletcher, der charmante Chief Inspector, nicht weit sein. Das einzigartige Ermittlerteam kreist die Tatverdächtigen mit raffinierten Methoden immer enger ein ... 'Ein Krimi der wohltuend sanften Sorte.' Brigitte.

Carola Dunn wurde in England geboren und lebt heute in Eugene, Oregon. Sie veröffentlichte in den USA mehrere historische Romane, bevor sie die 'Miss Daisy'-Serie zu schreiben begann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 239
    Erscheinungsdatum: 01.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841211866
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Murder on the Flying Scotsman
    Größe: 2781 kBytes
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Miss Daisy und der Mord im Flying Scotsman

1

Die riesige Halle der King's Cross Station war erfüllt vom hallenden Donnern der Preßlufthämmer. Dicke Staubwolken hingen in der Luft. Daisy steckte ihre Fahrkarte, luxuriöserweise erster Klasse, in die Handtasche, zog den Gurt der Kameratasche auf der Schulter höher und schaute sich, die Finger in den Ohren, um.

Das Chaos war auf den Zusammenschluß dreier Eisenbahngesellschaften zur London and North Eastern Railroad zurückzuführen. Warum der Zusammenschluß auch den kompletten Neubau von King's Cross nach sich ziehen mußte, war Daisy unklar. Jedenfalls war ein Ergebnis, daß der Beamte am Fahrkartenschalter ihr nicht mit Sicherheit hatte sagen können, von welchem Gleis der Flying Scotsman heute abfahren würde.

Ein weiteres Resultat war, daß die sonst hier umherwuselnden Menschenmassen von einer Vielzahl von Bauzäunen und behelfsmäßigen Wänden in disziplinierte Bahnen gelenkt wurden. Nicht nur der Buchladen von W. H. Smythe war völlig ausgegrenzt, sondern auch die Verkaufsautomaten. Und Alec war an diesem Morgen auch nicht da, um sie mit einer Schachtel Pralinen zu verabschieden. Er war im Norden, da die Polizei von Northumberland in irgendeinem komplizierten Fall Scotland Yard hinzugezogen hatte. Daisy würde ihm wahrscheinlich nicht begegnen, da sie noch weiter in den Norden reiste. Sie war auf dem Weg zu einem Landsitz in der Nähe von Edinburg, um dort ihren nächsten Artikel für Town and Country zu recherchieren.

Ihr Kofferträger tauchte aus der Menschenmenge wieder auf und kämpfte sich mit ihren Taschen und der Reiseschreibmaschine zu ihr durch. Sie nahm einen Finger aus dem Ohr, und er brüllte hinein: "Gleis 5, Miss."

Er führte sie zur Schranke, an der zu ihrer Beruhigung ein Schild angebracht war mit der Aufschrift: Flying Scotsman: London - York - Edinburg, Abf. 10.00 Uhr . Ein nervös wirkender Fahrkartenkontrolleur versuchte, mit einer langen Schlange fertig zu werden und gleichzeitig die Fragen verunsicherter Passagiere zu beantworten, die einen anderen Zug auf Gleis 5 erwartet hatten.

Daisys Kofferträger ging mit ihren Taschen vor, und sie stellte sich in der nur langsam vorrückenden Schlange an. Es sah aus, als würde der Zug ziemlich voll werden, und sie war froh, drei Pfund in den Erster-Klasse-Zuschlag investiert zu haben. Derartiges konnte sie sich erst leisten, seit sie von einer amerikanischen Zeitschrift einen Auftrag für eine Serie über die Londoner Museen erhalten hatte. Für kurze Reisen war auch die dritte Klasse gut genug; aber bei acht Stunden freute man sich über die Bequemlichkeit und die zusätzliche Beinfreiheit.

Trotzdem war es ein Jammer, daß sie sich nichts zu lesen hatte kaufen können, dachte sie, während sie auf dem Gleis an den glänzenden teakholzverkleideten Waggons entlangging. Die Passagiere in der ersten Klasse waren meist weniger gesprächig und etwas distanzierter als ihre Mitreisenden auf den billigen Plätzen. Es konnte also nur eine lange, langweilige Reise werden. Nun denn, sie konnte ja immer noch ausbüxen und sich in der dritten Klasse einen Platz besorgen, wenn es ihr langweilig wurde.

Nur eines wollte sie unbedingt: einen Fensterplatz. Sie stieg ein und ging den Gang entlang. Die ersten Abteile waren Raucher-Abteile, in den anderen waren beide Fensterplätze schon besetzt. Endlich kam sie an ein leeres, das auch ein Nichtraucher-Schild trug.

Fahrtrichtung oder nicht in Fahrtrichtung? überlegte sie. Das ist hier die Frage. Zögerlich stellte sie ihre Handtasche und Lucys Photoapparat auf den Sitz mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, denn sie wollte bei ihrer Ankunft einigermaßen professionell wirken, und die schrecklichen Rußflöckchen, die durch das Fenster hereingeweht kamen, landeten einem ohne Fehl immer auf dem Gesicht. Das Fenster müßte garantiert geöffnet werden, da die Wettervorhersage mal wieder einen unverhältnismäßig warmen Tag verheißen hatte.

Tatsächlich war es im Zug schon un

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