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Mord an Bord Roman von Lind, Hera (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.11.2012
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Mord an Bord

"Ich war keine Operndiva. Leider. Ich war eine Kirchenmusikmaus aus Geilenkirchen bei Aachen. Und ich wollte ENDLICH mal die große weite Welt erleben!" Haben Sie Lust auf Luxus? Auf 5-Sterne-Komfort, Kaviar satt und Champagner ohne Ende? Für die Sängerin Burkharda Meier geht ein Traum in Erfüllung, als sie das Traumschiff "MS Blaublut" betritt, um die anspruchsvollen Passagiere musikalisch zu verwöhnen. Dass sie dafür ihre Kleinstadtleben ebenso hinter sich lassen muss wie ihren Ehemann, der dem Themenbereich Leidenschaft eher ratlos gegenübersteht, ist auch nicht zu verachten. Stattdessen bekommt es Burkharda nun mit einem Erste-Klasse-Kerl zu tun - dem überaus attraktiven Kreuzfahrtdirektor. Aber einen Nachteil hat das Leben auf dem Luxuskahn: Unter der hochglanzpolierten Oberfläche brodeln Neid und Missgunst, enttäuschte Liebe und manche Intrige ... Liebe, Luxus, Mörderspiele: Der Bestseller von Hera Lind, einer der erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsautorinnen aller Zeiten. "Hera Lind schreibt Romane, deren Lästerton die Herzen der stolzesten Frauen trifft. " Die Zeit Jetzt als eBook: 'Mord an Bord' von Hera Lind. dotbooks - der eBook-Verlag. Hera Lind, geboren in Bielefeld, studierte Germanistik, Theologie und Gesang. Sie machte sich europaweit als Solistin einen Namen und war 14 Jahre lang festes Mitglied des Kölner Rundfunkchores. Während ihrer ersten Schwangerschaft schrieb sie ihren Debütroman "Ein Mann für jede Tonart". Dieser wurde sofort ein Bestseller und erfolgreich verfilmt - eine Erfolgsgeschichte, die sich mit zahlreichen Romanen wie "Das Superweib", "Die Zauberfrau", "Das Weibernest", Kinderbüchern und Tatsachenromanen bis heute fortsetzt. Hera Linds Bücher wurden in 17 Sprachen übersetzt und verkauften sich über 13 Millionen Mal. Hera Lind ist Mutter von vier Kindern und lebt mit ihrer Familie in Salzburg. Die Autorin im Internet: www.heralind.com Hera Lind veröffentlichte bei dotbooks die Romane "Ein Mann für jede Hera Lind veröffentlichte bei dotbooks die Romane "Ein Mann für jede Tonart", "Frau zu sein bedarf es wenig", "Das Superweib", "Das Weibernest", "Die Zauberfrau", "Der gemietete Mann", "Hochglanzweiber", "Mord an Bord", "Der doppelte Lothar", "Karlas Umweg", "Fürstenroman" und "Drei Männer und kein Halleluja" sowie die Kurzromane "Rache und andere Vergnügen", "Gefühle und andere Katastrophen" und "Hunde und Herzensbrecher" sowie das Kinder- und Vorlesebuch "Der Tag, an dem ich Papa war". Außerdem erschienen bei dotbooks die Doppelbände "Ein Mann für jede Tonart & Frau zu sein bedarf es wenig", "Mord an Bord & Der doppelte Lothar" und "Das Superweib & Die Zauberfrau".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 451
    Erscheinungsdatum: 20.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955200589
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1591 kBytes
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Mord an Bord

Nebenan bewegte sich was. Ein mageres, sonnengegerbtes Gerippe im gelben Sträflingsfetzen schlich vorbei. Der Blick war tot und leer. Als das Gerippe weg war, herrschte wieder lähmende Stille. Die anderen Gefangenen lagen auf ihren Pritschen oder hockten auf ihren Holzschemeln. Sie rührten sich nicht. Erbarmungslos der Hitze ausgeliefert, der glühenden Sonne, der Heimatferne. Mitten im Ozean. Der Dampfer mit den 800 Gefangenen dümpelte vor sich hin. Niemand sprach ein Wort. Alles döste. Links die Schattendöser und rechts die Sonnendöser. Aufstehen war verboten. Wenn man versuchte, sich aus dem kärglichen hölzernen Gestell zu erheben, um seinem armen, geschundenen Körper etwas Bewegung zu verschaffen, kam sofort ein Aufseher herbeigeschossen, drückte einen zurück in den Stuhl und blaffte: "Was darf's denn sein?!" – "Wasser!" stöhnte dann der eine, und ein anderer konnte gerade noch "Gin Tonic" ausstoßen oder sich ein gehauchtes "Champagner" von den festgetrockneten Lippen ringen. Die Aufseher hatten Matrosenanzüge an. Forschen Schrittes wendeten sie, fegten zur Bar und besorgten flugs das Getränk, das sie dann auf einem Silbertablett servierten.

Die Sträflinge verfügten kaum über Kleidung. Sie trugen, wenn überhaupt, Lendenschurze oder waren in unförmige Kittel gehüllt, was bei ihren ausladenden Körperformen nicht immer ein schöner Anblick war. Ich sah mich um. Welch unvorstellbares Grauen! In einem der Liegestühle döste Wollsocken-Gangster vor sich hin. Ich nannte ihn so, weil er seinen rechten Arm in einem riesigen weißen Wollsocken untergebracht hatte. Vielleicht hatte er die Krätze oder einen Holzarm, vielleicht war er auch tätowiert, was ihm im nachhinein peinlich war. Jedenfalls wollte Wollsocken-Gangster seinen Arm nicht zeigen. Niemals. Auch nicht abends beim Antreten zum Essenfassen. Oder morgens, beim Appell. Zeigen wollte Wollsocke aber durchaus seine schweren Ketten, die ihm um den Hals hingen. Sie baumelten vor seinem dicklichen weißen Bauch. Auch seine Handschellen waren furchterregend anzusehen: dicke silberne Eisen, zum Teil mit Uhren dran – schrecklich. Er gehörte zu den Lebenslänglichen, das tuschelte man sich zu. Die Lebenslänglichen blieben nicht nur für eine oder zwei Reisen auf dem Sträflingsschiff, sondern waren dazu verurteilt, den Rest ihres Lebens hier zu verbringen! Was mußten sie angestellt haben, daß ihnen diese Strafe auferlegt worden war!

Zwischen den Pritschenreihen war ein Wasserschacht vom Ausmaß einer Garage eingelassen. In diesem dümpelten einige weibliche Gefangene, die wegen ihrer Gumminoppenhauben wie Teichhuhnweibchen aussahen, vor sich hin. Hinten, an der Bar, dumpften drei Gefangene, festgekettet an ihren Barhockern, dem Delirium entgegen. Einer von den drei Dumpfbacken hieß Rudolf, das hatte er mir gestern bierdunstgeschwängert ins Ohr geraunt. Rudolf, gestern abend noch im Smoking, rasiert und gekämmt, mit einer Nelke im Knopfloch und tadellosen Manieren, hing heute mit "Ich-bin-ein-Tourist"-Käppi und faltenwerfendem Oberkörper an der Bar ab. Seine Füße, die mich gestern noch in tadellos geputzten schwarzen Lackschuhen über das Parkett gewirbelt hatten, steckten nun in hühneraugenfreundlichen Reformhauslatschen. Seit einer Stunde versuchte Rudolf, mich an die Bar zu locken. Ich war aber nicht willens. Ich war doch erst drei Tage hier. Warum sollte ich mich sofort dem ersten besten Gefangenen unterwerfen? Rudolf blickte mehrmals zu mir rüber. "Am Schluß kriege ich dich noch!" rief er halblaut über die Meute der Mitgefangenen hinweg. Mich schauderte. Er duzte mich einfach so! Wahrscheinlich war es nicht Brauch,

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