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Provenzalische Geheimnisse Ein Fall für Pierre Durand von Bonnet, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.05.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Provenzalische Geheimnisse

Ein spannender Hochgenuss - Jetzt für kurze Zeit zum Kennenlernpreis! Im idyllischen Dorf Sainte-Valérie wird eine Hochzeit gefeiert: Die Tische sind geschmückt, es duftet nach Lavendel, und der Wildschweinbraten dreht sich am Spieß. Der ehemalige Kommissar Pierre Durand fiebert bereits dem Ende der Feier entgegen, denn dann will er ein Gläschen mit Köchin Charlotte trinken. Doch so weit kommt es nicht: Der Bruder der Braut wird tot aufgefunden, von Schrotkugeln durchsiebt. War es ein Jagdunfall? Oder Mord? Pierres Ermittlungen führen ihn in die einsamen Wälder der Provence - und mitten ins Herz des Dorfes ... Sophie Bonnet ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihrem Frankreich-Krimi "Provenzalische Verwicklungen" begann sie eine Reihe, in die sie sowohl ihre Liebe zur Provence als auch ihre Leidenschaft für die französische Küche einbezieht. Mit Erfolg: Der Roman begeisterte Leser wie Presse auf Anhieb und stand monatelang auf der Bestsellerliste, ebenso wie die darauffolgenden Romane um den liebenswerten provenzalischen Ermittler Pierre Durand. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 25.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641157791
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 2426 kBytes
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Provenzalische Geheimnisse

1

"Spätestens Januar."

"Sind Sie sicher?" Pierre Durands Blick folgte dem von Alain Partouche, dessen Zeigefinger auf Höhe des Dachstuhls bedenklich zu wackeln begann.

" Mais oui. Es sei denn, die vorhandenen Balken sind wegen der Holzwürmer zu morsch. Wenn die erneuert werden müssen, kann sich das Ganze um drei, vier Wochen verzögern."

Drei, vier Wochen. Das, so hatte Pierre seit seinem Neuanfang in der Provence gelernt, konnte genauso gut drei, vier Monate bedeuten. Wenn er jetzt nicht aufpasste, war das Bauernhaus erst Mitte nächsten Jahres bezugsfertig!

"Ich dachte, Sie hätten das überprüft?"

Alain Partouche, ein muskulöser, kahlköpfiger Mann mit zerknittertem Anzug, nickte und fuhr sich über die staubverschmierte Stirn. "Ja, das habe ich. Aber man kann nie wissen ..."

Pierre seufzte. Diesen Spruch hatte er bereits gehört, als der Inhaber der ortsansässigen Baufirma sich das ehemalige Bauernhaus zum ersten Mal angesehen hatte. Pierre hatte Charlotte gebeten, der ersten Begehung beizuwohnen. Im Gegensatz zu ihm war sie äußerst akkurat beim Aufstellen von Plänen, und er kannte niemanden, der so stilsicher war wie sie.

Die Begehung war zum Albtraum geworden.

Während Charlotte noch versuchte, den Blick auf die charmanten Details zu lenken, die man mit wenig Aufwand würde wiederherstellen können, schüttelten die Männer sorgenvoll die Köpfe und erweiterten die Liste der notwendigen Arbeiten Punkt um Punkt. Das Ergebnis war wenig ermutigend.

Selbst Charlotte hielt in ihrer Begeisterung für Haus und Umgebung inne und tippte auf das vollgeschriebene Papier. "Müssen wirklich alle Leitungen ausgetauscht werden?"

"Unbedingt", bestätigte Partouche.

"Auch die Abwasserrohre?"

"Total verrottet. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Fäkalien irgendwann direkt in der Erde versickern", er hob eine Augenbaue, "oder über den Ausguss in der Küchenspüle nach oben kommen ..."

Charlotte hob abwehrend die Hände. "Das reicht!", sagte sie energisch und setzte einen Blick auf, der nichts Gutes verhieß.

Noch am selben Nachmittag begann sie zu telefonieren und recherchierte im Internet, um die apokalyptisch anmutende Aussage zu überprüfen. Dabei hatte sie als Chefköchin des luxuriösen Hotels Domaine des Grès mit den Vorbereitungen einer Hochzeitsfeier gerade alle Hände voll zu tun.

"Du brauchst eine zweite Meinung", resümierte sie, als sie Pierre kurz darauf in der Wache aufsuchte. Sie legte ihm einen von ihr kommentierten Kostenplan auf den Schreibtisch, daneben die Karte eines Handwerksbetriebs aus Apt. "Dieser Partouche gefällt mir nicht."

"Er hat beste Referenzen", erwiderte Pierre und schob die Visitenkarte in einem Anflug von Trotz von sich. "Jeder, der in Sainte-Valérie fachkundige Hilfe beim Umbau braucht, wendet sich an Alain Partouche und seine Männer. Einfach jeder."

"Deine Entscheidung", antwortete Charlotte. Dabei war sie derart distanziert, dass Pierre sich ernsthaft fragte, ob er sich die zaghafte Annäherung der vergangenen Wochen nur eingebildet hatte. Mit einem verärgerten Schnalzen verließ sie sein Büro, um sich fortan wieder den Wünschen der Braut zu widmen, deren Vorstellungen von einer gelungenen provenzalischen Feier sich nahezu täglich änderten.

Pierre hatte dem Impuls widerstanden, aufzuspringen und ihr nachzueilen. Sosehr er sich auch über Charlottes Engagement freute, es war sein Haus. Und es war in der Tat seine Entscheidung, wen er mit der Renovierung beauftragte.

Inzwischen waren mehr als drei Wochen vergangen. Der Herbst hatte die Blätter in den schönsten Farben bemalt, und die Liste der anfallenden Arbeiten war stetig gewachsen, bevor auch nur ein einziger Handwerker das Gelände betreten hatte. Anfangs war Pierre dem mit Gelassenheit begegnet, immerhin stand schon das Bauschild mit Partouches Firmenlogo, und wenig spät

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