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Mord im Olivenhain Ein Kroatien-Krimi von Nikolic, Ranka (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.04.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Mord im Olivenhain

Falsche Versprechen, unbändiger Hass und die Gier nach dem großen Geld - der zweite Fall für die sympathische Ermittlerin Sandra Horvat. Der bekannte Wunderheiler Damjan wird auf seinem Anwesen, in der Nähe von Rijeka, ermordet aufgefunden. Ein heikler Fall für Sandra Horvat, die so gar nichts fürs Handauflegen oder ähnliche Heilmethoden übrig hat - im Gegenteil zu vielen anderen, die fest an Damjan geglaubt haben. Die Liste der Verdächtigen ist lang, denn auf Damjans falsche Versprechen sind einige hereingefallen, bei einem Patienten haben sie sogar zum Tod geführt. Die Journalistin Mirta Car stürzt sich auf den Fall, Sandra gerät immer mehr unter Druck und stellt fest, dass Glaubensfragen komplizierter sind, als sie je vermutet hätte. Doch nicht nur die ungewöhnlichen Ermittlungen, auch ihr attraktiver Kollege Danijel Sedlar sorgt bei ihr für Verwirrung ... Ranka Nikoli? wurde 1966 in Rijeka geboren, kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland und lebt heute mit ihrer Familie in München - allerdings nicht, ohne ihrer Heimat Kroatien, der sie sich nach wie vor sehr verbunden fühlt, mindestens drei Besuche im Jahr abzustatten. Sie begann bereits als Jugendliche mit dem Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten und gibt ihre Erfahrung heute als Leiterin von Schreibseminaren weiter. In ihrer Krimireihe um Ermittlerin Sandra Horvat spürt man in jeder Zeile die Liebe zu ihrer kroatischen Heimat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 16.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641221058
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Sandra Horvat .2
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Mord im Olivenhain

3

Sandra Horvat putzte sich gerade die Zähne, als ihr Handy im Flur klingelte. Sie stellte das Duschradio leiser und spülte eilig aus, bevor sie aus dem Bad ging, um sich zu melden. Das Display zeigte: Zelenika.

"Guten Morgen, Horvat." Ihr Kollege klang frisch und ausgeruht, ganz im Gegensatz zu ihr. Sandra war einfach kein Morgenmensch und würde vermutlich nie einer werden. An ihren freien Tagen nahm sie sich vor, früher aufzustehen, schlief dann aber jedes Mal bis neun Uhr weiter.

"Morgen", brummte sie.

"Wir haben einen Mord. Also, fahr nicht ins Büro, sondern mach dich auf in Richtung Crikvenica."

"Nach Crikvenica?"

"Nein, ich sagte Richtung Crikvenica. Das idyllische Mörderdörfchen liegt zwischen Jadranovo und Dramalj."

"Und wie heißt das Mörderdörfchen?", griff sie Zelenikas Ironie auf.

"Malnari. Gib's in dein Navi ein."

"Großartiger Tipp, Kollege. Danke."

"Gern geschehen. Übrigens, der Tote ist Damjan Martinovic."

Sandra brauchte ein paar Sekunden, bis sie den Namen einordnen konnte. "Der Wunderheiler?"

"Ganz genau."

"Gut. Ich schütte nur schnell meinen Kaffee in den To-Go-Becher."

"Was?"

"Meinen transportablen Plastik-Kaffeebecher. Du solltest lernen, mit der Zeit zu gehen."

"Ach so. Also, ich bin auf dem Weg dorthin. Ich rufe gleich Milic und Sedlar an. Wir treffen uns dann dort. Das Dorf ist klein, richte dich einfach nach den Polizeiautos und der Menschenansammlung. Du kannst es nicht übersehen."

"Warum hat Mandic dich und nicht zuerst mich angerufen?" Das wunderte Sandra, schließlich war sie als Inspektorin die Chefin von Zelenika, Milic und Sedlar, der vor Kurzem erst hinzugekommen war. Mandic leitete die Kriminalpolizei des MUP 2 und war ihrer aller Chef. Allerdings wurde normalerweise Sandra als Erste von ihm informiert. Oder ein Polizeibeamter aus der Zentrale übernahm diese Aufgabe, wobei auch hier Sandra zuerst über einen Mord in Kenntnis gesetzt wurde.

"Er sagt, er hat angerufen, aber du bist nicht ans Handy gegangen."

"Das Radio war wohl zu laut, während ich unter der Dusche war. Durch das Wasserrauschen und die Musik habe ich es nicht gehört. Ich bin auf dem Weg."

"Bis gleich."

Zehn Minuten später saß Sandra im Auto. Sie setzte ihre Sonnenbrille auf und steckte den Kaffeebecher in den Getränkehalter neben sich. Das GPS zeigte für den eingegebenen Ort neunzehn Kilometer und zweiundzwanzig Minuten an. Als sie das Radio aufdrehte, ertönte High Hopes von Pink Floyd, definitiv Sandras Lieblingssong dieser Band. Deren Beliebtheit war in Kroatien seit Jahrzehnten konstant. Die meisten Kroaten unter sechzig besaßen mindestens ein Album von Pink Floyd.

Sie fuhr aus der Stadt in südlicher Richtung, dann an der Bucht von Bakar vorbei. In dieser Bucht hatten Fischer seit dem Mittelalter Thunfische in großem Stil gefangen, was heute nicht mehr stattfand. Aber die riesigen Holzleitern, die den Fischern als Beobachtungsposten gedient hatten, gab es immer noch. Bakar war ein entzückendes kleines Städtchen, das aus der Perspektive der Jadranska Magistrala 3 zunächst unspektakulär wirkte, umgeben von Bergen und Karst. Doch fernab der Hauptstraße hatte der Ort eine alte Geschichte und ein eigenes Flair.

Die restliche Fahrt brachte Sandra zügig hinter sich, da um diese Zeit auf der Strecke kein großer Andrang herrschte. Außerdem war es Ende August, und so allmählich reisten die Touristen wieder in ihre Heimat ab. Rechts von ihr lag in ein paar Kilometern Entfernung die Insel Krk, die, vom Festland aus gesehen, wie ein einsamer Gesteinsbrocken wirkte. Die Schönheit dieser Insel wurde einem erst ersichtlich, wenn man sie betrat. So als ob sie ihren natürlichen Glanz ganz bescheiden für sich behalten wollte.

In letzter Zeit verspürte Sandra eine ständige Müdigke

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