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Mord an der Förde von Neumann, H. Dieter (eBook)

  • Erschienen: 21.07.2015
  • Verlag: Grafit Verlag
eBook (ePUB)
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Mord an der Förde

Eigentlich wollte Kommissarin Helene Christ in den wohlverdienten Segelurlaub mit Freund Simon Simonsen aufbrechen, doch ein Mord durchkreuzt ihre Pläne. Im Wald nahe der Ostseesteilküste wird die Leiche der vierzehnjährigen Clarissa gefunden. Das Mädchen war Teilnehmerin des Ferienlagers Nis Puk und laut Freundin Gesa in einen ihrer Betreuer verknallt. In der Mordnacht hatte sie eine Verabredung mit Alim Tayfur - und von dem fehlt seither jede Spur. Als man Alims DNA an der Leiche identifiziert, steht der Mörder für Christs Kollegen Edgar Schimmel daher schnell fest. Fakten lügen nicht. Helene Christ bekommt jedoch hautnah mit, dass in der Familie des Mädchens einiges im Argen liegt. Bruder Patrick hat keinen Zweifel daran, dass sein Vater Clarissas Mörder ist. Und tatsächlich verhält sich Carl von Sassenheim alles andere als kooperativ. Im Gespräch mit dem Mann überkommt Helene ein ungutes Gefühl. Was haben die von Sassenheims zu verbergen?

H. Dieter Neumann, Jahrgang 1949, war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr und in verschiedenen internationalen Dienststellen der NATO. Anschließend arbeitete der diplomierte Finanzökonom als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft, bevor er sich ganz aufs Schreiben verlegte. Der passionierte Segler ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt in Flensburg.

Produktinformationen

    Größe: 2419kBytes
    Reihe (Teil): Helene Christ Bd.2
    Herausgeber: Grafit Verlag
    Untertitel: Der zweite Fall für Helene Christ
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 224
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783894251918
    Erschienen: 21.07.2015
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Mord an der Förde

Prolog

Heute tragen vier Gäste Pistolen, die Männer unter ihren Jacketts, die Frauen in Umhängetaschen.

Die Zweiertische, an denen sie sich gegenübersitzen - jeweils ein Mann und eine Frau -, sind nicht die besten im Lokal, stehen tief im Raum, weit entfernt von den Fenstern. Dafür aber nahe der Garderobe.

Schon dieser Teil der Operation ist schwierig gewesen, erforderte genaue Planung. Die passenden Tische mussten Tage vorher reserviert werden, ohne dass jemand Verdacht schöpfte. Alles hängt davon ab, dass der Mann, der der Grund für diese Aktion ist, nicht aufgescheucht wird. Er darf keinen Verdacht schöpfen. Und seine Bodyguards auch nicht.

Die Leute, die um sie herum im Saal sitzen, sind den vier Spezialisten des Bundeskriminalamtes an den kleinen Tischen herzlich gleichgültig. Diese Gäste sind gekommen, um gut zu essen - italienische Küche vom Feinsten. Dafür nehmen sie die Hitze in Kauf, die den hoffnungslos überfüllten Gastraum jetzt im Sommer in ein Treibhaus verwandelt, stören sich nicht an der Enge, am Lärm der vielen anderen Feinschmecker, an der Hektik des überforderten Personals, nicht einmal an den unverschämten Preisen.

Man muss hier lange im Voraus reservieren und freut sich, wenn man tatsächlich eine Zusage bekommt. Die Trattoria Antonio ist eine Institution in der Stadt.

Einen Tisch aber, einen ganz speziellen, kann niemand reservieren, das wissen die vier BKA-Polizisten. Diesem Tisch gilt ihr Interesse. Er steht, umgeben von zehn Stühlen, in einem Raum hinter der Garderobe, an dessen Tür ein Schild mit dem Wort Privat hängt - für die vier Gäste an ihren Plätzen gut sichtbar. Meist ist diese Tür verschlossen.

Heute nicht. Antonio persönlich hat sie vorhin aufgeschlossen.

Natürlich wissen die vier Beamten auch, dass es noch eine zweite Tür gibt. Sie führt aus dem Privatzimmer hinaus auf den Hinterhof und von dort direkt auf eine stille Wohnstraße.

Die Gäste der Trattoria ahnen nichts vom eigentlichen Zweck dieses Separees. Allenfalls vermuten sie den Zugang zu Antonios Wohnung hinter der Tür. Ganz selbstverständlich halten sie den freundlichen, kugelrunden Italiener für den Inhaber der Trattoria, die seinen Namen trägt.

Nur zwei-, dreimal in der Woche könnte es einem aufmerksamen Beobachter auffallen, dass Antonio höchstselbst, und ausschließlich er, mit Tabletts voller Speisen und Getränken den Raum betritt und mit leeren Tellern, Gläsern und Schüsseln wieder herauskommt, um sie in die Küche zu tragen. Das sind die Tage, an denen der Padrone hier tafelt. Tage, an denen nicht nur gut gegessen und getrunken, sondern das ganz große Rad gedreht wird.

Heute ist solch ein Tag. Einer, an dem hinter der Tür bei Schwertfischsteaks - am frühen Morgen frisch eingeflogen - mit pikanter Sardellenbutter und kühlem Mantonico aus Kalabrien Geschäfte besprochen werden. Gefährliche Geschäfte. Seit Jahren stellt der wahre Besitzer des Hauses hier die Weichen für seine geheimen und überwiegend kriminellen Unternehmungen. Er tafelt eben gern gut.

Der Präzisionsschütze im dunklen Overall über der Schutzweste, der in der Nacht schon seinen Posten hinter dem Schornstein bezogen hat, kann den Hinterhof der Trattoria Antonio vollständig einsehen. Das dreistöckige, gelb verklinkerte Wohnhaus, auf dessen Flachdach er liegt, steht auf der anderen Seite der Straße, der vergitterten Pforte zum Hof fast genau gegenüber. Auch die Hintertür kann er sehen, die vom Hof ins Restaurant führt, direkt in den Raum, in dem man heute ein Abendessen servieren wird. Ein besonderes Essen für einen besonderen Gast - und seine sogenannten Geschäftsfreunde.

Fünf weitere Scharfschützen sind in der Dunkelheit auf den Dächern der Häuserblocks in dieser ruhigen Straße in Stellung gegangen. Und das SEK, zwölf Mann in kompletter Ausrüstung und bis an die Zähne bewaffnet, bereitet sich in einer de

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