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Pretty Girls Psychothriller von Slaughter, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2015
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Pretty Girls

März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten werden je mit dem Verlust fertig. Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund ... 'Das klingt spekulativer, als es dann ist: Bei der Darstellung von Gewalt bleibt Slaughter vergleichsweise dezent, die größte Stärke des Romans liegt in der Empathie, mit der sie von der sukzessiven Wiederannäherung zweier Frauen erzählt, die aufgrund eines traumatischen Erlebnisses in ihrer Jugend - die dritte Schwester verschwand spurlos - sich selbst und einander jahrzehntelang entfremdet waren.' (Marcus Müntefering, SPIEGEL ONLINE) 'Ihre Thriller gehören zum Härtesten, was man zwischen zwei Buchdeckeln finden kann. [...] Großartige bis verstörende Spannungsliteratur' (Stephan Bartels, BRIGITTE) 'Typisch sind auch ihre psychologischen Studien sowie nervenaufreibende Szenen, denen es weder an Brutalität noch an detaillierter Gewaltdarstellung fehlt. [...] 'Pretty Girls' ist nicht einfach blutiger Thrill, sondern Abbild einer Seite des Lebens, die Slaughter - im Gegensatz zu anderen Krimi-Autor(inn)en - heranzoomt und sie in ihrer Schrecklichkeit darstellt. Wer Slaughter liebt - und das sind Millionen Leser weltweit - wird sich davon nicht abschrecken lassen und zu ihren Thrillern greifen. 'Pretty Girls' gibt eine nervenaufreibende Geschichte aus der Opfer-Perspektive wieder.' (DPA, Frauke Kaberka) 'In ihrem jetzt erschienenen Werk 'Pretty Girls' steht kein Ermittler im Zentrum, brutal - und sehr spannend - wird es aber auch hier.' (Gala Online) 'Definitiv eine der besten Thriller-Autorinnen unserer Zeit.' Gillian Flynn 'Karin Slaugher bietet weit mehr als unterhaltenden Thrill.' SPIEGELonline über 'Pretty Girls 'Karin Slaughters Helden sind weder strahlend noch fehlerfrei, und deswegen überzeugend.' Frauke Kaberka, dpa 'Stoff für schlaflose Nächte!' buchjournal

Karin Slaughter ist international mit mehr als einem Dutzend Romane an die Spitze der Bestsellerlisten gestürmt, unter anderem mit der Will-Trent- und der Grant-County-Serie. Ihr neuester Roman hat es sofort auf die New York Times-Bestsellerliste geschafft. Weltweit werden mehr als 30 Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 07.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959679862
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: Pretty Girls
    Größe: 1962 kBytes
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Pretty Girls

1. KAPITEL

Das Restaurant in der Innenstadt von Atlanta war leer bis auf einen einsamen Geschäftsmann an einem Ecktisch und den Barkeeper, der sich anscheinend für einen Meister in der Kunst des Flirtens hielt. Die Vorbereitungen für das Abendessen kamen langsam auf Touren. In der Küche klapperten Besteck und Porzellan. Ein Koch brüllte. Eine Bedienung stieß ein beleidigtes Lachen aus. Aus dem Fernseher über der Bar drang leise ein steter Strom schlechter Nachrichten.

Claire Scott versuchte, das endlose Trommelfeuer von Geräuschen zu ignorieren, während sie an der Bar saß und an ihrem zweiten Club-Soda nippte. Paul hatte zehn Minuten Verspätung. Er kam sonst nie zu spät, normalerweise war er zehn Minuten zu früh dran. Das gehörte zu den Dingen, mit denen sie ihn neckte, obwohl sie es im Grunde nicht anders haben wollte.

"Noch eins?"

"Sicher." Claire lächelte den Barkeeper höflich an. Seit sie Platz genommen hatte, hatte er versucht, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Er war jung und gut aussehend, und sie hätte sich geschmeichelt fühlen müssen, doch sie kam sich einfach nur alt vor - nicht weil sie tatsächlich alt war, sondern weil sie bemerkt hatte, dass ihr Menschen in den Zwanzigern umso mehr Verdruss bereiteten, je weiter sie selbst auf die vierzig zuging. In ihrer Gesellschaft dachte sie ständig Sätze, die mit "Als ich in dem Alter war ..." anfingen.

"Das dritte", sagte der Barkeeper augenzwinkernd, als er ihr Soda-Glas auffüllte. "Sie ziehen sich das Zeug ja ganz schön rein."

"Ach ja?"

Er blinzelte ihr zu. "Sagen Sie Bescheid, wenn Sie jemanden brauchen, der Sie nach Hause fährt."

Claire lachte, weil das einfacher war, als ihm zu sagen, er solle sich die Haare aus den Augen streichen und zurück zu seiner Schulbank gehen. Wieder sah sie auf ihrem Handy nach der Uhrzeit. Paul hatte inzwischen zwölf Minuten Verspätung. Sie begann, sich Katastrophen auszumalen: in seinem Wagen entführt, von einem Bus angefahren, von einem herabfallenden Flugzeugteil erschlagen, von einem Verrückten verschleppt.

Die Eingangstür ging auf, aber es waren andere Leute, nicht Paul. Sie trugen lässige Businesskleidung. Vermutlich waren es Angestellte aus den umliegenden Bürogebäuden, die sich noch einen Feierabend-Drink genehmigten, bevor sie sich auf die Heimfahrt in die Vororte machten, wo sie bei ihren Eltern im Souterrain wohnten.

"Haben Sie das hier verfolgt?" Der Barkeeper nickte in Richtung Fernseher.

"Nicht wirklich", sagte Claire, obwohl sie die Story selbstverständlich verfolgt hatte. Man konnte keinen Sender einschalten, ohne von dem vermissten Teenager zu hören. Ein sechzehnjähriges Mädchen. Weiß. Mittelschicht. Sehr hübsch. Irgendwie schien die Empörung immer nicht ganz so groß zu sein, wenn ein hässliches Mädchen verschwand.

"Tragisch", sagte der Barmann. "Sie ist so schön."

Claire sah wieder auf ihr Handy. Paul war jetzt dreizehn Minuten zu spät dran. Ausgerechnet heute. Er war Architekt, kein Gehirnchirurg. Es konnte keinen so schlimmen Notfall geben, dass er nicht zwei Sekunden für eine SMS oder einen Anruf übrig gehabt hätte.

Sie begann, ihren Ehering am Finger zu drehen, eine nervöse Angewohnheit, die ihr nicht bewusst gewesen war, bis Paul sie darauf aufmerksam gemacht hatte. Sie hatten sich über irgendetwas gestritten, das Claire zu diesem Zeitpunkt offenbar ungeheuer wichtig gewesen war, aber jetzt erinnerte sie sich weder an das Thema noch daran, wann der Streit überhaupt stattgefunden hatte. Letzte Woche? Letzten Monat? Sie kannte Paul seit achtzehn Jahren und war beinahe ebenso lange mit ihm verheiratet. Es gab nicht mehr viel, worüber sie mit einiger Überzeugung streiten konnten.

"Sind Sie sicher, dass ich Sie nicht doch für was Härteres interessieren kann?" Der Barkeeper hielt eine Flasche Wodka hoch, aber es war klar, was er meinte.

Claire zwang sich erneut zu einem Lachen. Sie kannte

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