text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Pflicht und Ehre Thriller von Clancy, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)

17,99 €1

9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Pflicht und Ehre

Jack Ryan junior ist von seiner Tätigkeit beim geheim operierenden Nachrichtendienst Campus beurlaubt. Dennoch werden Anschläge auf ihn verübt. Er vermutet, dass sie mit seiner Beziehung zu einer iranischen Geheimdienstagentin zusammenhängen. Allerdings führen ihn seine Untersuchungen auf eine ganz andere Spur. Ein von Leichen gesäumter Weg führt ihn zur Rostock Security Group. Das private Sicherheitsunternehmen hat sich zu einem Global Player entwickelt. Bei Jack Ryan verdichtet sich der Verdacht, dass diese deutsche Firma Terroranschläge fingiert, um die eigene Unverzichtbarkeit zu legitimieren. Auf dem "Sicherheitsmarkt" geht es immerhin um viel Geld, sehr viel Geld. Auf sich allein gestellt, tritt Jack Ryan den Kampf gegen die unrechtmäßige Miliz an. Deren nächstes Terrorziel ist ein Staudamm. Wird er zerstört, sind Tausende vom Tod bedroht. Tom Clancy, der Meister des Technothrillers, stand seit seinem Erstling Jagd auf Roter Oktober mit all seinen Romanen an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Er starb im Oktober 2013.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 14.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641240356
    Verlag: Heyne
    Serie: Jack Ryan 19
    Originaltitel: Duty and Honor
    Größe: 1749 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Pflicht und Ehre

2

Alexandria, Virginia

A m nächsten Tag wachte Jack schon vor der Morgendämmerung auf. Er hatte sehr unruhig geschlafen. Sogar im Halbschlaf war ihm immer wieder der Zwischenfall durch den Kopf gegangen, wie ein Film, der ständig wiederholt wurde, halb Traum, halb Realität, aber immer endete er auf dieselbe Weise: Der Angreifer starb, und er, Jack, fühlte sich, als hätte er ... Ja, was denn nun? Als hätte er etwas Unrechtes getan?

Er stellte sich unter die Dusche, vor allem, um seine Wunden noch gründlicher zu reinigen, und blieb so lange unter dem eiskalten Wasser, bis er es nicht mehr aushielt. Dann zog er sich an, warf die Klamotten, die er gestern getragen hatte, in die Maschine, nicht ohne vorher ein wenig Bleichmittel draufzuschütten, damit die Flecken auch rausgingen.

In der Küche machte er sich zunächst einen doppelten Espresso, trank ihn in einem Zug aus, schaltete dann die Kaffeemaschine auf Normal und ging zur Spüle, in die er das Messer des Angreifers gelegt hatte. Er legte das Messer in den Geschirrspüler und wählte das Intensivprogramm. Dann ging er ins Wohnzimmer, schaltete den Fernseher ein und zappte zu den Lokalnachrichten. So früh am Morgen, Stunden, bevor die regulären Frühstücksnachrichten begannen, wiederholten sie meistens die Berichte vom Vorabend oder der vergangenen Nacht.

Er musste nicht lange suchen.

"Wie die Polizei berichtet, wurde gestern kurz nach zwanzig Uhr ein Mann von einem Truck erfasst und getötet. Der Vorfall ereignete sich am North Kings Highway in der Nähe der Telegraph Road. Das Unfallopfer konnte noch nicht identifiziert werden. Sollten Sie zur Klärung seiner Identität beitragen können, bittet die Polizei um Anruf unter ..."

Jack schaltete den Fernseher wieder aus. "Noch nicht identifiziert", murmelte er vor sich hin. Keine Erwähnung von möglichen Zeugen, aber das hatte nichts zu bedeuten. Wenn sich der Mann gemeldet hatte, den Jack oben an der Stahlplanke gesehen hatte, würde die Polizei diese Information wahrscheinlich zurückhalten, bis sie mehr herausgefunden hatten.

Die nächsten zwanzig Minuten ging er im Wohnzimmer auf und ab, trank Kaffee und warf immer wieder einen Blick auf den Laptop, um online die aktuellsten Nachrichten zu verfolgen. Aber sie brachten nichts Neues. Am liebsten hätte er jemanden angerufen, hätte sich gerne jemandem anvertraut, aber er widerstand der Versuchung. Er musste nachdenken, und zwar sehr gründlich. Oder noch besser: Er musste etwas unternehmen.

J ack fuhr zum Supermarkt zurück. Unterwegs nahm er den Verkehr nur teilweise wahr.

Es hatte aufgehört zu regnen, aber es hingen noch dunkle, drohende Wolken am Himmel. Die Gehwege und Straßen waren immer noch nass, in den Schlaglöchern stand das Wasser bis zum Rand. An den überhängenden Zweigen zeigte sich der erste Hauch von grünen Knospen, die von den schweren Tropfen herabgezogen wurden.

Inzwischen war es nach sieben Uhr, die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne drangen zwischen den Wolken hindurch. Der Supermarkt würde erst in etwa einer Stunde öffnen. Der Parkplatz schien völlig leer zu sein, aber zur Sicherheit fuhr Jack noch ein zweites Mal daran vorbei und hielt nach Streifenwagen Ausschau. Als er keine sah, wendete er den Wagen, fuhr auf den Parkplatz und parkte in der Nähe des Markteingangs. Er stieg aus.

Die Morgenluft war kalt, sein Atem erzeugte weiße Dampfwolken. Er ging zu der Stelle vor der Stahlplanke, an der er am Vorabend geparkt hatte. Dort blieb er stehen und blickte die Böschung hinunter.

Die Szene wirkte so unauffällig wie am Vortag - von einem gelben Polizeiband abgesehen, das unten an den Betonelementen entlang gespannt war. In der Nacht, als ihm sein Kampf mit dem Angreifer immer wieder durch den Kopf gegangen war, hatte er sich vorgestellt, dass die Spuren auf der Böschung deutlich sichtbar sein müssten - ein einziges Chaos von aufgewühlter Er

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen