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Pfälzer Eisfeuer Palzkis 16. Fall von Schneider, Harald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.07.2018
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Pfälzer Eisfeuer

Als bei einer Weinprobe der LandFrauen in Landau ein Feuer ausbricht, wird ein toter Auáenpr fer des Finanzamtes entdeckt. Als in Zeiskam bei ¯Schickes L"del® eine zweite Scheune abbrennt, ist klar, dass die alte Salat-Z chtung Eiskraut das verbindende Element ist. Palzki erkennt nach weiteren Verbrechen, dass die scheinbar heile Welt der LandFrauen voller Intrigen und L gen ist. W"hrend diese den neuen Lik"r ¯Pf"lzer Eisfeuer® vorstellen, versucht Palzki unter widrigen Umst"nden bei einer Versammlung der LandFrauen in Rockenhausen den T"ter zu entlarven ... Harald Schneider, 1962 in Speyer geboren, wohnt in Schifferstadt und arbeitet als Betriebswirt in einem Medienkonzern. Seine Schriftstellerkarriere begann w"hrend des Studiums mit Kurzkrimis f r die Regenbogenpresse. Der Vater von vier Kindern ver"ffentlichte mehrere Kinderbuchserien. Seit 2008 hat er in der Metropolregion Rhein-Neckar-Pfalz den skurrilen Kommissar Reiner Palzki etabliert, der neben seinem mittlerweile sechzehnten Fall ¯Pf"lzer Eisfeuer® in zahlreichen Ratekrimis in der Tageszeitung Rheinpfalz und verschiedenen Kundenmagazinen ermittelt. Im Jahr 2017 erreichte Schneider bei der Wahl zum Lieblingsautor der Pf"lzer den 3. Platz nach Sebastian Fitzek und Rafik Schami.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 307
    Erscheinungsdatum: 04.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839258248
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2229 kBytes
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Pfälzer Eisfeuer

Kapitel 1
Die Einladung

Es hätte so ein schöner Tag werden können.

"Musst du mir immer alles vermiesen?" Meine Frau Stefanie schaute mich mit einem kurz vor der Explosion stehenden Blick an. Diese Mimik war ein überaus deutlicher Warnhinweis. Ich konnte zwar nicht, wie es klischeehaft regelmäßig beschrieben wurde, meiner Frau jeden Wunsch von den Augen ablesen, aber zumindest aus ihrem Blick erkennen, wenn innerfamiliäre Gefahr drohte.

Ich schaltete rhetorisch einen Gang zurück. "Wer spricht denn hier von vermiesen? Ich wollte dir nur völlig objektiv meine Bedenken schildern."

"Und wo liegt da der Unterschied?", brummte sie mich an. "Wir haben selten genug die Gelegenheit, ohne Kinder auszugehen." Sie sah mich herausfordernd an und stellte mit bittersüßer Stimme die Frage der Fragen: "Oder willst du überhaupt nicht mit mir ausgehen?"

Ich wusste, dass in solch einer Situation ein einziges falsches Wort genügen würde, um den Dritten Weltkrieg auszulösen. Zwecks privater Deeskalation und Bemühungen um den Weltfrieden nahm ich sie in den Arm und lächelte sie an. Gegen mein Lächeln war sie meist wehrlos. "Natürlich freue ich mich auf den gemeinsamen Abend mit dir. Es sind nur die Begleitumstände, die mich stören."

"Du musst nicht einmal Wein trinken", erwiderte sie. "Wir sagen den anderen, dass du Auto fahren musst. Damit wird sich wohl jeder zufriedengeben. Du musst also keine Angst haben, dass du wieder Sodbrennen bekommst, Reiner."

Ich erkannte das Missverständnis. Gut, dass wir darüber gesprochen hatten. "Ich meine doch gar nicht die Weinprobe an sich, Stefanie", klärte ich sie auf. "Du weißt, dass ich seit einiger Zeit auch mal ein Gläschen Wein trinke. Seit meinen Ermittlungen in Bad Dürkheim und an der Weinstraße habe ich mich mit dem Rebensaft angefreundet. Er soll nur nicht zu viel Säure haben. Dennoch darfst du heute gerne an der Weinprobe aktiv mitmachen. Ich will doch, dass du auch mal deinen Spaß hast."

Stefanie sah mich ratlos an. "Und wozu dann das ganze Theater? Ich dachte, du willst dich um den Abend drücken?"

"Ich doch nicht!", wehrte ich mit beiden Händen ab, wohl wissend, auf der Verliererseite zu stehen. "Wie gesagt, es geht mir nur um die Begleitumstände."

Meine Frau verstand immer noch nicht.

"KPD", antwortete ich fast flüsternd.

Jetzt hatte sie verstanden und lachte laut heraus. "Du machst dir solch einen Stress wegen deines Chefs? Du siehst ihn die ganze Woche."

"Eben drum. Da will ich ihn nicht auch noch am Samstagabend ertragen müssen. Seit Tagen erzählt er auf der Dienststelle jedem, der es nicht wissen will, dass er uns beide zu einer Weinprobe nach Landau eingeladen hat. Du kannst dir nicht vorstellen, welches Spießrutenlaufen ich täglich im Büro durchstehen muss. An den kommenden Montag möchte ich jetzt gar nicht denken."

KPD, wie wir den Dienststellenleiter der Kriminalinspektion Schifferstadt wegen seiner Initialen nannten, hieß in Wirklichkeit Klaus Pierre Diefenbach. Man konnte ihn mit einem einzigen Attribut beschreiben: Egozentrisch. Das klang im ersten Moment relativ harmlos, sind doch viele bekannte Politiker, Schauspieler und andere A- bis D-Promis Egozentriker. Bei KPD war es weitaus schlimmer. Sein Weltbild bestand ausschließlich aus ihm. Alles, was sich um ihn herum abspielte und nicht in seine Gedankenwelt passte, gab es für ihn nicht. Um KPD zu verstehen, muss man die Zeit 13,8 Milliarden Jahre zurückdrehen. Nach der Urknalltheorie gab es vor diesem Zeitpunkt weder Materie noch Raum oder Zeit. Alles war in einer sogenannten Singularität vereinigt. Wenn man sich meinen Chef charakteristisch als solch eine Singularität vorstellte, dann war man an der Wahrheit verdammt nah dran. Selbst Donald Trump war gegen meinen Chef ein Altruist.

"KPD wird die ganze Veranstaltung sprengen. Ich befürchte, dass der Winzer Suizid verübt, wenn ihm KPD dauernd ins Wort

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