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netwars 2 - Totzeit 4: Aufgeflogen Thriller von Coleman, M. Sean (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.01.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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netwars 2 - Totzeit 4: Aufgeflogen

Teil 4 von 6. -- Nachdem sie von Shylock beinahe vergiftet worden wäre, liegt Rebecca im Krankenhaus. Mitchell hält an ihrem Bett Wache und begibt sich auf der Suche nach Shylock tief in das Dark Web. Jetzt ist es ihm ein persönliches Anliegen, den Mann zu finden. -- Ein weiteres Mitglied der Water Boys wurde ermordet. Das Team bei der NCCU erfährt in dem Augenblick davon, in dem Agent Stacys Ersatz vom FBI eintrifft. Agent Egan ist ein Experte für Malware und Viren, aber ist er auch der Mann, den das Team jetzt braucht, um sich einen Vorteil verschaffen zu können? -- Mitchell enthüllt Shylocks Identität, aber kann die NCCU den Mann dadurch wirklich finden, bevor er auch noch die letzten Water Boys ausgeschaltet hat? -- netwars: Totzeit ist Teil eines Transmedia-Projekts mit der Doku-Webseite 'www.netwars-project.com' zum Thema Internet-Sicherheit, einer Fernsehdokumentation für Arte und ZDF über Hacker-Angriffe und der interaktiven Graphic Novel App 'netwars: The Butterfly Attack'. Für Leser von Dave Eggers, DER CIRCLE, Marc Elsberg, BLACKOUT und ZERO, Daniel Suarez, DARKNET, für Fans von Filmen wie DER STAATSFEIND NR. 1 und alle, die Spionage und High-tech Thriller lieben. -- Über den Autor: M. Sean Coleman begann als Scriptwriter für Douglas Adams' Hitchhikers Guide to the Galaxy Online. Für seine Beiträge für MSN, O2, Sony Pictures, Fox, die BBC und Channel 4 wurde er mehrmals mit Preisen ausgezeichnet. Er lebt in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 80
    Erscheinungsdatum: 22.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732503797
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1623 kBytes
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netwars 2 - Totzeit 4: Aufgeflogen

15.

Mitchell hatte das Krankenhaus verlassen, kurz nachdem Rebecca von der Intensivstation verlegt worden war. Vorher hatte er sich jedoch noch vergewissert, dass ihr Zimmer nicht ans Netzwerk angeschlossen war und dass der Polizist, den man zu ihrem Schutz abgestellt hatte, um die Gefahr wusste, in der sie schwebte, und sie deshalb keinen Augenblick unbewacht ließ. Schließlich war Mitchell noch kurz in ihr Zimmer gegangen, und sie hatte ihm versichert, dass es ihr gut ging. Er war selbst überrascht, wie sehr ihm ihr Wohlergehen am Herzen lag und dass er das Gefühl hatte, sie beschützen zu müssen. Vielleicht lag es daran, dass sie wegen ihm und seinem Kampf gegen Black Flag schon so viel durchgemacht hatte - oder er mochte sie einfach. Letzteres wäre für ihn etwas Neues.

Während der Zeit, in der Rebecca auf der Aufwachstation gelegen hatte, war Mitchell bei seiner Suche nach Shylocks Identität gut vorangekommen. Jetzt wollte er in seine Wohnung zurück und sich als Phoenix daranmachen, den Spuren zu folgen. Shylock hatte einige schwere Fehler begangen, zumindest nach Phoenix' Auffassung. Er hatte dem Feind beispielsweise sein Gesicht gezeigt. Gut, er war als Agent Stacy aufgetreten, hatte jedoch keine derart umfassende Verkleidung gehabt. Als Glatzkopf getarnt hatte er mit einem kurzen, flüchtigen Blickkontakt auf den Straßen von New York davonkommen können, aber die Art von Infiltration, die Shylock bei der NCCU durchgezogen hatte, war nur mit einer minimalen Verkleidung möglich gewesen. Eine Latexmaske oder auch nur Make-up wären bei einem relativ langen Aufenthalt zu auffällig gewesen. Die Haar- und Augenfarbe, sogar die Statur ließen sich relativ einfach verändern, aber er hatte weitaus mehr von seinem Gesicht gezeigt, als ihm vermutlich klar gewesen war.

Phoenix hatte sich bei seinen Verkleidungen immer auf kleine, unauffällige Details verlassen, die den Blick von auffälligeren Dingen ablenken sollten. Wollte man mit einer Verkleidung verschmelzen, mussten die Leute das sehen, was sie sehen sollten. Normale braune Augen konnten mithilfe von Kontaktlinsen stahlblau werden, aber man konnte solche körperlichen Eigenschaften auch auf ganz andere Weise verbergen. Mit einer Baseballkappe und einem Skateboard wirkte man auf Anhieb sehr viel jünger, während ein Anzug und ein Aktenkoffer einen älter erscheinen ließen. Dasselbe galt für Kopfhörer oder Ohrstöpsel, lässige Turnschuhe oder rahmengenähte Budapester. All das half einem dabei, eine Persönlichkeit zu erschaffen, die die Leute leicht beschreiben konnten, wenn sie später danach gefragt wurden, hatte aber keine wirkliche Beziehung zu dem Menschen, der tatsächlich vor ihnen gestanden hatte. Sich vor aller Augen zu verbergen, war ein wahres Talent, und Phoenix war widerstrebend beeindruckt, dass Shylock so dreist gewesen war, sich bis ins Gebäude der NCCU vorzuwagen.

Nun konzentrierte Phoenix sich auf die noch fehlenden Details, als er herauszufinden versuchte, wie Shylock tatsächlich aussah. An seinem Schreibtisch in seinem geheimen Zimmer glaubte er, bereits ein besseres Bild erkennen zu können. Er schloss die Augen und konzentrierte sich auf die Details, rief sich nach und nach jedes Merkmal ins Gedächtnis, analysierte es und suchte nach den Hinweisen, die er brauchte. Stacys Haare waren immer glatt gekämmt und gegelt gewesen - eine ein wenig altmodische, an Clark Kent erinnernde Frisur. Auf diese Weise hatte er wie ein lupenreiner Amerikaner ausgesehen, aber Phoenix war davon überzeugt, dass Shylock keine Perücke getragen hatte. Er dachte sich die Haarpflegeprodukte und den dunklen Schimmer weg, den sie dem Haar verliehen, öffnete die Augen und tippte auf seiner Tastatur. Mithilfe einer fortschrittlichen Identifizierungssoftware versuchte er zu visualisieren, wie Shylock tatsächlich aussah. Bisher hatte er drei nackte Gesichter mit drei unterschiedlichen Variationen von leicht gewellten Haaren.

Danach ging er zu den

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