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Querbrater Kriminalroman von Schöttle, Rupert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2015
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Querbrater

Die Wiener Chefinspektoren Kajetan Vogel und Alfons Walz übernehmen den ungeklärten Mord an einer Dolmetscherin, die sich kurz vor ihrem Tod mit einigen Männern aus einer Online-Seitensprungagentur getroffen hatte. Während sich der leidenschaftliche Fremdgeher Vogel mit Begeisterung den Unwägbarkeiten einer Mitgliedschaft aussetzt und dabei überraschende Erkenntnisse gewinnt, sucht Walz in der persönlichen Umgebung des Mordopfers nach dem Mann, der Brigitte Neuberger den finalen Besuch abgestattet hatte.

Rupert Schöttle wurde in Mannheim geboren. Nach seinem Studienbeginn am Mozarteum in Salzburg wechselte er nach Wien, in die "Welthaupstadt der Musik" - und wurde dort sofort heimisch. Nach seinem Diplom im Konzertfach Violoncello studierte er Musiksoziologie. Dieses Studium erwies sich als schicksalhaft, denn seine Diplomarbeit geriet in die Hände des Verlegers Hubertus Czernin, der Schöttle dazu aufforderte, ein Buch daraus zu machen. So wurde aus dem Musiker unversehens ein Schriftsteller, der inzwischen acht Bücher veröffentlicht hat. Querbrater

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 307
    Erscheinungsdatum: 04.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839246504
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2782 kBytes
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Querbrater

1.Kapitel (Dienstag, 14. November)

Selbst seine obligate Morgenpfeife wollte ihm heute nicht schmecken.

Ungehalten trommelte Chefinspektor Kajetan Vogel mit den Fingern seiner rechten Hand an die Fensterscheibe seines Büros, das sich im dritten Stock des Polizeikommissariats Josefstadt befand. Missmutig betrachtete er die trostlosen, regennassen Fassaden der gegenüberliegenden Häuser, während sein langjähriger Kollege Alfons Walz, mit welchem er sich das Dienstzimmer teilte, am Computer saß und sich mit dem Verfassen eines "leicht" geschönten Berichts über ihren letzten Fall redlich abmühte, was unschwer an dem gelegentlichen Klappern der Tastatur und den wiederholten, leisen Flüchen zu erkennen war.

Dass sie ausgerechnet jetzt, gerade zu Chefinspektoren ernannt, in ihrem ersten Fall gescheitert waren, ärgerte die Kriminalisten in höchstem Maße. Zwar war diese schon längst fällige Beförderung nicht ihren Verdiensten geschuldet gewesen, sondern lediglich zwei zufällig frei gewordenen Planstellen, dennoch hätten sie diese Sache nur allzu gerne zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht.

Was ja im Grunde genommen auch schon geschehen war.

Der Sachverhalt war ganz offensichtlich gewesen, die beiden Zeugen waren einvernommen worden und hatten übereinstimmende Aussagen getroffen, kurz, die Beweislage gegen den Übeltäter war erdrückend, und so war einem erfolgreichen Abschluss eigentlich nichts mehr im Wege gestanden.

Doch just in dem Moment, als alles geklärt schien, waren die Kriminalisten von ihrem Vorgesetzten von diesem eigentlich völlig harmlosen Fall ohne nähere Erklärungen abgezogen worden.

Aus gutem Grund, wie sich bald herausstellen sollte.

Dabei hatte das Ganze ursprünglich nach einer reinen Routinesache ausgesehen.

Im Maurer Wald hatte ein Jäger namens Maximilian Huber am vorletzten Sonntagnachmittag, ohne dass sich das Tier etwas hatte zuschulden kommen lassen, einen frei laufenden Hund erschossen. Als Besitzer eines jagdfreudigen Greyhounds verstand Vogel den verzweifelten Hundebesitzer Herbert Mühlbacher nur allzu gut, der sich nach dem Vorfall mit dem Jäger ein erhitztes Wortgefecht geliefert und ihn in Folge als "schießwütiges Arschloch'"und "besoffenen Idioten" tituliert hatte. Huber fühlte sich daraufhin nicht nur in seiner Waidmannsehre, sondern auch in seiner Existenz bedroht und hielt seinen rasenden Widerpart mit angelegtem Gewehr in Schach. Das Ganze wurde letztlich von zwei Polizisten beigelegt, die von Passanten zu Hilfe gerufen worden waren, als sie das brisante Geschehen beobachteten. Was die Streithähne nicht davon abhielt, sich gegenseitig bei den hinzugeeilten Kräften der Exekutive anzuzeigen. Der Hundebesitzer, ein bei der Gemeinde angestellter Jurist, beschuldigte den Waidmann der Sachbeschädigung in einem besonders schweren Fall, des Schusswaffenmissbrauchs und der gefährlichen Bedrohung mit einer Schusswaffe , woraufhin dieser nicht zurückstehen wollte und Mühlbacher wegen gefährlicher Drohung und Beleidigung anzeigte.

Nach der Einvernahme der beiden Kontrahenten und der Anhörung der zwei Zeugen sah es tatsächlich gar nicht gut für Huber aus, hatte sich der "streunende" Hund doch höchstens drei Meter von seinem Herrn entfernt befunden, was von dem Standpunkt des Jägers allerdings nicht leicht zu erkennen gewesen war, da ihm die Sicht auf den Hundeeigner versperrt war, der sich just in dem Moment seinen Schuh zuband, als der Waidmann des frei laufenden Hundes gewahr wurde. Zudem hatte es sich bei dem Tier um einen sogenannten Therapiehund gehandelt, der dank seiner Ausbildung jederzeit abrufbar und daher dem Leinenzwang nicht unbedingt unterworfen war. Als erschwerend wurde gewertet, dass durch die Streuung der Schrotkugeln auch Mühlbacher selbst hätte verletzt werden können, unter Umständen sogar lebensgefährlich, da er si

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