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Regenmord: Martin Velsmann ermittelt - Der dritte Fall Martin Velsmann ermittelt - Der dritte Fall von Schulz, Berndt (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.02.2015
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Regenmord: Martin Velsmann ermittelt - Der dritte Fall

Dieser Mord lässt niemanden los! Begleiten Sie Kommissar Velsmann bei seinem dritten Fall: 'Regenmord' von Berndt Schulz jetzt als eBook bei dotbooks. Sie sieht so friedlich aus, wie sie da auf der Parkbank sitzt. Doch die Idylle täuscht: Sie wurde brutal hingerichtet, ihre Augen ausgestochen, die Brille liegt zersplittert und blutverschmiert zu ihren Füßen. Dieser Fall ruft den inzwischen pensionierten Kommissar Velsmann zurück auf den Plan. Schnell begreift der Ermittler, dass der Mord im Zusammenhang mit einem anderen steht. Die Spuren führen Martin Velsmann und sein Team in längst vergangene Zeiten - und so beginnt für sie ein Wettlauf gegen die Geschichte ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Regenmord' von Berndt Schulz. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Berndt Schulz wurde 1942 in Berlin geboren. Er veröffentlichte zahlreiche Kriminalromane und Sachbücher. Außerdem ist Schulz unter dem Pseudonym Matthias Gerwald als Autor historischer Romane erfolgreich. Er lebt in Nordhessen und Frankfurt am Main. Bei dotbooks erscheint Berndt Schulz Krimi-Reihe rund um Kriminalkommissar Martin Velsmann, die folgende Bände umfasst: 'Novembermord. Martin Velsmann ermittelt - Der erste Fall' 'Engelmord. Martin Velsmann ermittelt - Der zweite Fall' 'Regenmord. Martin Velsmann ermittelt - Der dritte Fall' 'Frühjahrsmord. Martin Velsmann ermittelt - Der vierte Fall' Außerdem erscheinen bei dotbooks die Kriminalromane 'Wildwuchs' und 'Moderholz', und der Roman 'Eine Liebe im Krieg'. Ebenfalls bei dotbooks veröffentlicht Berndt Schulz unter dem Pseudonym Mattias Gerwald folgende Bände der 'Tempelritter-Saga': 'Die Suche nach Vineta', 'Das Grabtuch Christi', 'Der Kreuzzug der Kinder', 'Das neue Evangelium', 'Die Stunde der Gerechten', 'Die sieben Säulen Salomons' Und die historischen Romane: 'Die Geliebte des Propheten', 'Das Geheimnis des Ketzers', 'Die Entdecker', 'Die Sternenburg', 'Die Gottkönigin' und 'Die Gesandten des Kaisers'. Weitere Titel sind in Vorbereitung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 403
    Erscheinungsdatum: 02.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955207687
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1111 kBytes
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Regenmord: Martin Velsmann ermittelt - Der dritte Fall

ERSTER TEIL
Musik

1.

Sonntag, 24. April 2005

Es war ein verzauberter Abend. Martin Velsmann rechnete nicht damit, das Andere könnte noch einmal Gestalt annehmen und sich vor ihm aufbauen. Der Zauber hatte von allem Besitz ergriffen.

Es war mild. Es duftete. Der Winter war zu Ende. Andrea blickte zu ihm empor, als sei ihr etwas gelungen. Sogar ein Pirol mischte seine drei vollendeten Töne in die Harmonie. Sie schritten durch die Dunkelheit, als gehörte der aufatmende Garten ihnen allein. Die anderen Besucher besaßen das Leben nicht wirklich, sie simulierten es, ihr Schatten, den das gleißende Scheinwerferlicht gegen die Eingänge der Sakristei warf, blieb haften, wenn sie weggingen. Sie selbst verloren sich spurenlos in der Nacht.

Eine solche flüchtige Wahrnehmung ist gefährlich, sie macht unvorsichtig. Martin Velsmann wußte es aus Erfahrung. Der Polizist in ihm würde jeden eindringlich davor warnen, aber an diesem Abend war er selbst anfällig. Die Dinge, die sein Leben bisher bestimmt hatten, konnten ihn nicht mehr bedrohen. Dieses ganze Elend war vorbei.

Als die Fanfaren vom Tonband erklangen, dreimal, faßte er den Arm seiner Frau so fest, daß sie leise aufschrie. Er flüsterte mit ihr. Martin Velsmann hatte genug Dunkelheit gesehen und Distanz gehabt, und sie kehrten aus dem Park mit seinen Lauben aus niedrig hängenden Ästen von Lebensbäumen und Kegeln von Taxus zurück, dorthin, wo das gleißende Licht war. Und ihre Schatten bewegten sich mit ihnen.

Martin Velsmann verspürte für einen Moment ein Glücksgefühl, das er festhalten wollte, um sich später daran zu erinnern. Doch schon war es vorbei, als jemand mit einem nachhaltigen Parfümgeruch ihn anstieß. Er versuchte, die Erschütterung nicht an Andrea weiterzugeben. Velsmann balancierte zwei Gläser Wein, im Kapitelsaal der Mönche fiel sein Blick auf ein schreiendes Gesicht, das aus einem steinernen Blattwerk herausgearbeitet war. Die einzige Säule mitten in dem quadratischen Raum mit den umlaufenden Sitzbänken aus Stein stand mächtig da. Sie tranken langsam. Dann stellten sie die Gläser auf den alten Sandstein in der Fensteröffnung der Arkade, es klirrte dünn, welch ein Sakrileg eigentlich, und sie gingen den Kreuzgang hinunter. Sie mußten in der Menge mit Trippelschritten über holprige Steinplatten in Richtung des Eingangs gehen, aus dem ein Rauschen zu hören war. Die Basilika war dunkel, und der Ton stand darin stärker, Martin Velsmann konnte aber keine Ursache dafür erkennen.

Andrea dirigierte ihn mehr als er sie, und so gingen sie durch den Mittelgang bis zur Reihe mit der Nummer vierzehn. Wieder erhob sich das Rauschen. Es kam von den eintausenddreihundert Zuhörern, eine Zahl, die der Veranstalter gerade vom Bühnenpodest herab stolz verkündete. Sie bewegten sich im gleichen Augenblick, setzten sich oder erhoben sich wieder. Martin Velsmanns Blick ging in die Höhe, wanderte an der Decke mit den Gurtbögen entlang, in der er Risse und schadhafte Stellen entdeckte. Überall ruhiges Kerzenlicht an den ehrwürdigen Pfeilern der Basilika. Noch war nur Licht anstelle von Musik, aber der Echohall, die Abweichung, das wußte er, würde 0,075 Sekunden betragen.

Hier saßen sie also richtig, nahe am echten Ton, und die Verzögerung würde sie nicht erreichen. Die Musik würde alles Feste verflüchtigen, so hatte es Andrea ausgedrückt. Das Ende alles Materiellen. Velsmann war glücklich darüber. Das Ende aller Dienstvorschriften, dachte er. Er sah Andrea immer wieder an, als könne er kaum glauben, daß sie tatsächlich da war. Wie immer ging von ihr eine innere Kraft aus, sie besaß eine gesunde, gebräunte Gesichtsfarbe, ihr Haar war durch Wind und Wetter gebleicht, etwas in ihr war in Bewegung wie eine strömende Quelle. Velsmann hatte am Morgen bewundert, wie geschmeidig sich ihr noch immer junger Körper trotz der schwerer werdenden, fraulichen Formen bewegte. Surge, am

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