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Rieslingtrüffel Pfalz Krimi von Greifenstein, Gina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2018
  • Verlag: Emons
eBook (ePUB)
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Rieslingtrüffel

Pfälzer morden süßer. Eine Tote auf einem Friedhof ist eigentlich nichts Besonderes - läge sie nicht auf einem Grab, frisch verstorben und das auf ganz und gar nicht natürliche Weise. Eindeutig ein Fall für das fränkisch-pfälzische Ermittler-Dreamteam Paula Stern und Bernd Keeser. Die Spur führt sie direkt in eine Konditorei, die pfalzweit für ihre Pralinen bekannt ist - ein besonders schwerer Fall für Keeser, wo er doch gerade von seiner höchstpersönlichen Staatsanwältin auf strenge Diät gesetzt wurde.

Gina Greifenstein wuchs im unterfränkischen Würzburg auf, lebt und arbeitet aber seit über zwanzig Jahren als freie Autorin in der Südpfalz. Aus ihrer Feder stammen zahlreiche Bestsellerkochbücher, aber auch Romane - 'Der Traummann auf der Bettkante ' (Piper) war 2008 für den DeLiA-Literaturpreis nominiert. Zuletzt erschienen ist die Pfalz-Krimi-Reihe um die junge Ermittlerin Paula Stern - vor der eigenen Haustür mordet es sich schließlich am besten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 28.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960413646
    Verlag: Emons
    Serie: Paula Stern .3
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Rieslingtrüffel

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es der lieben Familie nicht in den Kram passt."

Frei nach Friedrich Schiller

Dienstag, 18. September

Die Leuchtanzeige von Paulas neuem Radiowecker zeigte zwei Uhr dreiunddreißig, als sie aus dem Schlaf hochschreckte. Sie hatte keine Ahnung, was sie geweckt hatte. An einen schlechten Traum konnte sie sich nicht erinnern, und um sie herum war alles still, genau wie es sich für diese Uhrzeit gehörte.

Noch fast vier Stunden, dachte Paula erleichtert, als ihr Kopf zurück auf das Kissen sank. Noch fast vier Stunden konnte sie weiterschlafen, bis der Wecker sie aus dem Schlaf holen würde. Sie schloss die Augen und war augenblicklich wieder tief und fest eingeschlafen.

Um zwei Uhr einundvierzig fuhr sie erneut aus ihren Träumen auf. Und da hörte sie es, das gedämpfte Surren ihres Handys in weiter Ferne. Sie hatte es kurz vor dem Zubettgehen in der Küche ans Ladekabel angeschlossen. Es war ein Wunder, dass sie es bis hierher ins Schlafzimmer und noch dazu bis in den Schlaf hinein gehört hatte.

Mühsam schob Paula ein Bein nach dem anderen aus dem Bett. Wer zur Hölle ruft um diese Uhrzeit an?, fragte sie sich schlaftrunken.

Ohne das Licht anzumachen, tastete sie sich aus dem Schlafzimmer hinaus ins angrenzende Wohnzimmer. Ihr linker kleiner Zeh kollidierte schmerzhaft mit der halb offen stehenden Tür zur Diele.

"Verdammt", rief sie laut aus und erreichte auf einem Bein hüpfend die Küche. Vom Leuchten des Displays geleitet, ergriff sie das Handy. Genau in diesem Moment verstummte das Surren, die Displaybeleuchtung erlosch.

Paula schaltete das Licht über der Arbeitsplatte an und öffnete den Ordner für verpasste Anrufe. Die Nummer, die sie vor nicht einmal zehn Sekunden angerufen hatte, war ihr unbekannt. Aber sie erschien vier Mal in der Liste, und das im Minutentakt. Es musste sich um etwas Wichtiges handeln.

Zunächst befürchtete Paula, ihrem Vater könne etwas passiert sein und ihre Mutter versuchte, sie aus dem Krankenhaus anzurufen. 06343 - das war keine Vorwahl aus dem Würzburger Raum, stellte sie jedoch erleichtert fest. Landau hatte 06341, es musste sich demnach um einen Anschluss in der näheren Umgebung handeln.

Paula betätigte die Rückruffunktion. Bereits im ersten Klingeln wurde am anderen Ende abgenommen. Eine weibliche Stimme hauchte ein kaum hörbares "Ja?" in Paulas Ohr.

"Wer ist da? Sie haben mehrmals bei mir angerufen", sagte Paula vorwurfsvoll.

"Frau Stern, Gott sei Dank, dass Sie zurückrufen", sagte die Frau erleichtert, ehe sie flüsternd weitersprach: "Hier spricht Helma Gensheimer."

"Frau Gensheimer ..."

"Kommen Sie schnell her - ich ..." Mehr konnte Paula nicht verstehen, der Rest war zu leise für sie, um ihm einen Sinn zu geben.

"Frau Gensheimer, sprechen Sie doch bitte ein bisschen lauter!"

"Kommen Sie schnell her", wiederholte die hörbar verängstigte Frau genau die Worte, die Paula verstanden hatte. Zum Glück fuhr sie ähnlich verständlich fort: "Ich höre Geräusche aus Lissis Haus, da muss ein Einbrecher am Werk sein."

Oder die Mäuse, die Dreißigacker und seinen Männern entkommen konnten, dachte Paula und gähnte lautlos.

Aber würde man die bis ins Nachbarhaus hören? Besser gefragt: Würde das eine schwerhörige alte Frau hören, wenn sie keine Hörgeräte trug? Ebendas vermutete Paula, denn um diese Uhrzeit war Helma Gensheimer bestimmt schon im Bett gewesen - und das doch sicherlich ohne ihre Hörhilfen. Die Geräusche allerdings, die ein Mensch im Nebenhaus verursachte, konnte sie vermutlich auch ohne technische Unterstützung wahrnehmen.

Paula war schlagartig ganz Polizistin.

"Verhalten Sie sich bitte vollkommen ruhig und unternehmen Sie auf gar keinen Fall irgendetwas", sagte Paula eindringlich. "Ich verständige sofort die Kollegen vom Streifendienst und kom

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