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Ostseegruft Pia Korittkis fünfzehnter Fall von Almstädt, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.04.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Ostseegruft

'Zum Begräbnis der Wahrheit gehören viele Schaufeln' Sprichwort Kommissarin Pia Korittki steht am Grab einer Freundin, als ein Unbekannter die Trauerfeier stört und behauptet, dass der Tod kein Unfall gewesen sei. Doch als Pia nachhaken will, ist der Mann verschwunden. Pia beginnt zu recherchieren - und findet heraus, dass sich die Freundin von jemandem verfolgt gefühlt hat. Und dann erfährt sie, dass auch auf die Ex-Frau des Witwers ein Mordanschlag verübt wurde ... Der fünfzehnte Fall der erfolgreichen Ostseekrimi-Reihe von Bestsellerautorin Eva Almstädt. Eva Almstädt absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Ihr erster Roman KALTER GRUND wurde zum Auftakt der erfolgreichen Serie um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki. Die Autorin lebt in Hamburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 30.04.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732585991
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2029 kBytes
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Ostseegruft

1. Kapitel

Das Loch unter den Büschen in seinem Garten war wieder da. Der Sand, den er am Vorabend im Dunkeln hineingeschüttet hatte, war spurlos darin verschwunden. Wie konnte das sein? Jörg Thomsen blickte über seine Schulter zum Nachbargrundstück. Seit Karl-Heinz nicht mehr arbeitete, verfolgte der Nachbar ihn und die anderen Bewohner der Privatstraße mit seiner Neugierde. Er musste den seltsamen Hohlraum unter seinem Garten unauffällig zuschütten, bevor jemand etwas davon mitbekam. Die vom Amt womöglich ...

Doch womit? Der Erdaushub neben den Rosen sah schon komisch genug aus. Wie eines dieser eingesunkenen Gräber, die man manchmal auf Friedhöfen sah. Doch wenn er im Baumarkt eine Ladung feinen Kies bestellte, würde Karl-Heinz ihn fragen, was er damit vorhatte.

Jörgs Mobiltelefon klingelte. Er holte es hervor und zog die Augenbrauen zusammen. "Hi, Mam. Was gibt's?"

"Jörg? Wo bist du gerade? Im Büro?" Ihre Stimme klang seltsam brüchig.

"Nein, ich bin zu Hause. Ich arbeite im Homeoffice." Wie oft hatte er seiner Mutter das schon erklärt?

"Du bist also nicht im Büro." Sie atmete schwer und räusperte sich dann. "Das ist sicher gut."

"Was ist denn los, Mam? Alles in Ordnung bei dir?" Sie klang anders als sonst. Ihn beschlich ein ungutes Gefühl.

"Nein. Nichts ist in Ordnung", stieß sie hervor. "Es geht um Kirsten." Ihre Stimme zitterte.

Jörgs Magen zog sich weiter zusammen. "Was ist denn mit ihr?" Normalerweise war er das Sorgenkind und schwarze Schaf der Familie, nicht seine Schwester.

"Kirsten hatte einen Unfall. Sie ist ... Ich weiß nicht, wie ich es dir schonend sagen soll. Kirsten ist tot, Jörg!" Seine Mutter schluchzte nun heftig.

"Nein! Das kann doch nicht sein. Mam! Wer behauptet das?" Kirsten war ein paar Jahre jünger als er und topfit. Jedenfalls war das der Status quo gewesen, als er sie das letzte Mal gesehen hatte. Seine jüngere Schwester war ihm weitaus gesünder vorgekommen, als er sich mit seinen 39 Jahren, dem Raucherhusten und den gut fünfzehn Kilo Übergewicht fühlte.

"Die Polizei. Es waren eben zwei Leute von denen bei mir." Nun weinte seine Mutter am Telefon.

"Aber das kann doch nicht wahr sein! Die müssen sich irren", rief er.

"Ich glaube nicht, dass die sich irren, Jörg."

"Was sagen die denn, was mit Kirsten passiert ist?"

"Ich weiß nur, dass es ein Unfall war, Jörg. Beim Joggen. Stephan fährt mich jetzt zu Harro. Ich wollte dir Bescheid sagen, was los ist, bevor du es von jemand anders erfährst. Ich melde mich später wieder bei dir."

"Kann ich dir irgendwie ..."

Klick. Sie hatte das Gespräch beendet. Er konnte seiner Mutter anscheinend nicht helfen. Sie traute es ihm nicht zu. Sie vertraute auf Stephan, der sich stets um alles kümmerte. Ihr Fels in der Brandung. Und sie hatte Kirsten vertraut.

Jörg starrte wieder auf das Loch vor seinen Füßen. Es hatte sich in der Zwischenzeit nicht in Luft aufgelöst. Nein, die Erde rutschte sogar weiter nach, wenn er zu dicht danebenstand.

Kirsten war tot? Die Nachricht sickerte langsam und unerbittlich in sein Bewusstsein. Richtig begreifen konnte er es nicht. Hatte er sich wirklich neulich gewünscht, seine Schwester sei nicht mehr da? Doch Gedanken allein konnten nicht töten! Er hatte ihr nichts angetan. Bei allen Unstimmigkeiten, all dem Streit und den grundverschiedenen Ansichten, die sie hatten, wollte er sie doch nicht los sein!

Jörg hatte seit gut fünfzehn Jahren keinen Alkohol mehr angerührt. Nun spürte er das altbekannte, ziehende Verlangen danach. Er könnte zum Supermarkt laufen und sich eine Flasche Wodka kaufen. Das würde helfen. Dann dachte er an Constanze, die er vor ein paar Wochen kennengelernt hatte und mit der er jetzt zusammen war. Er sah ihr hübsches Gesicht mit den grünen Augen und den extrem dunklen Brauen vor sich. Ihren festen und doch samtig weichen Körper. Er wür

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