text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Miss Daisy und der Mord im Museum Kriminalroman von Dunn, Carola (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2017
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Miss Daisy und der Mord im Museum

Welcome, Miss Daisy! London zu Beginn der Goldenen Zwanziger: Im Naturkundemuseum wird zwischen den Knochen eines Dinosauriers eine Leiche gefunden - erstochen mit einem Feuerstein. Wie es der Zufall will, recherchiert die Journalistin Daisy Dalrymple dort gerade für einen Artikel und ist sofort bereit, bei den Mordermittlungen zu helfen. Dass sie ihren Verlobten, Inspector Alec Fletcher, damit in Erklärungsnot bringt, kümmert sie nicht, denn allmählich offenbart sich im Museum ein Skandal von unvorstellbarem Ausmaß. Und ehe sie sich versieht, ist Daisy in Lebensgefahr ... "Der Liebhaber des gepflegten Teatime-Krimis kann diesen mit Behagen schlürfen." Die Welt. Carola Dunn wurde in England geboren und lebt heute in Eugene, Oregon. Sie veröffentlichte mehrere historische Romane, bevor sie die "Miss Daisy"-Serie zu schreiben begann. Im Aufbau Taschenbuch sind folgende Titel erhältlich: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis Miss Daisy und der Tod im Wintergarten Miss Daisy und die tote Sopranistin Miss Daisy und der Mord im Flying Scotsman Miss Daisy und die Entführung der Millionärin Miss Daisy und der Tote auf dem Wasser Miss Daisy und der tote Professor Miss Daisy und der Mord im Museum Miss Daisy und der Tote auf dem Luxusliner Miss Daisy und der Tote im Chelsea Hotel Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 09.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841214072
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Originaltitel: Rattle his Bones
    Größe: 2350 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Miss Daisy und der Mord im Museum

Kapitel 1

JULI 1923

E ilig stieg er die Treppe aus dem Untergeschoss empor und schloss die Tür auf, die die Besucher daran hinderte, sich in die unteren privaten Bereiche des Museums zu verirren. Er schob sie einen Spaltbreit auf und hörte Stimmen aus dem Nordsaal. Mit angespannten Nerven hielt er inne, starr wie ein Kaninchen vor der Schlange.

"Ein regelrechtes Labyrinth da unten, was, Sarge?" Der Constable war wohl gerade über die Treppe auf der anderen Seite des Saals heraufgekommen. "Ziemlich unheimlich, wie die Rohrleitungen an den Decken gluckern und wie sich die Schatten der vielen Säulen bewegen, wenn man mit der Taschenlampe daran vorbeigeht. Und alles voller Knochen und totem Zeug - brr! Wie in so 'ner Kata-Dingsbums."

"Katakombe. Sie sollen nach Lebenden Ausschau halten, Jones. Irgendjemand unten in den Arbeitszimmern?"

"Ach was, die meisten arbeiten nicht so lange an so lauen Sommerabenden."

"In einem der Vogel-Zimmer ist so ein Typ, der stopft einen Paradiesvogel aus. Schönes Exemplar."

"Einer von diesen Präpa-Soundsos", vermutete der Constable.

"-rator. Präparator. Zwei Jungs außerdem in den Bibliotheken, die Nase tief in ihren staubigen alten Büchern. Da wär ich doch lieber draußen und würde Rosenduft schnuppern."

"Mir wäre es auch lieber, draußen auf Streife zu sein an so einem schönen Tag."

"Auf Streife gibt's allerdings keine Teekessel", bemerkte der Sergeant. "Wir wollen mal einen aufsetzen. Twitchell wird gleich runterkommen."

Ihre Stimmen verklangen, begleitet vom Klirren des dicken Schlüsselbundes, den der Sergeant trug, und dem Poltern von Polizistenstiefeln auf dem Mosaikboden, das hohl durch die weiten Räumlichkeiten des Museums hallte.

Der Lauscher zögerte. Der dritte Polizist, Constable Twitchell, würde wahrscheinlich über die Haupttreppe herunterkommen, nachdem er in den oberen Stockwerken die erste Runde der Nacht gedreht hatte. Selbst wenn es das Unglück wollte und er diese Treppe nahm, würde er sich wahrscheinlich nicht wundern über einen weiteren Spätarbeiter wie den Präparator im Vogel-Zimmer und die Lesenden in der Bibliothek. Dennoch wollte er besser nicht unnötig gesehen werden. Er blieb, wo er war, und lauschte, ob er Schritte eines dritten hören konnte. Nur sein eigener Atem rauschte in seinen Ohren. Das riesige viktorianische Gebäude verschluckte sogar den schweren Tritt dreier Polizisten und verriet nichts über ihren Verbleib. Zwei hatten wohl inzwischen den Polizeiposten am Haupteingang erreicht, aber war der dritte schon bei ihnen? Entscheidende Minuten verstrichen, während er horchte. Twitchell war doch sicherlich bereits die Haupttreppe heruntergekommen.

Auf seinen leisen Gummisohlen eilte er über die Steinstufen weiter nach oben. Jetzt wurde es ernst, zumindest insofern, als er keinen legitimen Grund hatte, das Erdgeschoss nach oben zu verlassen.

Etwas außer Atem erreichte er den ersten Stock. Sein Instinkt warnte ihn, lieber noch mal nachzuschauen, doch wenn man ihn erwischte, wie er um eine Ecke spähte, würde er sich verdächtig machen. Beherzt schritt er aus. Keine Menschenseele auf dem langen Säulengang vor ihm.

Als er sich dem oberen Ende der Haupttreppe näherte, zu dem er aber ein gutes Stück Abstand hielt, blickte er nach vorn. Aus dem Augenwinkel sah er die Umrisse einer reglosen Gestalt auf dem breiten Treppenabsatz. Sein Herz setzte einen Schlag aus. Sir Richard Owen rührte sich zwar nicht, da er aus Bronze war, aber von unten aus der Haupthalle erklangen Schritte.

Schritte von schweren Stiefeln, nicht die eines der wissenschaftlichen Mitarbeiter - damit waren also alle drei Polizisten zusammen. Er war zwar versucht, sich über die Brüstung zu beugen, um sicherzugehen, dass es sich bei den Schritten um die des dritten Polizisten handelte, nicht um die eines vereinzelten Museumsangestellten, zwang sich jedoch, an der Fensterseite

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen