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Mord auf dem Schützenfest & Eis! Zwei Krimis in einem Band von Lonski, Günter von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2015
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
eBook (ePUB)
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Mord auf dem Schützenfest & Eis!

Band 1: Mord auf dem Schützenfest Hannover feiert das größte Schützenfest der Welt. Das hat Tradition, Power, Stimmung und Prost! Alles jubelt, alles lacht, nur einer kann nicht mehr mitfeiern, denn er liegt nach dem Schützenumzug etwas abseits am Ihme-Ufer und rührt sich nicht mehr. Arne Sonneveld, einer der diesjährigen Bruchmeister, die dem Schützenumzug ihre traditionelle Ausrichtung geben. Jung, ledig, unbescholten. Als Anlageberater hat er sich beruflich mit dem Verkauf von AWD-Fondsanteilen allerdings nicht nur Freunde gemacht. Kommissarin Marike Kalenberger, die mit einer kleinen Auszeit am Steinhuder Meer dem Schützenfestrummel entkommen wollte, muss an den Tatort. Und plötzlich steckt sie mittendrin im Geflecht von Schützenehre, geschäftlichen Mauscheleien, Neid, Eifersucht und alkoholisch bedingten Bewusstseinsstörungen. Kurz darauf wird auch noch Peter Brodinsky ermordet. Er war Mitarbeiter der Bank, die Kaufinteressenten ohne ausreichende finanzielle Mittel mit großzügigen Krediten zu ihren Fondsschnäppchen verhalfen. Und damit gerät Hinnerk Benthe ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Er hat am Mordabend in einem der Festzelte auffällig lange mit Arne Sonneveld zusammengesessen und war in der Bank Vorgesetzter und erklärter Feind von Peter Brodinsky. Als wäre das nicht schon schlimm genug, gerät Hinnerk Benthe auch noch in private Bedrängnis. Ehefrau Melli entdeckt nach Jahren langweiligen Ehelebens ihre extreme erotische Veranlagung und verfällt einem rücksichtslosen Ausbeuter. Die alles verschlingende Katastrophe greift nach Hinnerk Benthe, doch wenn die Not am größten scheint, sind da immer noch die Kollegen und Freunde aus dem Schützenverein ... Band 2: Eis! Eine Schießerei am Steintor. Fast zeitgleich ein Überfall mit Geiselnahme am Raschplatz. Kriminalkommissarin Marike Kalenberger muss mit einem jungen Beamten hin, gerät in die Schusslinie des Geiselnehmers, sie und ihr Kollege werden getroffen. - Nach längerer Dienstunfähigkeit will Kalenberger wieder ihren Dienst aufnehmen, wird erbarmungslos gemobbt, erleidet ein Burn-out-Syndrom und wird arbeitsunfähig. Da verschwindet Pia, die beste Freundin ihrer Tochter. Pia wollte sich nach Hannover absetzen und hat angeblich den Mann ihres Lebens kennen- gelernt, einen polnischen Eishockeyprofi. Toll aussehend, fantastische Wohnung, viel Geld und ein aufsehenerregendes Auto. Der Mann wird brutal ermordet. Kalenberger will keinen neuen Fall und ermittelt nur widerwillig. Doch dabei gerät sie immer tiefer in die Loverboy-Szene. Sie bringt sich und andere in tödliche Gefahr. Emotionale Abhängigkeit zwischen Prostituierten und Zuhältern hat es immer schon gegeben. Frauen werden durch Drogen, Gewalt, auch durch Zuneigung hörig gemacht, damit sie funktionieren. Dass aber junge Männer systematisch nach Schulmädchen suchen, um sie zu Huren heranzuziehen, ist ein bisher unbekanntes Phänomen, das Eltern, Lehrer und Polizei überfordert. DER SPIEGEL 27/2010 Günter von Lonski verbindet den Humor des Ruhrpotts mit der Treffsicherheit des Nordens - im Leben und in seinen Büchern. Geboren in Duisburg, studierte er an der Hochschule der Künste in Berlin und lebt heute bei Hannover. Seit 1981 schreibt Günter von Lonski Romane, Krimis, Jugend- und Kinderbücher, Hörspiele, Theaterstücke, Kurzgeschichten, Glossen, Satiren und Schulbuchbeiträge. 2010 erhielt er den Rolf-Wilhelms-Literaturpreis der Stadt Hameln. So begann die Krimi-Zeit - in sechs Jahren entstanden zahlreiche Krimis mit regionalem Bezug zu Hannover und dem Weserbergland - spannend, unterhaltend und mit einem Schuss Humor. Mehr über Günter von Lonski und seine Aktivitäten erfahren Sie unter www.vonlonski.net

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 581
    Erscheinungsdatum: 14.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827198952
    Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
    Größe: 3492 kBytes
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Mord auf dem Schützenfest & Eis!

Eins

Milchig weiß steht der Morgen über dem roten Backsteinbau der Marktkirche. Es wird ein heißer Tag werden: Staubig, drückend, bedrängend. Wie soll er Melli erklären, was in den letzten Stunden passiert ist?

Der alljährliche Schützenausmarsch stand an. Vor Sonnenaufgang waren sie in der Nacht zum Sonntag losmarschiert, um die vereinsbesten Schützen des vergangenen Jahres mit Marschmusik abzuholen. Bereits beim Ständchen vor den Häusern der Schützenbrüder gab es viel Hallo, Gelächter und das eine oder andere Schnäpschen.

Gegen neun trafen sich dann alle Schützenvereine auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus. Und wieder Hallo und ein, zwei Schnäpschen. Da war Melli auch dazugekommen.

Der Oberbürgermeister hielt seine Ansprache. Wie in jedem Jahr. Das Heeresmusikkorps spielte Alte Kameraden . Schlag zehn setzten sich die Schützenzüge unter dem Befehl " Im Doubliertritt, Marsch!" zum mehrstündigen Ausmarsch in Bewegung. Zum größten Schützenfest der Welt auf dem Festplatz an der Ihme. Wer so ein Fest hat, braucht keine Wiesn, keinen Wasen und keinen Dom.

Bei den Schützen hatte und hat alles seine festen Regeln und Gebräuche. Nach der historischen Quartiereinteilung der Stadt wird der Zug der Schützen ebenfalls in vier Züge eingeteilt. Was nicht ausschließt, dass sich ein Schütze auch mal ins falsche Quartier verläuft.

Jedem Zug schreitet der aktuelle Bruchmeister mit einer städtischen Standarte voran. Ein junger Mann voller Stolz und Würde. Auf dem Kopf ein schwarzer Zylinder mit grünem Kleeblatt als heraldisches Symbol der Stadt Hannover. Dazu schwarzer Cut mit schwarzer Hose, blütenweißes Hemd mit weißer Fliege und an den Händen weiße Handschuhe. Ein Jahr wird er im Mittelpunkt des Vereinslebens stehen, danach kann er Mitglied im Collegium ehemaliger Bruchmeister werden. Für das geschäftliche und gesellschaftliche Vorankommen wertvoller als ein Hochschulabschluss oder Doktortitel. Beides zusammen kann natürlich nicht schaden.

Hinnerk Benthe gehört seit Jahren dem Collegium an und hat es beruflich bis zum Leiter einer Bankfiliale geschafft.

Sie hatten geschwitzt, Bier getrunken und viele Klare. Wer es konnte, zelebrierte eine Lütje Lage mit einem Glas Schankbier und einem Glas Kornbrand aus einer Hand. Wer es nicht konnte, goss sich Bier und Schnaps über Kinn und Jacke.

Im stundenlangen Marsch unter der Sonne wurde der Hals wund gescheuert, Blasen an den Füßen machten das Laufen beschwerlich, und die Ordensketten auf der Brust wurden immer schwerer.

Endlich war man auf dem Schützenplatz angekommen. Der Hemdkragen konnte gelockert werden, und der Knopf am Hosenbund wurde gelöst. Hosenträger übernahmen nun die alleinige Verantwortung. Man setzte sich zum Essen in der Festhalle Marris. Spanferkel, Schnitzel, Ochsenbraten. Eine aufnahmefähige Grundlage wurde geschaffen. Dann ging es weiter von Festzelt zu Festzelt. Alt Hanovera , Gilde Festzelt, Zum Herrenhäuser . Und überall wieder Hallo und Prost . Allmählich verloren die Schützenbrüder die Kontrolle über sich und den eigenen Bier- und Schnapskonsum. Wenn nicht jetzt, wann dann? Du traust dich nicht? Raus aus dem Festzelt, rauf auf den Rummel. Magic , Heiße Räder, Breakdance. Fahrgeschäfte für die Generation ohne Schwindelgefühl. Laut, hoch, schnell. Hubert und Gerold ließen sich provozieren, den Intoxx zu besteigen. Sie haben wohl nicht mehr realisieren können, was auf sie zukam. Ein Pfeiler, ein Schwenkarm, daran zwei frei bewegliche Gondeln, die sich um den Pfeiler, den Schwenkarm, sich selbst, ineinander und auseinander und um den eigenen Magen drehten. Hubert musste danach vom Roten Kreuz betreut werden und Gerold suchte sich einen Platz in der hintersten Ecke im Festzelt, trank nichts mehr, aß nichts mehr und brachte keinen Ton mehr heraus.

Die andern hatten sich schadenfro

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