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Reigen des Todes Historischer Roman von Loibelsberger, Gerhard (eBook)

  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Reigen des Todes

Wien 1908. Als am Ufer des Donaukanals ein abgetrennter Unterarm entdeckt wird, wittert Gerichtsredakteur Leo Goldblatt die große Story. Doch nicht nur diese mysteriöse Angelegenheit schlägt dem Inspector und ausgewiesenen Gourmet Joseph Maria Nechyba gewaltig auf den Magen, sondern auch die Suche nach dem seit Tagen vermissten Oberstleutnant Vestenbrugg. Bewegung kommt erst in den Fall, als Vestenbruggs abgeschnittener Kopf auftaucht und sich herausstellt, dass er eine junge Geliebte hatte: Steffi Moravec, deren amouröse Fähigkeiten auch andere Herren der Wiener Gesellschaft sehr zu schätzen scheinen ... Gerhard Loibelsberger wurde 1957 in Wien geboren. 2009 startete er mit den "Naschmarkt-Morden" eine Serie von historischen Kriminalromanen rund um den schwergewichtigen Inspector Joseph Maria Nechyba. Den "Naschmarkt-Morden" folgten 2010 der "Reigen des Todes" sowie 2011 "Mord und Brand". 2012 folgten "Nechybas Wien - 33 Lieblingsspaziergänge und 11 Genusstipps" sowie Loibelsbergers erster Venedig-Krimi "Quadriga". 2013 kam der 4. Band der Nechyba-Serie "Todeswalzer". 2014 wurden der Kurzgeschichtenband "Kaiser, Kraut und Kiberer" sowie die Anthologie "Wiener Seele" veröffentlicht, bei der er als Herausgeber fungierte. 2014 erschien die CD "Loibelsbergers Kriminelles Wien - 18 Mördersongs". 2010 Nominierung für den Leo-Perutz-Preis der Stadt Wien. 2016 wurde "Der Henker von Wien" mit dem goldenen HOMER Literaturpreis ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 324
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839234990
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Serie: Gmeiner Original Bd.2
    Größe: 1408 kBytes
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Reigen des Todes

IV/3. (S. 176-177)

Die von Nechyba Gesuchte schleppte fluchend ihre beiden Koffer durch die Gegend. Die harten Ledergriffe brannten auf ihren Handflächen und sie hatte das Gefühl, dass ihre Arme immer länger und länger wurden. Erschöpft blieb sie an der Kreuzung Operngasse und Karlsplatz stehen und ließ die beiden schweren Koffer auf den Gehsteig knallen. Um ein Haar wäre eines dieser Trümmer einem jungen, kahl geschorenen Mann auf die Zehen gefallen, der gerade mit Schwung aus dem Café Museum herausgestürmt war. Steffi erschrak vor dem irren Blick des Kerls. Ein Blick, der sie von oben bis unten verschlang. Augen wie Vergrößerungsgläser, die jeden Millimeter von ihr untersuchten. "'tschuldigen Sie, der Herr", murmelte die Moravec.

Plötzlich blitzte der Schalk in seinen Augen auf. "Fast hätten S' mir die Zehen amputiert. Aber solang es nicht meine Finger sind, ist mir das wurscht." Die Moravec fasste sich und erwiderte: "Ah so? Wozu brauchen S' denn Ihre Finger so dringend?" "Zum Malen und Zeichnen. Oskar Kokoschka mein Name." "Klingt wie eine Süßigkeit. So wie Kokosbusserln ..." "Sie sind ganz schön keck, mein Fräulein. Das g'fallt mir. Darf ich Ihnen die schweren Koffer tragen helfen? Ganz gleich wohin – ich stehe zu Ihrer Verfügung." "Wenn ich das nur wüsste", seufzte die Moravec und warf ihm einen koketten Blick zu.

"Ja haben Sie keine Wohnung? Kein Dach überm Kopf?" "Auch wenn Sie's nicht glauben sollten, genau so ist es." Kokoschka musterte sie nochmals von oben bis unten, bemerkte ihre teure Kleidung und auch die hervorragende Qualität der Koffer, und zuckte resignierend die Schultern. "Schade, ich hätt' Ihnen gerne die Koffer heimgetragen." "Na ja, vielleicht tragen S' mir die Koffer in die nächste Gaststätte und laden S' mich dort auf ein Bier ein." "Na gut, schau ma halt zum Smutny. Eine Neueröffnung. Gleich ums Eck. Dort gibt's ein hervorragendes Budweiser." "Sie sind ganz schön keck, mein Fräulein.

Das g'fallt mir. Darf ich Ihnen die schweren Koffer tragen helfen? Ganz gleich wohin – ich stehe zu Ihrer Verfügung." "Wenn ich das nur wüsste", seufzte die Moravec und warf ihm einen koketten Blick zu. "Ja haben Sie keine Wohnung? Kein Dach überm Kopf?" "Auch wenn Sie's nicht glauben sollten, genau so ist es." Kokoschka musterte sie nochmals von oben bis unten, bemerkte ihre teure Kleidung und auch die hervorragende Qualität der Koffer, und zuckte resignierend die Schultern. "Schade, ich hätt' Ihnen gerne die Koffer heimgetragen." "Na ja, vielleicht tragen S' mir die Koffer in die nächste Gaststätte und laden S' mich dort auf ein Bier ein." "Na gut, schau ma halt zum Smutny. Eine Neueröffnung. Gleich ums Eck. Dort gibt's ein hervorragendes Budweiser."

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