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Rheinland-Krimi 8: Missbrauchte Macht von Martin, Caroline (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.09.2019
  • Verlag: Verlag Peter Hopf
eBook (ePUB)
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Rheinland-Krimi 8: Missbrauchte Macht

Der charismatische Unternehmer Jonas Lohner wird tot in seinem Büro aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es Mord war. Doch niemand kann sich vorstellen, warum ausgerechnet er einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Hauptkommissarin Katrin Kramer und ihre Kollegin Kommissarin Laura Janssen führt der Fall tief in die Abgründe eines Beziehungsgeflechtes, das alte Wunden wieder aufreißt. Katrin ist froh darüber, dass sie sich mit ihrer neuen Freundin und Kollegin Hanna Winter austauschen kann, auch über das, was sie im Innersten bewegt. Dieser Roman wurde bereits unter dem Titel ?Tödliche Hoffnung? in der Reihe KATRIM KRAMER PPD veröffentlicht und von der Autorin für die vorliegende Fassung neu bearbeitet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 97
    Erscheinungsdatum: 27.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863052904
    Verlag: Verlag Peter Hopf
    Größe: 715 kBytes
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Rheinland-Krimi 8: Missbrauchte Macht

Kapitel 2

Hauptkommissarin Katrin Kramer musterte sich ebenfalls im Spiegel. Konnte sie das ertragen? Unentschlossen drehte sie sich zur Seite, nahm den Handspiegel und betrachtete sich von hinten.

Sie seufzte. Das elegante roséfarbene Etuikleid mit passendem Bolerojäckchen passte immer noch wie angegossen. Katrin drehte sich wieder mit dem Gesicht zum Spiegel um und starrte sich an. Ihre Gedanken flogen zurück. Das Kleid hatte sie sich zu Max' 40. Geburtstag vor drei Jahren in Hamburg schneidern lassen. Voller Vorfreude war sie gewesen, als sie seine Überraschungsparty organisiert hatte. Wie bewundernd und liebevoll seine Blicke auf ihr geruht hatten, als sie ihm mit zwei gefüllten Champagnerkelchen entgegengekommen war! Wenn ihr damals jemand gesagt hätte, dass ihre heile Welt bald zerbrechen würde, hätte sie ihn ausgelacht.

Und doch war es passiert. Das Kleid war ein Relikt aus glücklichen Zeiten, weil sie beim Kistenpacken vor ihrem Umzug von Hamburg nach Düsseldorf einfach nicht in der Lage gewesen war, es in einen der großen Altkleidersäcke zu stopfen.

Kein anderes Stück aus ihrer Garderobe war übrig geblieben und die einst hübsche, geschmackvoll gekleidete Frau hatte sich durch einen kompletten Stilwechsel absichtlich in ein unscheinbares Wesen verwandelt, das von Männern kaum wahrgenommen wurde. Genau das war Katrins Ziel gewesen. Sie brauchte Ruhe, um seelisch zu gesunden, um die schwere Enttäuschung zu überwinden, und dazu wollte sie so gut wie unsichtbar sein.

Heute allerdings war sie das ganz und gar nicht. Die Farbe des Kleides schmeichelte ihrem Hautton und das kurz geschnittene naturblonde Haar unterstrich ihre aparte Erscheinung. Katrin seufzte noch einmal tief und fügte sich in die Situation. Irgendwo musste sie auch noch Wimperntusche und einen Lippenstift haben. Und die Pumps natürlich, die sie ganz unten in ihrem Schrank versteckt hatte. Nur für heute, sagte sie sich. Das war sie ihren Freunden schuldig.

Achmed und Halise waren immer noch ihr einziger privater Kontakt in Düsseldorf. Die ungewöhnliche Freundschaft war Katrins Leidenschaft für Döner zu verdanken, den sie mindestens einmal pro Woche aß.

Das türkische Paar, das den Imbiss um die Ecke betrieb, hatte sie rasch ins Herz geschlossen, auch weil sie immer alleine zum Essen kam. Achmed, der ganz und gar nicht verstand, warum Katrin keinen Mann hatte, wurde nicht müde, ihr Junggesellen aus seiner großen Familie als passende Partner anzupreisen, was bei den beiden Frauen, die sich trotz all ihrer Verschiedenheit gut verstanden, immer wieder für Erheiterung sorgte. Auf jeden Fall hatte es sich so eingebürgert, dass Katrin, nachdem sie ihre Dönertasche verspeist hatte, auf eine oder zwei Tassen süßen Pfefferminztee blieb und mit dem Paar plauschte, wenn gerade nicht zu viel zu tun war.

Der Kontakt war für beide Seiten eine Bereicherung: Katrin erfuhr sehr viel über das Leben und die Tradition der eingewanderten Türken und erzählte ihrerseits von Abläufen und Gewohnheiten des deutschen Alltags. Ihren Alltag als Hauptkommissarin thematisierte sie jedoch nie. Katrin beließ es dabei, dass sie Beamtin war, was ja auch stimmte. Wo sie allerdings ihren Beruf ausübte, erwähnte sie nicht.

Bald nachdem sie den Imbiss zum ersten Mal betreten hatte, wurde von der bevorstehenden Hochzeit Leylas, der Tochter der beiden Inhaber, gesprochen. Inzwischen wusste Katrin fast alles über das Brauchtum und die umfangreichen Vorbereitungen einer türkischen Hochzeit, neben der sich viele einheimische Hochzeitsfeste eher unaufwendig ausnahmen. Da sowohl die Eltern der Braut als auch die des Bräutigams fast ein Jahr vor dem großen Ereignis bereits involviert waren, hielt die Hochzeit durch die unterschiedlichen Rituale alle Beteiligten in Atem. Im kleinen Kreis fand sowohl bei der Verlobung als auch bei der Hochzeit gar nichts statt. Säle für mindestens 300 Gäste wurden angemie

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