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Mittelrheinbrücke Korruption bis Mord von Lewentz, Manuela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.10.2016
  • Verlag: Mittelrhein-Verlag
eBook (ePUB)
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Mittelrheinbrücke

Tod an der Rheinbrücke Nur der Tod ist dir gewiss, das Lachen dringt hohl an meine Ohren. Die Walther PPK zeigt auf mich, dann wird es dunkel. Die Zeitungen berichten schon seit Jahren über die geplante Mittelrheinbrücke, ein Plan, der die Gemüter der Menschen am Mittelrhein erhitzt und die Meinungen teilt. Während die einen nur eine Zukunft mit der Brücke für sich sehen, ruft der Plan zahlreiche Menschen, Umweltorganisationen und politische Akteure, wie die Grünen, auf die Straße, wo sie ihren Unmut kundtun. Erst die letzte Landtagswahl, die neue Koalition, hat die Rheinbrücke wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Ein renommierter Architekt aus Frankfurt ist für die erste Planung verantwortlich. Während Woche um Woche, immer wieder donnerstags, die Gegner der Brücke demonstrieren, geschieht ein Mord. Für einige Menschen ist fraglich, wie es nun weitergehen wird, ob die Mittelrheinbrücke noch gebaut und der Traum vieler Menschen wahr werden kann. Ein neuer Fall für Jil Augustin Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Eintauchen in meine Welt voller Fantasie und Spannung. Die Fantasie beflügelt mich, ist der Nährboden für meine Geschichten. Die Begegnungen mit Menschen wirken ebenfalls beflügelnd - manche sind prägend ein Leben lang. Schreiben, Eintauchen in meine eigene Welt der Fantasie, für mich das Schönste, neben einem Lächeln. Sonnige Grüße Ihre Manuela Lewentz

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 252
    Erscheinungsdatum: 06.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783925180095
    Verlag: Mittelrhein-Verlag
    Größe: 735kBytes
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Mittelrheinbrücke

Rückblick: 13. März, Wahlsonntag Jil Augustin, Kommissarin

Der heutige Sonntag ist seit langer Zeit ein freier Tag für mich. Die letzten Wochen waren anstrengend, es gab immer wieder kleinere Delikte, die bis zu ihrer Aufklärung Zeit gekostet haben. Eine Reihe von Einbrüchen konnte nun endlich geklärt und somit gestoppt werden. Die Menschen waren schon in großer Aufregung. Gestern am Abend bin ich mit dem festen Vorsatz, endlich einmal auszuschlafen, in mein Bett gegangen. Mein Handy hatte ich in alter Gewohnheit auf meinen Nachttisch gelegt, was mir nun zum Verhängnis wird. Gegen acht Uhr werde ich unsanft vom Klingelton geweckt, denke schon, die Kollegen können doch mal einen Tag auf mich verzichten. "Was ist passiert?", melde ich mich und darf unvermittelt die fröhliche Stimme meiner Mutter hören. "Guten Morgen, Jil, ich hoffe, mein Anruf hat dich nicht geweckt?"

Meine Mutter, ich soll sie bitte nur Lydia nennen, das klinge jünger und moderner, erzählt, sie bereitet gerade eine neue Vernissage vor. "Bitte nicht schon wieder eine Ausstellung, die ausschließlich Aktbilder zeigt", betone ich launig. Lydia lacht meine Sorgen weg. "Komm bitte zu mir und hilf mir, die Bilder in das Rathaus zu bringen!", höre ich Mutter ins Telefon trällern. "Wir können dann auch gleich gemeinsam ins Wahlbüro gehen", legt Mutter den Hörer auf. Das Telefonat ist damit beendet. Dieses Verhalten passt zu ihr, genau wie der Wunsch, von der eigenen Tochter beim Vornamen angesprochen zu werden. Mutter ist so unkonventionell, so frei in ihrem Handeln, im Umgang mit Worten, wie ich es leider nie sein werde. Alles an ihr ist auffallend, schillernd. Eine Frau in ihrem Alter, so dachte ich noch bis vor wenigen Jahren, muss sich zurückhaltend kleiden, die Haare, wenn überhaupt, dezent färben. Meine Mutter hält sich an keine Vorschriften, lebt ihre Vorstellungen von einem individuellen Leben aus. Inzwischen, das muss ich mir lächelnd eingestehen, bin ich wirklich stolz auf sie, obgleich ich mich zurückhalte, ihr das zu sagen. Meine große Angst ist, dass dies Motivation für sie sein könnte, noch mehr über den Tellerrand zu blicken. Noch einmal schaue ich auf meinen Wecker, inzwischen ist es viertel nach acht. Beim Verlassen meines Bettes ist mein erstes Ziel die Kaffeemaschine, anschließend eile ich unter die Dusche.

Mutter steht schon wartend in ihrem Flur, als ich bei ihr ankomme. Sie wirkt wie der Frühling in ihrem langen Leinenkleid mit Blumenmuster. Dagegen wirke ich mit meinem Strickpulli und den Leggings wie ein Landei.

Bürgermeister Otto Berg, so berichtet Mutter mir mit fröhlicher Stimme, wird die Laudatio bei der Vernissage halten. Mein Schmunzeln kann ich nicht verbergen. Alleine die Vorstellung, dieser doch eher unscheinbare Mann spricht über meine Mutter, ihre Kunst, die Bilder, lassen mich am Gelingen zweifeln. Was auch immer Lydia in Richtung Kunst in die Finger nimmt, es ist bisher nicht ohne die nötige und gewollte Aufmerksamkeit ausgegangen.

Meine Gedanken wandern zurück zu ihrer letzten Vernissage in der Bank. Damals kam Manfred Luck, als Vertreter der hiesigen Presse, hinzu. Wir beide waren lange ein Paar mit vielen Höhen und Tiefen. Augenblicke und Momente aus dieser Zeit kommen in meinen Sinn und zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Es liegt in der Natur der Menschen, mit Abstand nur das Schöne noch zu sehen, wenngleich ich mich nicht für naiv halte. Für mich, so will ich es mir einreden, ist es besser so, dass Manfred weg ist.

Aus den Augen aus dem Sinn, wenn das mal so leicht wäre. Männer, denen ich bisher näher kam, lieben es, anschließend das Weite zu suchen. Mein Kollege Hermann Josef Metzger hat sich ebenfalls nach der gescheiterten Beziehung mit mir versetzen lassen. Er arbeitet inzwischen in Karlsruhe. Tief in meinem Herzen weiß ich, es ist besser so. Auch mit ihm war das Leben nicht immer leicht und unbeschwert. Wer weiß, was das Leben noch an Überraschungen für mi

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