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Neuschnee Thriller von Foley, Lucy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2019
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Neuschnee

War es ein Unfall? Oder doch nur ein Mord unter Freunden? Winter in den schottischen Highlands: Neun Freunde verbringen den Jahreswechsel in einer abgelegenen Berghütte. Sie feiern ausgelassen, erkunden die eindrucksvolle Landschaft und gehen auf die Jagd - doch was als ein unbeschwerter Ausflug beginnt, wird bitterer Ernst, als heftiger Schneefall das Anwesen von der Außenwelt abschneidet. Nicht nur das Gerücht von einem umherstreifenden Serienmörder lässt die Stimmung immer beklemmender werden, auch innerhalb der Gruppe suchen sich lang begrabene Geheimnisse ihren gefährlichen Weg ans Licht. Dann wird einer der Freunde tot draußen im Schnee gefunden. Und die Situation in der Hütte eskaliert ... Der internationale Bestseller - nun endlich auch in Deutschland! Lucy Foley hat in der Verlagsbranche gearbeitet, bevor sie ihren großen Traum wahr machte und sich ganz dem Schreiben widmete. Wenn sie nicht gerade mörderisch spannende Thriller entwickelt, malt und reist sie leidenschaftlich gern. Die Idee für den Mega-Bestseller des Winters entstand, nachdem sie einen wildromantischen und besonders abgelegenen Ort in den schottischen Highlands besucht hatte, der sie einfach nicht mehr losließ. Lucy Foley lebt in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 01.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641253943
    Verlag: Penguin Verlag
    Serie: Penguin Taschenbuch 10492
    Originaltitel: The Hunting Party
    Größe: 2270 kBytes
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Neuschnee

Drei Tage zuvor

30. Dezember

EMMA

Silvester. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten sind alle wieder vereint: Mark und ich, Miranda und Julien, Nick und Bo, Samira und Giles mit ihrem sechs Monate alten Baby Priya. Und Katie.

Vier Tage in der winterlichen Wildnis der Highlands. Das Landgut heißt Loch Corrin, nach dem gleichnamigen See, und es ist äußerst exklusiv. Pro Jahr sind nur vier Besuchergruppen zugelassen, die übrige Zeit dient es als Privatresidenz. Wie man sich vorstellen kann, ist diese Zeit des Jahres die gefragteste. Ich musste schon Anfang Januar buchen, kaum dass es zur Reservierung freigegeben war. Die Frau, mit der ich telefonierte, versicherte mir, dass wir das gesamte Anwesen für uns haben würden, da unsere Gruppe den Großteil der Unterkünfte belegte.

Ich ziehe den Prospekt noch einmal aus meiner Tasche. Dicker, hochwertiger Karton, aufwendig gemacht. Er zeigt den von dunklen Nadelbäumen gesäumten See und dahinter die heideroten Hügelkuppen, die momentan allerdings von Schnee bedeckt sein dürften. Den Fotos nach zu urteilen, handelt es sich bei der Lodge selbst - der "Neuen Lodge", wie der Jagdsitz im Prospekt genannt wird - um eine große, hypermoderne Glaskonstruktion, entworfen von einem namhaften Architekten, der erst vor Kurzem den Sommerpavillon der Londoner Serpentine Gallery gestaltet hat. Das Konzept besteht darin, dass das Gebäude scheinbar nahtlos mit dem stillen Wasser des Sees verschmilzt, indem es die weite Landschaft und die harsche Silhouette des mächtigen Munro-Gipfels widerspiegelt, der sich dahinter erhebt.

In der Nähe der Neuen Lodge befindet sich ein Grüppchen kleiner Behausungen, die aussehen, als würden sie sich zum Schutz vor der Kälte zusammenkauern. Das sind unsere Hütten. Jedes Paar hat eine eigene, aber zu den Mahlzeiten werden wir uns in der Lodge treffen, dem größten Gebäude in der Mitte. Bis auf das Highland-Dinner am ersten Abend - "eine erlesene Auswahl regionaler und saisonaler Produkte" - werden wir selbst kochen. Die Angestellten haben auf meinen Wunsch hin die Lebensmittel besorgt. Ich habe ihnen vorab eine ausführliche Liste der Zutaten zukommen lassen - frische Trüffel, Foie gras, Austern. Ich plane zu Silvester ein richtig opulentes Festmahl, auf das ich mich schon ungemein freue. Ich liebe Kochen. Freundschaft geht schließlich durch den Magen, nicht wahr?

Dieser Teil der Bahnstrecke ist besonders spektakulär. Auf der einen Seite fährt man am Meer entlang, und das Festland fällt immer wieder so steil ab, dass man das Gefühl hat, eine Unachtsamkeit würde genügen, um uns in den Abgrund rasen zu lassen. Das Wasser ist schiefergrau, aufgepeitscht. Auf einer Weide oberhalb der Klippen drängen sich die Schafe dicht aneinander, als wollten sie sich gegenseitig wärmen. Man kann den Wind hören - wieder und wieder wirft er sich gegen die Fenster, und der Zug erbebt unter seiner Wucht.

Die anderen scheinen eingeschlafen zu sein, selbst die kleine Priya. Giles schnarcht sogar.

Schaut doch!, will ich sagen, schaut doch mal, wie schön es ist!

Ich habe diesen Aufenthalt geplant, daher fühle ich mich für alles zuständig und mache mir ständig Gedanken, dass es den Leuten nicht gefallen und alles schieflaufen könnte. Zugleich empfinde ich einen gewissen Stolz, auf jeden noch so kleinen Erfolg. Wie jetzt angesichts der wilden Schönheit, die sich uns darbietet.

Es wundert mich nicht, dass sie schlafen. Wir sind heute furchtbar früh aufgestanden, um ja den Zug nicht zu verpassen. Miranda sah zu dieser Uhrzeit ganz besonders übellaunig drein. Und natürlich haben sie sich bereits über den Alkohol hergemacht. Auf der Höhe von Doncaster haben Mark, Giles und Julien angefangen, den Getränkekoffer zu plündern, obwohl es gerade mal elf Uhr war. Schon bald waren sie angeheitert und laut, sehr zum Missfallen der Leute in den benachbarten Sitzreihen. Irgendwie schei

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