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Pater Noster Eine mörderische Kampagne von Bernard, Carine (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Pater Noster

Halt die Augen auf! Ein riesiges rotes Auge leuchtet zusammen mit dieser Botschaft von Düsseldorfs Plakatwänden. Der kryptische Satz begleitet auch ein Armband aus roten Pater-Noster-Erbsen, das Deborah von einem Unbekannten erhält. Sie ahnt nicht, was es damit auf sich hat, und überhaupt hat sie gerade anderes im Kopf: Eine heiße Affäre mit ihrem Chef bahnt sich an und ihr Exfreund rast vor Eifersucht. Am längsten Tag des Jahres geschieht ein Mord und stellt Deborahs Welt auf den Kopf. Die beiden Männer, die sie liebt, geraten in Verdacht. Sie ist unfähig, eine Entscheidung zu treffen, solange sie nach der Wahrheit sucht. Erst als das Geheimnis des roten Auges gelüftet wird, erkennt Deborah die Zusammenhänge. Im Strudel der Ereignisse gerät sie selbst in Gefahr. Schrödingers Hund muss sie retten und er ist es auch, der ihr am Ende zeigt, wem sie vertrauen kann. ... Carine Bernards neuer Roman spielt in Düsseldorf. Die Romanze zwischen Deborah und Carl steht im Mittelpunkt einer Mordermittlung. Deborah muss sich entscheiden und ihre Wahl überführt zuletzt den Mörder. ... Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Krimi, das finden auch die Leser: - Genial - Kriminell gute Lovestory - Mord und Liebe in der Werbebranche - Eine gelungene Mischung aus Krimi und Liebe - Den konnte ich nicht zur Seite legen - auf alle Fälle lesen!!!! Carine Bernard wurde 1964 in Niederösterreich geboren. Seit 2002 lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Deutschland in der Nähe von Düsseldorf. Sie fotografiert gern und geht in ihrer Freizeit Geocachen. Beim Erfinden von Geocache-Rätseln entdeckte sie ihre alte Liebe zum Schreiben wieder, und nach einigen Rätselgeschichten rund um Molly Preston folgte 2015 ihr erster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 280
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742760968
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 480 kBytes
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Pater Noster

DONNERSTAG

D eborah stand vor dem Spiegel und sah, wie ihre Mutter hinter ihr in der Tür zum Badezimmer auftauchte.

"Mama, brauchst du am Wochenende dein Auto?" Sie war noch im Bademantel und rubbelte die blonden Haare mit einem Handtuch trocken.

"Am Wochenende? Kind, das weiß ich doch jetzt noch nicht!"

Marion Peters trat näher und sah sie fragend im Spiegel an. "Wofür brauchst du es denn?"

"Weißt du nicht mehr? Ich bekomme heute die Schlüssel für meine Wohnung", erwiderte Deborah. "Ich wollte am Samstag zu IKEA fahren und Möbel kaufen."

"Möbel kaufen?" Das Gesicht der Mutter erhellte sich. "Soll ich mitkommen?"

"Mama, ich bin fünfundzwanzig, ich bin kein Baby mehr", wimmelte Deborah sie ab. Ihre Mutter meinte es gut. Aber im Bemühen, ihr zu helfen, neigte sie dazu, alles selbst in die Hand zu nehmen. Für Deborah war es das erste Mal, dass sie eine Wohnung bezog, die sie ganz für sich hatte. Schon seit Tagen richtete sie in Gedanken das Zimmer ein und freute sich darauf, Bett, Tisch und Stühle auszusuchen. Womöglich stieß sie ihre Mutter mit ihrer Ablehnung vor den Kopf, das täte ihr zwar leid, aber es änderte nichts an ihrer Entscheidung.

" Trinkst du noch einen Kaffee mit mir, Debbie?" Ihre Mutter ließ sich keine Verstimmung anmerken. Sie war schon auf dem Sprung zur Arbeit. Schick gekleidet in ein helles Kostüm, die dunkelblonden Haare kurz geschnitten, sah sie deutlich jünger aus als Ende vierzig. Deborah lächelte ihr im Spiegel zu.

"Ja, Mama, gerne. Ich komme gleich runter!"

Während ihre Mutter die Treppe hinunterging, inspizierte Deborah kritisch ihr Gesicht: die Nase etwas zu groß, der Mund ein wenig zu breit. An den Zähnen hätte ein Kieferorthopäde heute gut verdient, aber als Teenager hatte sie keine Zahnspange tragen wollen. Wirklich zufrieden war sie eigentlich nur mit ihren Augen. Wenn die Beleuchtung stimmte, waren sie von einem erstaunlichen Grün, so wie jetzt, unter der hellen Lampe am Spiegel. Ihre blonden Wimpern umgaben die Iris wie ein goldener Kranz, den Deborah hasste, denn ohne Wimperntusche waren sie praktisch unsichtbar.

Sie streckte sich selbst die Zunge heraus und folgte ihrer Mutter in die Küche.

Die goss ihr gerade eine Tasse Kaffee ein und stellte die offene Milchpackung daneben.

"Ich muss gleich los", sagte sie und sah auf ihre Armbanduhr. "Wenn ich dich mitnehmen soll, musst du dich jetzt sehr beeilen."

"Danke, Mama, heute nicht. Ich wollte die Wohnungsschlüssel abholen, bevor ich zur Arbeit fahre. Dann kann ich heute Nachmittag die ersten Sachen von Stefan hinbringen."

"Ach so." Ihre Mutter sah sie aufmerksam an. "Hast du etwas von ihm gehört? Wie geht es ihm?"

Deborah schüttelte den Kopf. "Ich habe keine Ahnung."

"Schade. Du weißt, ich mochte ihn immer sehr gern." Marion Peters stand auf.

Deborah holte tief Luft. Eine scharfe Erwiderung lag ihr auf der Zunge.

"Aber es ist natürlich deine Entscheidung", setzte ihre Mutter schnell hinzu. Sie drückte Deborah zum Abschied einen Kuss auf die Wange, dann war sie weg und die Tür fiel hinter ihr ins Schloss.

Deborah blickte aus dem Fenster und sah ihrer Mutter dabei zu, wie sie zwei Stockwerke tiefer das Haus verließ und in ihren Wagen stieg. Erst als der silberne Renault um die Straßenecke verschwunden war, stieß sie sich vom Fenster ab und goss sich noch eine Tasse Kaffee ein. Gedankenverloren sah sie zu, wie sich die Milch in einer Wolke im Schwarz verteilte und goldbraune Schlieren entstanden. Sie seufzte.

Stefans Espressomaschine vermisste sie nach ihrer Trennung am mei

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