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Rache auf leisen Pfoten Ein Fall für Mrs. Murphy von Brown, Rita Mae (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.10.2014
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Rache auf leisen Pfoten

Ein neuer Fall für Mrs. Murphy, die graue Tigerkatze aus Crozet. Das ganze Städtchen befindet sich in heller Aufregung, denn Drohbriefe trüben die fröhlichen Vorbereitungen eines Klassentreffens. Als der erste Mord geschieht, wird es höchste Zeit zu handeln, zumal auch Frauchen Harry in höchster Gefahr schwebt. Mit scharfen Katzenaugen und viel Köpfchen ermittelt Mrs. Murphy und ihr guter Riecher lässt sie auch diesmal nicht im Stich. Rita Mae Brown, geboren in Hanover, Pennsylvania, wuchs in Florida auf. Sie studierte in New York Filmwissenschaft und Anglistik und war in der Frauenbewegung aktiv. Berühmt wurde sie mit dem Titel Rubinroter Dschungel und durch ihre Romane mit der Tigerkatze Sneaky Pie Brown als Co-Autorin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 311
    Erscheinungsdatum: 10.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843710084
    Verlag: Ullstein
    Originaltitel: Pawing Through the Past
    Größe: 4496 kBytes
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Rache auf leisen Pfoten

1

I n dem vergeblichen Bemühen, die feuchte Augustluft zu bewegen, drehte sich der riesige Ventilator träge an der Decke. Mary Minor Haristeen, von ihren Freunden Harry genannt - und alle waren ihre Freunde -, kritzelte Ideen auf einen gelben linierten Schreibblock. Susan Tucker, ihre beste Freundin, Mrs. Miranda Hogendobber, Harrys Mitarbeiterin und gute Freundin, und Chris Sharpton, eine attraktive Frau, die neu zugezogen war, saßen am Küchentisch; alle hatten ihre Highschool-Jahrbücher vor sich aufgeschlagen.

"Wir hätten diese Besprechung lieber ins Postamt verlegen sollen." Susan wischte sich den Schweiß von der Stirn.

"Staatseigentum", sagte Miranda.

Susan lachte. "Genau. Staatseigentum, von meinen Steuern bezahlt."

Harry, die Posthalterin im Städtchen Crozet, Virginia, erwiderte: "Okay, dort ist eine Klimaanlage, aber denk bloß mal, wie viele Stunden Miranda und ich in dem Kasten schuften. Ich hab keine Lust, auch noch meine Freizeit da drin zu verbringen."

"Sie haben doch eine Klimaanlage in Ihrem Haus." Miranda sah Susan auffordernd an.

"Schon, aber die Kinder feiern gerade eine Pool-Party und ..."

Harry unterbrach sie. "Du bist weggegangen, während eine Party im Gange ist? Die lassen euch keinen Tropfen Alkohol übrig."

"Meine Kinder wissen, wann sie aufhören müssen."

"Gratuliere", lästerte Harry. "Das heißt noch lange nicht, dass anderer Leute Kinder wissen, wann sie aufhören müssen. Hoffentlich hast du die Bar abgeschlossen."

"Ned ist zu Hause." Susan wandte sich wieder dem aufgeschlagenen Jahrbuch zu; für sie war der Fall hiermit erledigt. Ihr Mann wurde mit jeder kritischen Situation fertig.

"Warum hast du das nicht gleich gesagt?" Harry schlug ihr Jahrbuch auf derselben Seite auf.

"Wieso? Es ist viel amüsanter, dich sagen zu hören, was ich zu tun habe."

"Oh." Harry beugte sich betreten über das Jahrbuchfoto, das sie als Erfolg versprechendste Schülerin ihres Abschlussjahrgangs zeigte. "Ich kann's nicht glauben, dass ich mal so ausgesehen habe."

"Sie sehen noch genauso aus. Haargenau." Miranda zog Harrys Jahrbuch zu sich heran.

"Machen Sie ihr bloß keine Komplimente, sonst wird sie noch eingebildet." Susan wandte sich an Chris. "Bereust du es schon, dass du uns deine Hilfe angeboten hast?"

"Nein, aber ich glaube nicht, dass ich viel beitragen kann." Chris lächelte; ihre Hand lag auf ihrem eigenen Highschool-Jahrbuch.

"Also dann, zur Sache." Harry straffte die Schultern. "Ich bin bei unserem zwanzigsten Ehemaligentreffen für die Sonderkategorien zuständig. BoomBoom Craycroft, unsere unerschrockene Vorsitzende" - Harry sprach mit einer Spur Sarkasmus über die Leiterin der Jubiläumsfeier -, "möchte Fotos von den Jahresbesten der Abschlussklassen, wie sie heute aussehen. Meine Aufgabe ist es, mir für diejenigen, die keine Jahresbesten waren, andere Sachen auszudenken. Das ist nur gerecht. Ich meine, es gibt nur zwölf Jahresbeste der Abschlussklassen, jeweils eine Frau und ein Mann. Das macht zwanzig Leute von hundertzweiunddreißig, ein paar mehr oder weniger, da einige von uns auf mehr als einem Gebiet zu Jahresbesten gekürt wurden." Harry hielt inne, um Luft zu holen. "Wie viele waren Sie in Ihrem Jahrgang, Miranda?"

"Sechsundfünfzig. Zweiundvierzig leben noch, wenngleich einige davon vielleicht auf dem letzten Loch pfeifen. Meine Aufgabe für das Ehemaligentreffen ist leichter." Miranda kicherte; ihre Hand ruhte auf dem abgegriffenen Einband ihres Jahrbuchs von 1950.

"Ihr hattet es gut, weil ihr kleine Schulen besucht habt. Ich war auf einer Gesamtschule. Die war riesig", bemerkte Chris, und ihr Jahrbuch bestätigte dies, da es dreimal so dick war wie Harrys und Susans oder das von Mrs. Hogendobber.

Susan stimmte ihr zu. "Ich denke, wir hatten es gut, aber damals war uns das nicht bewusst."

"Wem ist so was schon bewu

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