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Piranha Ein Juan-Cabrillo-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.07.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Piranha

Der 10. Juan-Cabrillo-Roman - und die Spannung lässt nie nach!
1902: Der Mount Pelée bricht aus, tötet 30.000 Menschen und lässt das Schiff eines deutschen Wissenschaftlers sinken. Heute: Nach einem Angriff täuscht Juan Cabrillo die Vernichtung der Oregon vor. Doch beinahe zu spät erkennt er, dass sein Gegner ihm immer noch einen Schritt voraus ist. Ein verräterischer Waffenentwickler hat die Arbeit des vor dem Mount Pelée gestorbenen Wissenschaftlers vollendet. Durch eine unschlagbare Waffe bedroht, muss die Crew der Oregon alles daransetzen, ihren Gegner aufzuspüren - bevor er die vernichtende Wirkung der Waffe erneut entfesselt!

Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 18.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641184087
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Piranha
    Größe: 1557 kBytes
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Piranha

PROLOG

MARTINIQUE

8. MAI 1902

Die SS Roraima dampfte geradewegs ins Verderben.

First Officer Ellery Scott stand auf der Kommandobrücke des kanadischen Fracht- und Passagierschiffes und starrte in ein graues Schneetreiben, das schmutziger war als alles, was er je während eines verrußten Londoner Winters gesehen hatte. Obwohl es bereits 6:30 Uhr morgens war, konnten die Strahlen der aufgehenden Sonne nicht die Aschewolke durchdringen, die über dem Hafen von Saint-Pierre lag. Die Umrisse des »Klein-Paris der Karibischen Inseln«, wie das wirtschaftliche Zentrum Martiniques gern genannt wurde, ließen kaum auf eine pulsierende Stadt mit dreißigtausend Einwohnern schließen. Viel eher erinnerten sie an eines dieser verschwommenen impressionistischen Aquarelle, wie sie zurzeit in der Namensgeberin der karibischen Stadt in Mode waren.

Gedankenverloren strich sich Scott über seinen silbergrauen Schnurrbart, während er sich zum Mont Pelée umdrehte, dem Vulkan, der über dem Hafen thronte. Gewöhnlich gut gelaunt und nie um ein freundliches Wort verlegen, weshalb er sich bei den Offizieren, der Mannschaft und den Passagieren großer Beliebtheit erfreute, spiegelte seine Miene an diesem Tag doch tiefe Besorgnis wider. Er war seit zwanzig Jahren Seemann, kannte zwar jede Art von Frachtschiff und die Ozeane mit ihren mörderischen Stürmen und den alles niederwalzenden Monsterwellen, aber der erfahrene alte Seebär hatte noch nie zuvor etwas derart Unheimliches und Bedrohliches gesehen wie diesen Berg dort im Norden - in nur fünf Kilometern Entfernung.

Grollender Donner drang wie ein regelmäßiger Pulsschlag aus der Tiefe, als lauere in seinem Innern ein riesiges Raubtier. Seine Spitze wurde von den letzten Resten nächtlicher Dunkelheit verhüllt, und beißender Schwefelgestank verpestete die Luft. Scott kam es ganz so vor, als habe Satan persönlich diesen Ort als Behausung ausgewählt.

»Was halten Sie vom Wetter, Sir?«, fragte Scott betont beiläufig in der Hoffnung, dass ihm seine Besorgnis nicht anzumerken war.

Kapitän George Muggah, das Gesicht nach Jahren in salziger Luft und glühender Sonne zerfurcht und die Oberlippe unter einem buschigen Schnurrbart verborgen, schaute vom Logbuch hoch und warf einen kurzen blinzelnden Blick auf die gespenstische Szenerie.

»Machen Sie weiter wie gehabt, Mr. Scott«, sagte er in einem Tonfall, der keinen Widerspruch duldete. »Solange wir nichts Gegenteiliges vom Hafenmeister hören, werfen wir Anker.«

»Diese Asche könnte unseren Maschinen schaden. Möglicherweise wird es heute Abend nicht möglich sein, die Fahrt fortzusetzen.«

»Dann überlasse ich es Ihnen, dafür zu sorgen, dass die Mannschaft Reinschiff macht und unsere Maschinen sauber hält. Im Hafen liegen achtzehn Schiffe. Wäre es dort nicht sicher, hätten sie längst die Anker gelichtet.«

Die dicke Ascheschicht, die auf dem Wasser trieb, erzeugte den Eindruck, als lägen die Schiffe auf beiden Seiten auf dem Trockenen. Auch auf die Gefahr hin, penetrant zu erscheinen, hakte Scott nach. »Und was ist mit der Explosion vor zwei Tagen?«

Sie hatten achtzig Kilometer weiter nördlich vor Dominica geankert, als eine Explosion gegen vier Uhr morgens das Schiff derart heftig durchgeschüttelt hatte, dass Tassen und Teller aus den Schränken fielen und auf dem Boden zerschellten.

Kapitän Muggah fuhr mit seinen Eintragungen ins Logbuch fort. »Ich halte mich an das, was der Telegraphist aus Portsmouth übermittelt hat, dass sich nämlich durch die Explosion lediglich der Druck im Vulkan verringert hat. Wahrscheinlich wird der Berg mal wieder husten, aber mehr passiert ganz bestimmt nicht.«

Scott war sich dessen nicht so sicher, aber er verkniff sich einen Einwand.

Nachdem sie ihren Liegeplatz gefunden und Anker geworfen hatten, kamen der Hafenmeister und der Hafenarzt an Bord, um das Schiff zu überprüfen und au

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