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Ostseelüge Ein Urlaubskrimi mit Pia Korittki von Almstädt, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2019
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)

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Ostseelüge

Pia Korittki verbringt einen Kurzurlaub bei Freunden im dänischen Aarhus, die dort ein Hotel eröffnet haben. Doch die Stimmung ist gedrückt, da offensichtlich jemand versucht, dem Hotel zu schaden. Als Pia von einem Unbekannten in ihrem Zimmer überfallen wird, unternimmt sie zunächst nichts, fest entschlossen, sich die freie Zeit nicht verderben zu lassen. Aber dann stirbt auch noch eine Frau nach dem Besuch im Hotelrestaurant an einer Vergiftung und Pia beginnt trotz Urlaub zu ermitteln. Sie stößt auf ein gefährliches Geheimnis - und einen Täter, der nicht vergessen kann ... eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung! Eva Almstädt absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Ihr erster Roman Kalter Grund wurde zum Auftakt der erfolgreichen Serie um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki. Die Autorin lebt mit Mann und zwei Kindern in Schleswig-Holstein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 30.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732576449
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 1638 kBytes
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Ostseelüge

1. Kapitel

"Womit hab ich denn diesen Kaffee verdient?" Pia Korittki blickte irritiert auf den Becher, den ihr Kollege Heinz Broders ungefragt auf ihren Schreibtisch stellte. "Ist das da obendrauf etwa Milchschaum?"

"Für meine Lieblingskollegin tue ich doch alles." Er musterte sie über seinen eigenen Becher hinweg. "Außerdem siehst du so aus, als könntest du eine Aufmunterung gebrauchen." Er kramte in seiner Schreibtischschublade und förderte eine Packung Schokoladenkekse zutage. "Ich allerdings auch."

Pia sicherte die Datei, den Bericht über den gefesselten Toten vom Waldfriedhof. Der Mann war an Kopfverletzungen, verursacht durch einen Mauerstein, ums Leben gekommen. Ein Verbrechen, so brutal, dass es selbst die langjährigen Kriminalbeamten des Kommissariats 1 schockiert hatte, die zuständig waren für Kapitaldelikte und Mordermittlungen. Pia war seit beinahe acht Jahren im K1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck tätig. Inzwischen als Kriminalhauptkommissarin. Mit Heinz Broders, ebenfalls KHK , bildete sie zumeist ein Team. Sie nahm den Kaffeebecher in beide Hände. "Hey, ich müsste großartig aussehen. Könntest du nicht wenigstens so tun als ob? Immerhin hab ich ab morgen Urlaub."

"Ich weiß. Und ausnahmsweise gebe ich unserem Chef einmal recht: Es ist höchste Zeit, dass du dir mal wieder ein paar Tage freinimmst." Er schob ihr die angebrochene Kekspackung herüber, doch Pia ignorierte das Angebot.

"Ist ja auch ein toller Zeitpunkt für einen Urlaub. Richtiges Traumwetter", sagte Pia und warf einen Blick aus dem Fenster. Das Kommissariat residierte im siebten Stock des Polizeihochhauses, wie es allgemein genannt wurde, sodass sie von hier oben einen Blick über die Stadt, die Grünanlegen um den Sportplatz Buniamshof und die Türme der Lübecker Altstadt hatte. Normalerweise. Heute war der Nebel so dicht, als hätte jemand über Nacht Milchglasscheiben in die Fenster eingesetzt. Ihr Sohn Felix sollte morgen mit seinem Vater und dessen Familie für eine Woche nach Teneriffa fliegen. Hinnerk und seine Frau Mascha wollten die Zeit nutzen, in der Felix noch in den Kindergarten ging und sie nicht auf die überteuerten Angebote in den Schulferien angewiesen waren. Pias Plan für diese Tage war gewesen, mal ohne zeitliche Beschränkungen arbeiten zu können, doch Manfred Rist, der Leiter des Kommissariats 1, hatte Pia vor Kurzem in sein Büro zitiert und ihr quasi die Pistole auf die Brust gesetzt. Wenn sie nicht ab nächster Woche ihren Resturlaub nähme, würde der für alle Zeiten verfallen. Als diese Ankündigung nicht ausreichte, hatte er damit gedroht, sie im nächsten Jahr nur alte Fälle bearbeiten zu lassen.

Nun stand Pia eine Woche ohne Arbeit und auch ohne ihren fünfjährigen Sohn Felix bevor. Aber Rist hatte leider recht: Zurzeit war im K1 nicht viel los. Nachdem sie den abschließenden Bericht ihres letzten Falles geschrieben hatte, würde es darauf hinauslaufen, sich alte, ungelöste Ermittlungen noch einmal vorzunehmen. Also besser jetzt im Dezember den fälligen Urlaub antreten und dann mit voller Kraft ins neue Jahr starten ... Das wenigstens war die Theorie. Doch Pia grauste vor der vielen freien Zeit allein in ihrer Wohnung.

"Du musst dein Leben endlich wieder in den Griff bekommen", sagte Broders ungewohnt sanft. "Du bist die Hoffnung des K1."

Pia lachte freudlos auf. "Wer sagt denn, dass ich mein Leben nicht im Griff habe?" Sie hörte den trotzigen Unterton in ihrer Stimme. Das Thema behagte ihr nicht.

"Ich sage das. Du solltest mal wieder ausgehen, Leute treffen, Männer!" Er hob vielsagend die Augenbrauen. Ihre Schonzeit nach Lars' Tod war seiner Ansicht nach offensichtlich vorbei. Der tödliche Autounfall lag jetzt anderthalb Jahre zurück. Es würde schon das zweite Weihnachten und der zweite Jahreswechsel ohne ihren Freund werden.

"Ich hab ja etwas vor", konterte Pia. "Ich verreise sogar." Es klang seltsam. Zumindest in ihren Ohren.

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