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MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel Roman von Becker, Jannis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel

'Rache ist etwas Wunderbares, dachte Finja. Sie hatte einmal gelesen, dass Rache nur dann süß sei, wenn das Opfer den Rächer erkannte. Seit sie 'Breath of Doom' spielte, teilte sie diese Ansicht nicht mehr. Es war viel schöner, sich im Stillen zu rächen, unerkannt und in fremder Gestalt.' Ein Chef, der sie schlecht behandelt. Kollegen, die ihr die kalte Schulter zeigen. Ein Leben, das sie von Tag zu Tag mehr zu ersticken droht. Finja fühlt sich wie im freien Fall - bis sie das Online-Rollenspiel 'Breath of Doom' entdeckt. In der abenteuerlichen Fantasywelt wird aus der hilflosen jungen Frau die mächtige Zauberin Brianna. Hier kann sie es mit jedem Gegner aufnehmen und voller Selbstvertrauen von Sieg zu Sieg ziehen. Auch in Finjas wahrem Leben scheint sich auf einmal alles zum Guten zu wenden, als sie dem schüchternen Ben begegnet. Doch ist er wirklich der Mann, für den sie ihn hält? Und ist auch in der Online-Welt alles anders, als es auf den ersten Blick scheint? Ein fesselnder Roman über die beklemmende Frage: 'Was passiert, wenn ein Spiel zur gefährlichen Falle wird?'

Jannis Becker ist das Pseudonym, unter dem der für historische Romane bekannte Autor Wolfgang Jaedtke seine zeitgenössischen Geschichten veröffentlicht. Wolfgang Jaedtke wurde 1967 in Lüneburg geboren, studierte Historische Musikwissenschaft und promovierte mit einer Arbeit über Beethoven. Danach arbeitete er für ein Theater, bevor er sich als Schriftsteller selbstständig machte. Unter dem Namen Jannis Becker veröffentlichte Wolfgang Jaedtke bei dotbooks bereits den Roman 'Nur einen Augenblick entfernt', unter seinem richtigen Namen das historisches Epos 'Die Tränen der Vila' und den Roman 'MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 423
    Erscheinungsdatum: 13.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955204679
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2551kBytes
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MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel

Kapitel I

Die Abendsonne glänzte blutrot auf den Hängen des Gebirges. Eine schattenhafte Gestalt bewegte sich vorsichtig auf den Eingang einer Schlucht zu. Ihr schmaler, langgliedriger Körper war in eine Rüstung aus dunklem Leder gehüllt, die den flachen Bauch und die muskulösen Schenkel frei ließ. Ihre Brust hob und senkte sich rasch, während ihr längliches Gesicht mit den dunklen Augen sich von einer Seite zur anderen wandte, auf der Suche nach Gefahr. Kurz hielt sie inne und winkte Ghira an ihre Seite, den schwarzen Panther, der sie begleitete. Dann schlich sie hinter einen Felsvorsprung und lugte um die Ecke.

Die Schlucht lag wie ein finsterer Korridor zwischen hoch aufragenden Hängen, gesprenkelt mit verkrüppelten Birken. Schon von weitem erkannte Brianna, dass sich dunkle Gestalten im Schatten der Felsen herumtrieben. Die massigen Körper waren doppelt so hoch wie sie selbst und mindestens viermal so breit. Sie standen einfach da, abwartend wie ein groteskes Begrüßungskomitee, die schweren Keulen gesenkt.

Das muss jetzt nicht sein, dachte Brianna seufzend. Die halten mich nur auf.

Eine Schlägerei mit den Trollen würde sie wahrscheinlich überstehen, doch es konnte wertvolle Minuten kosten. Vorsichtig schlich sie näher, bis die Gestalten deutlicher wurden und ihre groben Gesichter aus dem Schatten auftauchten. Hässlich waren sie, wie riesige Kröten auf zwei Beinen, mit einfältig glitzernden Schweinsäuglein und meißelartigen Zähnen. Ghira, Briannas schwarzer Panther, wollte bereits vorpreschen und sich auf den ersten der Gesellen stürzen, doch sie hielt ihn zurück.

Nicht heute, Ghira! Wir haben etwas anderes vor.

Sie hob die Arme, stellte sich auf die Zehenspitzen und beschwor eine dunkle Wolke, die sich als träge kreisende Schwade herabsenkte und ihren Körper umhüllte. Der Tarnzauber machte sie und ihren Begleiter unsichtbar – allerdings nur für 30 Sekunden. Die Zeit lief. Sie musste sich beeilen.

Entschlossen huschte sie vorwärts, direkt auf die Trolle zu. Ihre mächtigen Gestalten kamen näher, wuchsen zu dunklen Kolossen. Brianna hielt sich nah an der rechten Seitenwand der Schlucht, umrundete den ersten der Trolle, schlüpfte zwischen zwei weiteren hindurch, näherte sich dem Anführer, der mit seiner Steinkeule ungeduldig auf den Boden klopfte. Doch er starrte an ihr vorbei, die glitzernden Augen stumpf und leer.

Ein andermal, versprach ihm Brianna in Gedanken. Du kriegst noch, was du verdienst. Aber im Moment habe ich keine Zeit.

Sie ließ die Gruppe hinter sich und erreichte den rückwärtigen Teil der Schlucht. Der Tarnzauber hielt immer noch an – keine Gefahr mehr. Die Trolle waren weit genug weg, und Brianna wusste, dass sie ihre Wachposten nicht verlassen würden.

Bei Fuß, Ghira!

Sie wartete, bis der Panther sie eingeholt hatte, und bog in ein enges Kerbtal ein, das sich zur Rechten öffnete. Dort lag der Eingang zur Mine, eine finstere Stollenöffnung, gestützt von modrigen Balken. Vorsichtig schlich Brianna näher, bis sie einige Meter tief hineinsehen konnte. Der Boden war mit Geröll übersät, durchsetzt von gebleichten Knochen, die von vergangenen Schlachten zeugten.

Er ist hier drin – ich weiß es. Ich muss nur warten, bis er wieder herauskommt.

Ein wütendes Grunzen in ihrem Rücken ließ sie erschrecken. Sie fuhr herum und sah mehrere gedrungene Gestalten auf sich zukommen, die im Schatten eines Felsüberhangs gelauert hatten. Sie waren deutlich kleiner als die Trolle und überragten Brianna kaum um eine Kopflänge.

Orks,/sp

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