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Ostseefeuer Pia Korittkis zehnter Fall von Almstädt, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Ostseefeuer

'Nicht alle beten, die in die Kirche gehen.' Deutsches Sprichwort

Der Pastor eines Ostseedorfes wird tot in der Sakristei aufgefunden - ermordet. Kommissarin Pia Korittki und ihr Team vom K1 in Lübeck übernehmen die Ermittlungen. Doch der Fall gestaltet sich schwierig, denn der Pastor scheint keine Feinde gehabt zu haben. Erst als ein zweiter Mord geschieht, beginnen die Fassaden zu bröckeln. Pia, die privat um das Sorgerecht für ihren Sohn Felix fürchten muss, kämpft plötzlich an allen Fronten. Denn im Dorf beginnt ein alter Aberglaube wieder aufzuleben: Es heißt, der Tod holt immer drei ...

Ein neuer Fall für Kommissarin Pia Korittki - Der zehnte Band der erfolgreichen Krimi-Reihe von Bestsellerautorin Eva Almstädt!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 381
    Erscheinungsdatum: 12.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732506460
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1400 kBytes
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Ostseefeuer

1. Kapitel

Im Pfarrhaus hatte niemand bemerkt, dass sie gegangen war. Katharina Stöver fuhr an dem Wall mit den Heckenrosen entlang, der zu den vier Strandhäusern führte. Der Dünengürtel zeichnete sich als helleres Band gegen den Nachthimmel ab. Jenseits der Dünen erstreckte sich die Ostsee. Hinter sich wusste Katharina die vertrauten Wiesen und Felder, ihr Dorf und noch mehr Wiesen und Felder, bis Schleswig-Holstein im Westen wieder in der Nordsee versank.

Sie bog auf den Parkplatz ein. Wie erwartet stand nur der Mietwagen dort, mit dem Adrian hier angekommen war. Die anderen Strandhütten waren um diese Jahreszeit sicherlich unbewohnt. Katharina Stöver stieg aus. Sie musste einen Aufschrei unterdrücken, als das Licht des Dahmeshöveder Leuchtturms über sie hinwegstreifte.

Was tat sie hier? War das nicht vollkommen verrückt? Doch Matthias würde bis spät in die Nacht in seinem Arbeitszimmer sitzen, ihre Zwillinge pubertierten vor sich hin, und ihr erwachsener Sohn Gregor war mit seinen Gedanken sowieso überall, nur nicht in seinem Elternhaus. Wen interessierte es noch, ob sie mit Migräne im Bett lag, wenn kein Essen zu kochen und aufzutischen, keine Wäsche zu bügeln, kein Fahrdienst zu leisten war?

Sie zog den Reißverschluss ihrer Jacke zu und schlug den Weg zu den Strandhäusern ein. Katharina hatte nicht erwartet, dass es so dunkel sein würde. Umso intensiver roch sie das Meer, verrottende Algen und das Dünengras, das im Wind raschelte.

Links tauchte nun der Umriss der ersten Strandhütte auf. Rechts, weit hinten in den Dünen, sah sie den Lichtschein eines Feuers. Das kam ihr seltsam vor. Waren das Jugendliche, die an der Ostsee zusammen trinken und grillen wollten? Oder ein Obdachloser, der sich aufwärmte? Nein, der würde nicht den weiten Weg hier herauskommen, es sei denn, er hatte vor, in einem der Sommerhäuser Unterschlupf zu finden. Also hatte Adrian sich ein Feuerchen gemacht? In den Dünen ein Feuer zu entzünden war verboten. Wie typisch für Adrian, sich nicht daran zu halten.

Da war er ja schon. Ihr Herz klopfte schneller. Katharina wollte ihm zuwinken, doch ihr Arm sank wieder herab. War er das wirklich? Die Bewegungen des Menschen am Feuer hatten etwas ... Verstohlenes. Als schaute er sich nervös über die Schulter. Hatte er sie gesehen? Und wenn es jemand anders war, wo war dann Adrian?

Die Strandhütten oberhalb des Weges sahen allesamt dunkel und verlassen aus. Auch der Pfad zum Strand hinunter war menschenleer gewesen. Sie war allein - und das da vorn war nicht Adrian. Der Fremde verharrte, als hätte er sie bemerkt. Einen Moment stand er reglos vor dem zuckenden Lichtschein. Sie hielt die Luft an. Erst sah es so aus, als käme er auf sie zu, doch dann ging er zielstrebig in Richtung Leuchtturm davon. Katharina hörte jenseits der Strandhäuser einen Motor aufheulen. Ein tiefes, unregelmäßiges Blubbern, das schwächer wurde und sich in der Ferne verlor.

Sie löste sich aus ihrer Erstarrung, um nach dem Feuer zu sehen. Als sie näher kam, stutzte sie. Es roch angebrannt und auch nach Grillfleisch. Katharina schluckte, weil sie noch nichts zum Abendbrot gegessen hatte. Also waren es doch Jugendliche gewesen? Und da lag etwas vor dem Feuer. War das ein Mensch?

Katharina lief hin und beugte sich zu dem reglosen Mann hinunter. Er trug einen Ledermantel, eine Wollmütze, Stiefel. Es war Adrian. Und er rührte sich nicht. Sein Gesicht schien im Licht der Flammen zu glühen. Er hatte die Augen geschlossen, doch die Lider zuckten. Sie sprach ihn an, fasste ihn an der Schulter, rüttelte ihn, aber er reagierte nicht. Sein Körper war warm, schwer und reglos. Wenn er so nah am Feuer liegen blieb, würde er Verbrennungen oder zumindest einen Kreislaufzusammenbruch erleiden. Sie packte ihn an Oberarm und Hüfte und rollte ihn ein Stück von den Flammen weg. Als sie weit genug vom Feuer entfernt waren, sank Katharina auf die Knie und rüttelte ihn.

"Wach auf, Adri

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