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Mord aus kühlem Grund von Kaul, Achim (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)

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Mord aus kühlem Grund

Zweifel und Zick sind zurück ... Die Therme in Bad Wörishofen. In den Saunalandschaften wird gepflegt geschwitzt. Gänsehaut-Schreie gellen durch die aufgeheizte Luft. Gasgranaten zünden. Die Fluchtwege sind plötzlich versperrt. Die Nackten packt die nackte Panik. Chaos! Zur selben Zeit ein anonymer Anruf: »In der Therme ein Toter - das ist doch was für Sie«, hört Kommissar Zweifel eine verzerrte Stimme sagen. Der Fall verspricht besonders knifflig zu werden. Wer lügt? Wer heuchelt? Wer manipuliert wen? Und vor allem: Wer ist der Tote? Funkensprühende Dialoge, Scharfsinn und Wortwitz zeichnen Zweifel und Zick, das kongeniale Ermittlerduo aus. Sie werden den beiden gern begegnen - sofern Sie nichts ausgefressen haben

Achim Kaul, geb. 1959, war in seinem früheren Leben Dipl. Bankbetriebswirt und Vermögensberater, bis er 2016 fand: Es reicht. Seitdem widmet er sich seinem Traumberuf als Schriftsteller. Seinen ersten Kriminalroman, »Mord aus heiterem Himmel«, veröffentlichte er 2019. Das Ermittlerduo Zweifel und Zick ließ ihn nicht los und so entstand unmittelbar darauf der zweite Fall für die beiden: »Mord aus kühlem Grund«. Achim Kaul lebte einige Jahre in Bad Wörishofen, dem Schauplatz seiner Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 585
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783750231757
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1041 kBytes
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Mord aus kühlem Grund

3. Kapitel


»Bedienen Sie sich«, sagte Lars Schilling mit seinem Handy am Ohr unwirsch zu seinen Gästen. Sie hatten sich in sein Büro im ersten Stock begeben. Dr. Kälberer, der Polizeiarzt, ließ ausnahmsweise einmal nicht auf sich warten, und war bereits dabei, die Leiche des jungen Mannes in der Stollensauna zu untersuchen. Penny Stock, die Spezialistin der Spurensicherung war mit ihren beiden Assistenten ebenfalls eingetroffen und wartete darauf, den Fundort unter die Lupe nehmen zu können. Schilling hatte kurzzeitig den Überblick verloren und beschlossen, der ganzen Sache zumindest räumlich aus dem Weg zu gehen. Während er noch telefonierte, setzten Zweifel und Melzick sich an den runden Glastisch, auf dem einige Mineralwasserflaschen bereitstanden. Fischli war auf ausdrücklichen Wunsch des Kommissars mitgekommen und beobachtete am Fenster stehend, wie sich das Gelände rund um die Therme allmählich leerte, die Sanitätswagen einer nach dem anderen abfuhren und zumindest nach außen hin wieder etwas Normalität einkehrte. Schilling sprach gedämpft. Er hatte sich auf seinem Schreibtischstuhl zur Wand gedreht und machte auffallend wenig Worte. Hauptsächlich war er mit Zuhören beschäftigt. Schließlich legte er auf und gesellte sich zu ihnen.

»Das war Herr Kronberger, der Eigentümer der Therme.« Zweifel öffnete gerade seine zweite Wasserflasche. »Er befindet sich momentan im Ausland. Offenbar hat Ihr Chef,« er nickte unwillig zu Zweifel hinüber, »ihn schon informiert. Herr Kronberger kommt höchstpersönlich hierher. Wahrscheinlich schon morgen«, fügte er mit einem säuerlichen Gesichtsausdruck hinzu. Zweifel leerte die Flasche zur Hälfte und stellte sie dann behutsam auf den Glastisch. Melzick behielt ihre in der Hand.

»Wir haben ein großes Problem, Herr Schilling«, sagte er

»Ach ja, nur eines?«, gab dieser zurück und verschränkte die Arme. »Mein lieber Herr Kommissar, ich bin von Problemen umzingelt!«

»Gut, dann wollen wir mal festhalten: Eine ganze Menge Zeugen, die uns vielleicht weitergeholfen hätten, sind weg. Das ist zwar verständlich, aber auch gleichzeitig der Grund, weshalb wir diejenigen, die noch da sind, hierbehalten müssen, damit wir sie so rasch wie möglich befragen können.«

»Haben Sie deswegen Ihre freundlichen Wachhunde überall postiert?« Zweifel legte seine Stirn in Falten. Allmählich verlor er die Geduld für das Verhalten Schillings.

»Die Betonung liegt auf 'freundlich', Herr Schilling, weniger auf 'Wachhund'. Und ich will Ihnen etwas verraten, Herr Schilling: In den mehr als zwanzig Jahren, die ich damit verbracht habe, Morde aufzuklären, durfte ich die Erfahrung machen, dass die Toten das freundlichste Verhalten von allen Beteiligten an den Tag legten.« Fischli, der immer noch am Fenster stand, drehte sich um. Diese Töne kannte er nicht. Der Geschäftsleiter, der gerade dabei war, eine Flasche Bitter Lemon zu öffnen, rutschte am Verschluss ab und verschüttete etwas auf dem makellosen Glastisch. Zweifel fuhr fort. »Die Opfer haben ausnahmslos mit mir kooperiert und früher oder später geholfen, das Geheimnis um ihren Abgang zu lüften. Vor allem, und das weiß ich am meisten zu schätzen, haben sie sich mit abfälligen Bemerkungen zurückgehalten.« Melzick schmunzelte in sich hinein. Zweifel richtete seine großen schwarzen Augen mit einem gewinnenden Lächeln auf Schilling. »Bei allem Respekt für Ihre Verantwortung und angesichts der Probleme, die sich um Sie herum versammelt haben, schlage ich vor, wir versuchen es alle einmal mit dieser Verhaltensweise.« Fischli war zu ihnen getreten und setzte sich nun ebenfalls an den Tisch. Dieser Ton sagte ihm zu. Schilling stand abrupt auf und wollte zu einer Erwiderung ansetzen. Im letzten Moment überlegte er es sich anders, da ihn alle drei ansahen. Er räusperte sich. Dann machte er eine wegwerfende Handbewegung und setzte sich wieder. Melzick holte ein Taschentuch hervor und wischte den Limonadenfleck auf.

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