text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

NOTH GOTTES Seligenstädter Krimi von Schönig, Rita Renate (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

NOTH GOTTES

Eigentlich wollten sie nur die Grabschänder erwischen, die auf dem Friedhof ihr Unwesen treiben. Stattdessen entdecken sie in der Friedhofskapelle - der NOTH GOTTES - die Leiche einer jungen Frau. Für Helene und Herbert erneut eine Chance ihr kriminalistisches Gespür auf die Probe zu stellen. Bei ihren Recherchen enthüllen sie einen längst vergessenen Fall von Fahrerflucht mit tödlichem Ausgang. Kriminalhauptkommissarin Nicole Wegener ist nicht begeistert, dass ihr die Hobbykriminalisten wiederum dazwischenfunken. Allerdings helfen ihr und ihrem Team die Insiderinformationen bei ihren eigenen Ermittlungen weiter. Wieder einmal! Rita Schönig Geboren 1955 in Seligenstadt, verheiratet erlernter Beruf: Industriekauffrau von 1998 bis 2015 selbstständig im Einzelhandel Seit Juni 2015 eigene Praxis für therapeutische Behandlungen erster Roman erschienen 2008 - Titel: Regenbogen am Horizont erster Seligenstädter Krimi erschienen 2016 - Titel: Düsteres Erbe

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 331
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742771926
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 986 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

NOTH GOTTES

Freitag 28. August 2015 - 08.20 Uhr

Etwas kitzelte Helene an der Nase. Bei dem Versuch dieses Etwas zu verscheuchen, verfing sich ihre Hand in einem Büschel Haare und wurde mit sanfter Gewalt festgehalten. "Helenchen! Aufwachen! Kaffee ist fertig."

"Wie spät ist es?", fragte sie mit einem langen Gähnen.

"Fast halb neun", kam die Antwort, gefolgt von einem Kuss auf ihre Wange. Herbert zeigte zu den geschlossenen Fensterrollos, durch dessen Ritzen sich die Helligkeit drängte.

"Verdammischt." Helene schnellte von der Couch hoch. "Ich muss wohl eingenickt sein."

"Nein. Du hast tief und fest geschlafen, mein Schatz."

"Was ist mit den Fotos?"

"Danke der Nachfrage. Ich hab' auch gut geschlafe, allerdings allein in meinem Schlafzimmer.""Entschuldigung."

"Die Bilder hatte ich ziemlich schnell hochgelade."

"Ach? Und weshalb hast du mir die nicht sofort gezeigt?"

"Du hast so wunderschön gemummelt, mein Schatz. Frühstück?"

Helene nickte. "Ich geh' kurz ins Bad."

Das Badezimmer lag im ersten Stock und war noch bis vor einem Jahr eine nutzbare Nasszelle, die sich zwischenzeitlich in eine kleine Wohlfühloase verwandelt hatte.

Wo bis vor kurzem noch spinatgrüne Kacheln die Wände bedeckten, verzierten nun mattweiße Fliesen, von der Decke bis zum aus schwarzen Marmorplatten bestehenden Fußboden, den Raum. Ein rotes Zahnputzglas für Helene stand neben Herberts grauem Rauchglasbecher auf der Ablagefläche, darüber ein breiter Spiegel über zwei Waschbecken.

Beim Umbau seines Badezimmers hatte Herbert darauf bestanden, dass Helene ihren Senf dazugab, wie er sich ausdrückte. Dem friedlich blickenden Buddha, zwischen bodentiefer Dusche und Eckbadewanne, schien die Neugestaltung offenbar zu gefallen.

Er spielt noch immer mit dem Gedanken, dass ich früher oder später hier einziehe.

Ein paarmal hatten sie und Herbert bereits über dieses Thema geredet. Eine Entscheidung war jedoch noch nicht gefallen. Nicht, dass Helene generell ein Problem damit hätte bei Herbert einzuziehen. Das Haus war größer, der Garten harmonisch, von Herbert im fernöstlichen, asiatischen Stil hergerichtet und die Sonne schien von morgens bis in die Abendstunden auf die gemütliche Terrasse. Helene hatte sich vom ersten Moment an wohl gefühlt. Nur konnte sie sich einfach nicht überwinden das Häuschen, in dem sie viele Jahrzehnte ihres Lebens mit ihrem Friedel verbracht hatte, an wildfremde Leute zu verkaufen oder auch nur zu vermieten.

Nachdem sie ihre Zähne geputzt und eine Katzenwäsche hinter sich gebracht hatte, ging sie nach unten. Beim Duft von Eiern und Schicken grummelte ihr Magen.

"Ah, da bist du ja."

Herbert eilte zum Tisch und goss Kaffee in Porzellantassen mit Blümchenmuster.

"Wir brauchen dringend neues Kaffeegeschirr. Ich kann den alten Plunder einfach net mehr sehe."

Helene ging nicht auf seine Bemerkung ein. Stattdessen griff sie nach den Ausdrucken der Aufnahmen, die auf dem Küchenschrank lagen.

"Die arme Frau. Wie ist sie wohl zu Tode gekommen? Man kann keine äußeren Verletzungen erkennen."

"Vielleicht war's einfach nur en Herzinfarkt. Soll auch bei junge Leut' vorkomme."

"Schon", stimmte Helene zu. "Ich frage mich aber, was die Frau nachts in der Kapelle auf dem Friedhof zu tun hatte, oder wie sie dahingekommen ist?"

Nachdenklich sah sie einen Fotoausdruck nach dem anderen durch.

"Wer ist das?"

Sie hielt Herbert eine verschwommene Aufnahme unter die Nase.

"Das, mein Schatz, ist deine Aufnahme, bei der ich beinah blind geworde wär."

"Schade, dass man kaum etwas erkennen kann."

"Dein Mitgefühl hält sich in Grenze, stell' ich fest", erwiderte Herbert mit einem Seufzer.

"Ich werde die Fotos später noch bearbeite. Vielleicht krieg ich des noch schärfer."

"Das würde bestimmt helfen", entgegnete Helene sinnierend. "Das Kleid der j

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen