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Operation Amazonas Roman von Rollins, James (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2013
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Operation Amazonas

Jetzt für kurze Zeit zum Kennenlernpreis! - eine befristete Preisaktion des Verlages Eine tödliche Expedition in die grüne Hölle ... Aus dem Dschungel stolpert ein Mann in ein Amazonas-Dorf - sein Körper ist von Wunden übersät, aus seinen Augen spricht blanker Horror und innerhalb weniger Stunden ist er tot. Der Mann wird zweifelsfrei als CIA-Agent Gerald Clark identifiziert, Mitglied einer vor Jahren verschollenen Expedition. Doch im CIA-Hauptquartier entdeckt man ein verstörendes Detail: Der Agent war einarmig - die Leiche auf dem Foto hat jedoch zwei Arme. Was ist mit dem Mann passiert? Ein Team aus Wissenschaftlern und Elitekämpfern soll es herausfinden. Sie ahnen nicht, was sie im brasilianischen Dschungel erwartet ... Neueste Technologiekenntnisse und fundierte wissenschaftliche Fakten, genial verknüpft mit historischen und mythologischen Themen - all das macht die Abenteuerthriller von James Rollins zum einzigartigen Leseerlebnis. Der passionierte Höhlentaucher James Rollins betreibt eine Praxis für Veterinärmedizin in Sacramento, Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 15.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641096205
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Blanvalet Taschenbuch 37821
    Originaltitel: Amazonia
    Größe: 2705 kBytes
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Operation Amazonas

PROLOG

25. Juli, 6.24 Uhr
In einem Missionsdorf
Amazonasgebiet, Brasilien

PADRE GARCIA LUIZ Batista mühte sich gerade mit seiner Hacke ab, um den Missionsgarten vom Unkraut zu befreien, als der Fremde aus dem Dschungel hervorgetaumelt kam. Der Mann war lediglich mit einer zerrissenen schwarzen Jeans bekleidet. Barbrüstig und unbeschuht fiel er inmitten der sprießenden Kassavesträucher auf die Knie nieder. Seine zu einem tiefen Mokkaton verbrannte Haut war mit blauen und scharlachroten Tätowierungen bedeckt.

Padre Batista, der den Burschen irrtümlich für einen Yanomami-Indianer hielt, schob den breitkrempigen Strohhut zurück und begrüßte den Mann in der Sprache der Indianer. "Eou, shori", sagte er. "Willkommen, Freund, in der Mission Wauwai."

Als der Fremde das Gesicht hob, bemerkte Garcia seinen Irrtum. Die Augen des Mannes waren tiefblau, eine Farbe, die bei den Eingeborenenstämmen nicht vorkam. Außerdem hatte er einen dunklen Stoppelbart.

Offenbar hatte er keinen Indianer, sondern einen Weißen vor sich.

"Bem-vindo", sagte er auf Portugiesisch, in der Annahme, dies sei einer der allgegenwärtigen Bauern aus einer der Küstenstädte, die in den Regenwald hinauszogen, sich dort einen Claim absteckten und ihr Glück zu machen suchten. "Sei willkommen, mein Freund."

Der arme Kerl hatte offenbar eine ganze Weile im Dschungel verbracht. Die Haut spannte sich über den Knochen, jede einzelne Rippe trat hervor. Das schwarze Haar war verfilzt, am ganzen Leib hatte er Schrammen und nässende Wunden. Fliegenschwärme umschwirrten ihn und nährten sich von den Wunden.

Als der Fremde zu sprechen versuchte, rissen seine ausgetrockneten Lippen, und Blut tropfte ihm aufs Kinn. Er kroch auf Garcia zu und reckte flehentlich den Arm. Aus seinem Mund kamen jedoch nur tierhafte, unverständliche Laute.

Garcia wäre beinahe vor ihm zurückgeschreckt, doch das ließ seine Berufung nicht zu. Der barmherzige Samariter verweigerte sich nicht dem verirrten Wanderer. Er bückte sich und half dem Mann auf die Beine. Der Fremde war völlig ausgehungert, sein Gewicht kaum zu spüren. Durch sein Hemd hindurch spürte der Padre die Fieberhitze, die von ihm ausging.

"Komm, lass uns in den Schatten gehen." Garcia geleitete den Mann zur Missionskirche, deren weiß getünchter Kirchturm in den blauen Himmel ragte. Hinter dem Gebäude waren auf dem gerodeten Dschungelgelände palmgedeckte Hütten und einige aus Holz erbaute Gebäude verteilt.

Die Mission Wauwai war erst vor fünf Jahren gegründet worden, doch mittlerweile zählte das Dorf fast achtzig Bewohner, die verschiedenen Eingeborenenstämmen angehörten. Einige der Behausungen standen auf Stelzen, was typisch war für die Apalai-Indianer, während in den Hütten, die allein aus Palmwedeln errichtet waren, Wauwai und Tiriós wohnten. Die meisten Bewohner der Mission aber waren Yanomami, zu erkennen an dem großen, gemeinschaftlich genutzten Rundhaus.

Garcia winkte mit dem freien Arm einen der Yanomami-Indianer vom Garten heran, einen Burschen namens Henaowe. Der kleine Indianer, der Gehilfe des Padres, trug Shorts und ein geknöpftes langärmliges Hemd. Er kam herbeigeeilt.

"Hilf mir, den Mann ins Haus zu bringen."

Henaowe nickte eifrig. Mit dem fiebernden Fremden in der Mitte traten sie durchs Gartentor, gingen um die Kirche herum und näherten sich dem mit Schindeln verkleideten Ge bäude, das aus der Südfassade der Kirche vorsprang. Das Haus des Missionars war als einziges mit einem Gasgenerator ausgestattet. Der Generator lieferte Strom für die Kirchenbeleuchtung, einen Kühlschrank und die einzige Klimaanlage des Dorfes. Bisweilen fragte sich Garcia, ob er den Erfolg seiner Mission nicht eher dem Wunder der kühlen Kirche zu verdanken hatte als dem aufrichtigen Glauben an die Erlösung durch Jesus Christus.

Am Haus angelangt, beugt

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