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Provenzalischer Rosenkrieg Ein Fall für Pierre Durand von Bonnet, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Provenzalischer Rosenkrieg

Farbenprächtige Rosenfelder, ein geheimes Archiv der Düfte, mysteriöse Todesfälle ... Es ist Mitte Mai in der Provence. Pierre Durand genießt das Zusammenleben mit Charlotte, doch als deren Jugendfreundin Anouk auftaucht, ist es mit der Idylle vorbei. Die Rosenzüchterin steht unter Mordverdacht - ihr Nachbar wurde tot in seinem "Archiv der Düfte" aufgefunden, wertvolle Dokumente fehlen. Charlotte ist von der Unschuld ihrer Freundin überzeugt. Die Beweislage ist alles andere als eindeutig, und so macht Pierre sich auf die Suche nach der Wahrheit. Seine Ermittlungen führen ihn über Grasse bis ans Mittelmeer, wo drei Wochen zuvor bereits ein Parfümeur unter verdächtigen Umständen ums Leben kam ... Die "Pierre Durand"-Reihe: Band 1: Provenzalische Verwicklungen Band 2: Provenzalische Geheimnisse Band 3: Provenzalische Intrige Band 4: Provenzalisches Feuer Band 5: Provenzalische Schuld Band 6: Provenzalischer Rosenkrieg Band 7: Provenzalischer Stolz Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden. Sophie Bonnet ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihrem Frankreich-Krimi "Provenzalische Verwicklungen" begann sie eine Reihe, in die sie sowohl ihre Liebe zur Provence als auch ihre Leidenschaft für die französische Küche einbezieht. Mit Erfolg: Der Roman begeisterte Leser wie Presse auf Anhieb und stand monatelang auf der Bestsellerliste, ebenso wie die darauffolgenden Romane um den liebenswerten provenzalischen Ermittler Pierre Durand. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 13.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641238117
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Pierre Durand 6
    Größe: 3168 kBytes
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Provenzalischer Rosenkrieg

1

" Salut , hier bin ich."

Die Tür zur Wache schob sich auf, und mit der jungen Frau, die einen nach oben geklappten Schirm umklammert hielt, kam auch der Regen in den Raum.

"Moment, ich helfe Ihnen." Pierre, der sich gerade gemeinsam mit seinem Assistenten Luc Chevallier über eine Akte gebeugt hatte, richtete sich auf und eilte ihr entgegen. Er hielt ihr die Tür auf und verschloss sie rasch wieder, bevor die hineindrängenden Tropfen auf dem Boden zu Pfützen werden konnten.

Die junge Frau schob die Kapuze ihrer Jacke zurück und zupfte eine hellblonde Haarsträhne zurecht, die sie zu einem seitlichen Zopf gebunden hatte.

"Danke." Mit einem Ruck versuchte sie, den Schirm wieder in seine ursprüngliche Form zu biegen, und gab schließlich mit einem Schulterzucken auf. "Das ist schon der dritte in dieser Woche. Gibt es hier irgendwo einen Mülleimer?"

Pierre nahm ihr den Schirm ab, trug ihn in die Kaffeeküche, die zwischen dem Vorraum und seinem Büro lag, und warf ihn in die Tonne. "Mistwetter!", murmelte er.

So ging es nun schon seit Wochen. Als Ende April eine Schönwetterfront über die Provence zog, hatten sie alle geglaubt, das Schlimmste sei endlich überstanden. Nur um wenige Tage später festzustellen, dass sie sich geirrt hatten, da es nur eine kurze Atempause gewesen war, bevor die nächste Kältewelle heranrollte. Seither war kaum ein Tag vergangen, an dem es nicht regnete, die Meteorologen sprachen vom schlechtesten Wetter seit gut sechzig Jahren. Selbst in Deutschland, wo ein Teil der Familie seiner Freundin Charlotte lebte, war das Wetter besser, geradezu sommerlich. Während sich die Temperaturen dort bei vollkommener Trockenheit auf irrwitzige dreißig Grad zubewegten, kamen sie im Luberon auf gerade einmal siebzehn. Und das auch nur zur Mittagszeit. Da war es wenig tröstlich, dass der Regen - wie in den Medien unermüdlich betont wurde - nach der historischen Dürreperiode vom Vorjahr ein Segen für die Natur sei und dringend notwendig, um die Grundwasservorräte aufzufüllen. Die Hälfte davon hätte sicherlich auch gereicht.

Brummelnd ging Pierre zurück in den Vorraum, wo sich Luc inzwischen der jungen Dame angenommen hatte.

"Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?"

"Ich bin Penelope Brunel. Bin ich zu spät?"

"Penelope ... wer?" Luc warf Pierre einen fragenden Blick zu.

"Na, die Neue." Die junge Frau betrachtete die vielen unbearbeiteten Akten und Zettel, die sich inzwischen nicht nur auf den Schreibtischen und in den Regalen stapelten, sondern auch auf Fußböden und Fensterbänken. "Ach du Schande! Das wird echt höchste Zeit."

"Mademoiselle Brunel!" Sie war die neue Sekretärin, verdammt, er hatte sie vollkommen vergessen. Pierre streckte ihr die Hand entgegen. "Herzlich willkommen! Mein Name ist Pierre Durand, Chef de police municipale . Und das hier ist Luc Chevallier, mein Assistent."

Arnaud Rozier hatte sie eingestellt, das war im März gewesen. Eine der letzten Amtshandlungen des alten Bürgermeisters, bevor er sich ins Privatleben zurückgezogen hatte. Mit tränenverschleiertem Blick hatte er die Hände auf Pierres Schultern gelegt und ihm versichert, wie stolz er immer auf seinen Chef de police gewesen sei. Und dass es ihm endlich gelungen sei, den Gemeinderat davon zu überzeugen, die lang ersehnte Sekretariatsstelle zu bewilligen. Der Name der neuen Mitarbeiterin sei Mademoiselle Brunel, und ab Mitte Mai werde sie dafür sorgen, dass endlich wieder Ordnung in die kleine, von der zunehmenden Verwaltungsarbeit überforderten police municipale komme.

Rozier hatte dabei die Arme ausgebreitet, als sei dies ein großzügiges Geschenk und keineswegs dringend notwendig, um den ihm gebührenden Dank entgegenzunehmen, den Pierre ihm schmunzelnd gewährte.

So war er eben, der ehemalige Bürgermeister. Selbstgefällig, jovial, leutselig. Dennoch hatte er sich in den ve

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