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Nachts in der Stadt von Kersh, Gerald (eBook)

  • Erschienen: 18.03.2016
  • Verlag: Pulp Master
eBook (ePUB)
9,99 €
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Nachts in der Stadt

Nachts im London der 40er Jahre: zwielichtige Clubs, Nutten, Trinker und verlorene Seelen. Unter ihnen Harry Fabian, ein aus dem Cockney Slum stammender mieser, kleiner Zuhälter, der die naive Zoe auf den Strich schickt und vom großen Geld träumt. Gemeinsam mit dem windigen Geschäftemacher Figler will Fabian Wrestling-Promoter werden. Das Animiermädchen Helen träumt vom eigenen Nachtclub, der arbeitslose künstler Adam will seine Pechsträhne als Kellner überbrücken. Sie alle begegnen sich irgendwann während einer endlosen Odyssey durch die Nacht.

Gerald Kersh wurde 1911 in Teddington-on-Thames, London, geboren und verstarb 1968 mittellos als amerikanischer Staatsbürger in Kingston, New York. Im Alter von 2 Jahren wurde er bereits für tot erklärt, lebte dann aber noch lange genug, um über 1000 Artikel, 400 Kurzgeschichten und 19 Romane schreiben zu können. Während des Zweiten Weltkrieges avancierte er zum Bestsellerautor und startete eine schillernde Karriere, doch Steuerschulden, Krankheiten und persönliche Problememachten ihm im Verlauf seines weiteren Lebens einen Strich durch die Rechnung

Produktinformationen

    Größe: 1903kBytes
    Reihe (Teil): Pulp Master Bd.13
    Herausgeber: Pulp Master
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 416
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783927734883
    Erschienen: 18.03.2016
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Nachts in der Stadt

Gerald Kersh

Nachts in der Stadt

GERALD KERSH:

MANN MIT VIELEN GESICHTERN

Ein Vorwort von Paul Duncan

Wir leben. Wir atmen ein paar kurze Jahre lang. Dann sterben wir. Wir werden geboren, um Nahrung für die Würmer zu sein. Das Leben scheint sinnlos, dennoch tun wir alles, was in unserer Macht steht, um uns an diese sterbliche Rolle zu klammern - wir wollen nicht zulassen, dass sie mit einem Achselzucken abgetan wird.

Im Laufe seines Lebens versuchten Mitmenschen immer wieder, Gerald Kersh den Lebenswillen zu rauben, aber er hielt daran fest und wehrte sich mit Humor gegen seine Feinde. Und wenn das nichts half, ignorierte er sie.

Auf jeden erfolgreichen Autor entfallen tausend andere, die darum kämpfen, gedruckt zu werden. Gerald Kersh war einer jener Worteschinder, die die Cafébars in Londons Soho frequentierten und auf geklautem Toilettenpapier schrieben, während der Bierkrug bis zum Morgen nicht ausgetrunken vor ihnen stand. Und als er es geschafft hatte, als er zu einem der höchstbezahlten Wortschmiede Englands avanciert war, verschworen sich schicksalhafte Umstände grausam gegen ihn und warfen ihn zurück in die Gosse.

Gerald Kersh ist Harlan Ellisons Lieblingsschriftsteller und hat begeisterte Leser wie Andrew Vachss, Michael Moorcock, Lawrence Block, Joe R. Landsdale, Bill Pronzini, James Sallis, David J. Schow und viele andere mehr. Dies hier ist ein Versuch zu erklären, warum.

Mein Interesse für Gerald Kersh wurde geweckt, als ich mich durch das Nachschlagewerk Twentieth Century Crime and Mystery Writers las, um Informationen über Hardboiled- und Noir-Autoren zu bekommen. Im Eintrag über Kersh wurde erwähnt, dass er als Kind gestorben sei und sich während des Beerdigungsgottesdienstes wie Lazarus aus dem Sarg erhoben habe. Auch sein Stil schien von besonderer Art zu sein. Er stellte sich mir als interessante Persönlichkeit dar, die es wert war, eingehender betrachtet zu werden. Mark McShanes Beitrag in demselben Werk besagte, dass er - McShane - zu schreiben angefangen habe, weil ihm Kershs Prelude To A Certain Midnight (in Vorbereitung bei Pulp Master) zu der Erkenntnis verholfen habe, dass Kriminalromane nicht zwingend von Pappmachéfiguren in Schwarzweiß handeln müssen, sondern dass die Charaktere von echten Gefühlen motiviert sein können.

Von Natur aus zynisch und auf Widerspruch aus, beschloss ich, Prelude To A Certain Midnight zu lesen. Die Handlung beginnt in der Bacchus Bar, die 25 Jahre lang einer der drei populärsten Treffpunkte Londons war und heutzutage nahezu verwaist ist. Kersh besitzt die Fähigkeit, Bedeutungslosigkeit, Nichtigkeit, moralischen Verfall und Reue auf eine Art und Weise zu evozieren, dass man sofort fasziniert ist. Man wird süchtig nach den Worten. Wie bei gewissen Süßigkeiten muss man nach dem Genuss des ersten Satzes weiterlesen, bis man das Buch durch hat und keine Worte mehr übrig sind. Ich brauchte mehr davon, also machte ich mich auf die Suche nach den anderen Büchern Kershs.

Im Verlaufe der nächsten sechs Jahre stellte ich fest, dass Kersh wesentlich komplexer war, als ich zuerst angenommen hatte. Er war nicht nur der Autor von London-Romanen, die entweder direkt oder indirekt von Kriminellen handeln, sondern schrieb auch über Familienfehden, Soldaten im Krieg und machte sich sogar an altmodische Unterhaltungsliteratur.

Seine Kurzgeschichten, für die er verdienterweise berühmt wurde, umfassten jedes Thema und jedes Genre, obwohl er das Phantastische und die Horrorstory zu bevorzugen schien. Man hat den Eindruck, dass Gerald Kersh sich nach Belieben in das Bewusstsein eines jeden versetzen konnte. Er war ein Mann mit vielen Gesichtern.

Fam

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