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Nacht ohne Ende Roman von Brown, Sandra (eBook)

  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Nacht ohne Ende

Auf der Suche nach der entführten Tochter des Millionärs Dendy gerät die ehrgeizige Fernsehreporterin Tiel McCoy zufällig in einen Überfall an einer abgelegenen Raststätte in New Mexico. Sie traut ihren Augen kaum, als sich die beiden jugendlichen Gangster als die angeblich entführte, hochschwangere 18-jährige Sabra Dendy und ihr Freund Ronny Davidson entpuppen. Aus dem Überfall wird jedoch rasch eine von Panik getriebene Geiselnahme, als bei Sabra verfrüht die Wehen einsetzen. Ronny bedroht mit seiner Pistole alle Anwesenden: Tiel, ein älteres Ehepaar, zwei Mexikaner, einen Ranger sowie die Kassiererin. Der Ranger, ein besonnener Mann, scheint zum Glück medizinische Erfahrung zu haben, denn er stellt fest, dass der jungen Frau eine höchst komplizierte Geburt bevorsteht. Aber Sabra will auf keinen Fall ins Krankenhaus, denn sie befürchtet, dass ihr tyrannischer Vater ihr das Kind entreißt und Ronny ins Gefängnis stecken lässt. Bald schon wird auch das FBI in den Fall eingeschaltet, und trotz der Ausweglosigkeit der Situation gilt die Sympathie der Opfer ihren jungen Geiselnehmern. Tiel selbst ist hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, diese einzigartige Situation beruflich für sich zu nutzen, und ihrem Mitgefühl für die beiden Jugendlichen, die nichts dringender brauchen als eine Verbündete mit großem Herzen und kühlem Verstand. Als die Lage zusehends eskaliert, droht eine Kurzschlussreaktion des jungen Ronny, denn die beiden Mexikaner werden gefährlich nervös, der Zustand der jungen Mutter ist lebensbedrohlich, und der Ranger ist offensichtlich nicht das, was er zu sein vorgibt. Der Countdown läuft...

Sandra Brown arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman "Trügerischer Spiegel" auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher die Spitzenplätze der New-York-Times-Bestsellerliste erreicht! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman "Die Zeugin", der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte - ein Erfolg, den sie mit jedem neuen Roman noch einmal übertreffen konnte. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641100360
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Standoff
    Größe: 857kBytes
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Nacht ohne Ende

2

"Sie da!" Ronnie Davison wedelte mit seiner Pistole auf Tiel. "Kommen Sie hier rüber. Legen Sie sich auf den Boden!" Unfähig, sich zu rühren, glotzte sie ihn nur mit offenem Mund an. "Sofort!"

Sie ließ ihr Päckchen mit den Sonnenblumenkernen und den Sechserpack Cola fallen, hastete zu der Stelle, auf die er wies, und legte sich wie befohlen mit dem Gesicht nach unten auf den Fußboden. Nun, da sie sich von dem ersten lähmenden Schreck erholt hatte, musste Tiel sich auf die Zunge beißen, um ihn nicht zu fragen, warum er eine Entführung noch durch einen bewaffneten Überfall verschlimmerte.

Aber sie bezweifelte, dass der junge Mann in diesem Moment für Fragen empfänglich sein würde. Außerdem sollte sie vielleicht besser nicht enthüllen, dass sie Reporterin war und sowohl seine Identität als auch die seiner Komplizin kannte, bis sie wusste, was er mit ihr und den anderen Augenzeugen vorhatte.

"Kommen Sie hierher und legen Sie sich hin!", befahl er dem älteren Ehepaar. "Das gilt auch für Sie beide!" Er zeigte mit der Schusswaffe auf die Mexikaner. "Na los! Bewegen Sie sich!"

Die alten Leute gehorchten ohne Widerworte. Die beiden Mexikaner blieben, wo sie waren. "Wenn ihr nicht sofort hier rüber kommt, knall ich euch ab!", brüllte Ronnie.

Tiel hielt den Kopf gesenkt und richtete ihre Worte an den Fußboden, als sie sagte: "Die beiden sprechen kein Englisch."

"Mund halten!"

Ronnie Davison durchbrach die Sprachbarriere und machte sich verständlich, indem er mit seiner Pistole herumfuchtelte. Mit langsamen, zögernden Schritten kamen die beiden Männer näher und legten sich neben Tiel und das ältere Ehepaar auf den Boden.

"Verschränken Sie die Hände hinter dem Kopf!"

Tiel und die anderen taten wie befohlen.

Im Laufe der Jahre hatte Tiel über Dutzende von Raubüberfällen und dergleichen berichtet, bei denen nur zu oft unschuldige Umstehende, die zufällig Augenzeugen eines Verbrechens geworden waren, tot am Tatort gefunden wurden - bäuchlings auf dem Boden ausgestreckt, mit einem Schuss in den Hinterkopf hingerichtet, und das einzig und allein aus dem Grund, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen waren. Sollte ihr, Tiels, Leben auch auf diese Weise enden?

Seltsamerweise fühlte sie nicht so sehr Angst als vielmehr Wut. Sie hatte doch noch längst nicht alles getan, was sie in ihrem Leben tun wollte! Snowboardfahren sah nach einem echten Spaß aus, aber sie hatte bisher noch keine Zeit gehabt, es auszuprobieren. Berichtigung: Sie hatte sich nie die Zeit genommen , es auszuprobieren. Sie hatte auch noch nie eine Rundfahrt durch das Napa Valley gemacht. Sie wollte Paris wiedersehen, nicht als Schülerin einer High-School-Klasse unter strenger Aufsicht, sondern allein, um auf eigene Faust und ganz nach Lust und Laune die Boulevards entlangzuschlendern.

Es gab so viele Ziele, die sie noch erreichen musste. Wenn sie nur an all die Storys dachte, über die sie nicht mehr würde berichten können, wenn ihr Leben jetzt endete. Nine Live würde kampflos an Linda Harper fallen, und das war echt ungerecht.

Aber nicht alle ihre Träume waren karriereorientiert. Sie und einige ihrer Freundinnen, die ebenfalls Singles waren, witzelten manchmal über ihre biologische Uhr, aber insgeheim bereitete Tiel ihr unaufhörliches Ticken großen Kummer. Wenn sie heute Nacht starb, würde der Wunsch nach einem Kind nur einer von vielen Träumen sein, die unerfüllt blieben.

Und dann war da noch diese andere Sache. Die große Sache. Die gewaltige Schuld, die ihren Ehrgeiz anheizte. Sie hatte noch längst nicht genug getan, um das wieder gutzumachen. Sie hatte noch nicht für die harten Worte gebüßt, die sie im Zorn und völlig unbedacht dahergesagt hatte und die tragischerweise prophetisch gewesen waren. Sie musste am Leben bleiben, um Wiedergutmachung dafür zu leisten.

Sie hielt den Atem an, wartete

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