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Morgen, Katze, wird's was geben Ein Fall für Mrs. Murphy von Mae Brown, Rita (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.10.2016
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)

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Morgen, Katze, wird's was geben

Crozet verschwindet unter einer Schneedecke, als der erste Sturm der Wintersaison übers Land zieht. Die Menschen in dem kleinen Ort stürzen sich mit großer Vorfreude in die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Die smarteste Privatdetektivin in ganz Virginia, Harry Harristeen, ist unter den Gästen der glamourösen Spendengala von Silver Linings - einer Organisation, die Jungs in Schwierigkeiten wieder auf die Beine hilft. Der Abend endet jedoch jäh, als der ehemalige Top-Footballer Pete Vavilov auf dem Heimweg tödlich verunglückt. Doch erst als ein zweiter Vertreter von Silver Linings wenig später ebenfalls tot aufgefunden wird, vermutet Deputy Cooper eine Mordserie. Viel zu spät, wie Harry findet. Fehlen doch beiden Opfern zwei Finger. Gemeinsam mit ihrer klugen Katze Mrs. Murphy macht sich Harry daran, Deputy Cooper bei der Aufklärung des Falls auf die Sprünge zu helfen.

Rita Mae Brown, geboren in Hanover, Pennsylvania, wuchs in Florida auf. Sie studierte in New York Filmwissenschaft und Anglistik und war in der Frauenbewegung aktiv. Berühmt wurde sie mit dem Titel Rubinroter Dschungel und durch ihre Romane mit der Tigerkatze Sneaky Pie Brown als Co-Autorin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 14.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843713801
    Verlag: Ullstein
    Größe: 13769 kBytes
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Morgen, Katze, wird's was geben

5

D erweil es draußen schneite, tanzte Jung und Alt im Ballsaal des Keswick Clubs. Die Festgäste traten durch den Haupteingang, vor dem ein nagelneuer Ford F- 150 protzte, dessen leuchtendes Rot langsam zugeschneit wurde. Bei diesem Wetter stellte Pete Vavilov das Tombola-Schild auf einer Staffelei drinnen auf.

Wer als Förderer von Silver Linings tausend Dollar Eintritt bezahlt hatte, bekam einen Schlüssel ausgehändigt. Derjenige, dessen Schlüssel den Transporter startete, hatte ihn gewonnen.

Im Erdgeschoss verkündete eine kräftige, mit bunten Kugeln und blinkenden Lichtern geschmückte Blautanne, dass Weihnachten war, als ob alle übrigen Dekorationen dies nicht vermochten. Arden Higham, die für das Farbenspiel zuständig war, hatte sich selbst übertroffen. Mit ihrer Truppe hatte sie viktorianische Abbildungen von Schlitten im Schnee, schönen Frauen mit den Händen in Muffs, von Rentieren und Scottish Terriern entdeckt und kopiert. Das komplette Spektrum dessen, was in jener Zeit beliebt war, gestaltete die Tafelaufsätze. An Ständern hängende kleine Kugeln und ein Schlitten, der mit Geschenken für die Jungen überquoll, nahmen eine Ecke ein. Silver Linings arbeitete mit jungen Burschen von zwölf bis achtzehn, die meisten aus armen Familien mit alleinerziehenden Müttern.

St. Cyril, die katholische Kirche in Crozet, überließ dem Verband ihren Freizeitraum zur Nutzung. Heute Abend strahlte Pfarrer O'Connor - jung, aber etwas behäbig - über das Ergebnis. Obschon Silver Linings unabhängig von St. Cyril operierte, bestand eine enge Verbindung.

Brian Hexham, Pete Vavilov, Lou Higham, Trainer Toth, Nelson Yarbrough, ein ehemaliger Quarterback in der Unimannschaft, und viele andere berieten die jungen Männer, unterwiesen sie in verschiedenen Sportarten und brachten ihre eigenen Söhne zu den Veranstaltungen mit. Der ursprüngliche Gedanke war es, einen privilegierten Jungen mit einem benachteiligten zu verkumpeln, aber die Jungen suchten sich ihre Kameraden selbst. Mit der Zeit versagte allerdings das natürliche Kumpelsystem und machte einem exakteren Platz.

Die Sponsoren hatten den jungen Männern Geld für Abendanzüge gegeben. Die meisten von ihnen trugen jetzt zum allerersten Mal einen Smoking, und fast alle gefielen sich darin. Wie die meisten Menschen hatten sie nichts dagegen, im Mittelpunkt zu stehen.

Sowohl junge Damen von der Kirche als auch Töchter von Teilnehmenden und Sponsoren waren anwesend.

"Ich hatte keine Ahnung, dass Arden so künstlerisch begabt ist", sagte Darlene de Jarnette zu Harry. Sie warteten gemeinsam im Untergeschoss an der Seite des Ballsaales, der wie die meisten Ballsäle rechteckig und in neutralen Farben gehalten war und ein Podium für die Kapelle hatte. Ardens Deko brachte Farbe und Charme in die bescheidene Ausstattung. Die Ehemänner der beiden standen an der Bar an, um ihnen Getränke zu holen. "Für mich ist sie der detailverliebte buchhalterische Typ. Solche Fähigkeiten bringe ich eher nicht mit Dekorieren in Verbindung." Darlene lachte. "Ich werde meine Meinung wohl ändern müssen."

"Mädels, ein Dorn schiebt sich zwischen zwei Rosen, wie findet ihr das?" Reverend Herbert Jones, ein lutherischer Pfarrer, legte seinen Arm um die Damen, während ein Fotograf ein Foto schoss.

Darlene lächelte. "Ihr roter Kummerbund passt haargenau zur Jahreszeit."

"Bei solchen Veranstaltungen dürft ihr Damen bunte Farben, schöne Kleider und Schmuck tragen. Wir dagegen müssen aussehen wie Pinguine." Lächelnd winkte er Pfarrer O'Connor zu. "Harry, wie's scheint, hat Susan die Verpflegung voll im Griff."

"Oh ja. St. Lukas kann stolz sein. Jessica Hexham hat alles für St. Cyril organisiert."

Harry, Susan und die anderen waren Pfarrkinder von St. Lukas. Reverend Jones war dort seit Jahrzehnten der Pastor.

"Gut. Gut." Er löste sich von ihnen, bewegte sich durch die Menge, schüttelte Hände, küsste Damen.

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