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Raum der Angst Ein Escape-Room-Thriller von Meller, Marc (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.08.2020
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)

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Raum der Angst

Der Thriller für alle Fans von Escape und Exit Games

Ein geheimes Experiment. Acht Teilnehmer. Sieben verschlossene Räume. Und ein Killer in Spiellaune
Er nennt sich Janus. Nach dem römischen Gott der Ein- und Ausgänge. Und er kommt in der Nacht. Still, heimlich. In dein Zuhause. Er betäubt dich, nimmt dich mit und schließt dich ein, in einen kalten, dunklen Raum. Um mit dir ein Spiel zu spielen. Sein Spiel. Ein Spiel voller Rätsel. Du hast nur eine Chance diesem Albtraum lebend zu entkommen: Du musst Janus' Spiel spielen - und gewinnen. Zum Glück bist du nicht allein. Du hast Mitspieler. Noch denkst du, dass das ein Vorteil wäre. Bis du begreifst: Dieses Spiel erlaubt nur einen Sieger, nicht mehrere, und die Verlierer werden sterben.



Marc Meller ist das Pseudonym eines erfolgreichen Roman- und Drehbuchautors. Am liebsten schreibt er Thriller, in denen das Thema 'Angst' in all seinen Ausformungen eine zentrale Rolle spielt. Marc Meller lebt in Köln und Hannover.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 31.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843724111
    Verlag: Ullstein
    Serie: Ullstein Taschenbuch 06380
    Größe: 2863 kBytes
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Raum der Angst

KAPITEL 1

Hannah sah zu, wie das Wasser in den Ausguss lief und dabei die Schaumkronen mit sich nahm. Sie war in Gedanken schon bei ihrem Referat, das sie morgen zusammen mit einem Kommilitonen halten würde. Kognitive Dissonanz - ein Thema, das sie faszinierte. Die Fähigkeit des Gehirns, Scheuklappen aufzusetzen und nur die Informationen zuzulassen, die der eigenen Haltung entsprachen und das positive Empfinden förderten. Oder anders gesagt: wie der Mensch es schafft, sich immer wieder selbst zu betrügen. Hannah hatte viel Zeit und Herzblut in ihre Arbeit investiert. Das einzige Ärgernis bei dem Referat war ihr Kommilitone Anton, der so gut wie nichts zum Ergebnis beigetragen hatte.

Hannah füllte ein weiteres Weizenglas mit Wasser, schüttete es mit Schwung über die gesamte Theke, um die letzten Reste des Spülmittels zu beseitigen. Dann legte sie das Gitter wieder ein. Heute würde kein Bier mehr gezapft werden.

Noch eine halbe Stunde etwa, dann wäre der Laden so weit auf Vordermann gebracht, dass die Putzfrau morgen früh durchwischen konnte. Der Koch hatte längst Feierabend gemacht. Noch drei Gäste waren in der Bar, ein Pärchen an einem Tisch, das schon bezahlt hatte, aber sich immer noch an seinen Cocktails festhielt, und ein Lonesome Cowboy am Ende der Theke, der die ganze Zeit auf sein Handy starrte. Er passte ganz gut in das Ambiente einer Mexican Bar, fand Hannah, mit seinen Bluejeans, den Cowboystiefeln und dem Cowboyhut auf dem Kopf. Die Tür hatte sie bereits abgeschlossen, um sicherzugehen, dass nicht kurz vor Feierabend noch jemand meinte, den Abend hier ausklingen lassen zu müssen. Pablo, ihr Chef, bestand darauf, dass kein Gast je weggeschickt werden dürfe. Daran hielt Hannah sich, aber ab dem Moment, wenn sie die einzige Mitarbeiterin war, gab sie niemandem mehr die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit ungebeten zu verlängern.

Das Pärchen am Tisch stand auf. Endlich! Hannah lächelte, während die beiden ihre Jacken anzogen. Der Lonesome Cowboy schien davon keine Notiz zu nehmen, wie eine unbewegliche Statue saß er auf seinem Hocker an der Theke und starrte auf sein Handy.

Hannah trocknete sich die Hände, ging zur Tür, drehte den Schlüssel um und verabschiedete sich besonders laut von den vorletzten Gästen. In der Hoffnung, der Cowboy würde es mitbekommen und den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen. Sie schloss die Tür wieder ab, drehte sich herum - und erschrak fürchterlich. Der Cowboy stand direkt vor ihr. So nah, dass sie sein Aftershave roch. Sie mochte den süßlichen Geruch ganz und gar nicht.

Instinktiv wich sie einen Schritt zurück, während er den Kopf senkte und lässig die rechte Hand hob. Zwischen Zeige- und Mittelfinger hielt er einen Zehneuroschein.

»Stimmt so«, brummte er.

Hannah nahm den Schein. »Danke«, sagte sie und wunderte sich insgeheim, denn er hatte nur eine Flasche Corona getrunken.

Sie öffnete ihm die Tür. Stumm ging er an ihr vorbei nach draußen. Über dem Holzfällerhemd trug er eine gefütterte Jeansjacke, auf dem Kopf den dunklen Cowboyhut mit breiter Krempe. Seine Schultern waren breit, die Taille schmal. Was für ein komischer Aufzug, ging es ihr durch den Kopf. Wie ein Rodeoreiter.

Dann schloss Hannah wieder von innen ab. Sie kehrte hinter die Theke zurück, griff zu einer Flasche Rum im Regal und machte aus ihrer Cola einen Cuba Libre. Endspurt, dachte sie.

Etwa eine Dreiviertelstunde später fiel die Wohnungstür hinter ihr ins Schloss. Sie drehte wie gewohnt den Schlüssel um, ließ ihn von innen stecken. Vor etwa zwei Monaten hatte Hannah Einbruchsspuren am Türrahmen entdeckt. Dem Täter war es nicht gelungen, das Schloss aufzuhebeln, darum hatte er anscheinend von seinem Vorhaben abgelassen. Seitdem war sie alarmiert, achtete verstärkt auf kleine Details in ihrem Umfeld. Hannah war alles andere als ein ängstlicher Typ, aber die Vorstellung, dass jemand nachts unbemerkt in ihre Wohnung eindringen könn

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