text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Romeo von Krämer, Micha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2014
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Romeo

Die Aufführung von Romeo und Julia in der Betzdorfer Stadthalle ist ein voller Erfolg. Als der letzte Vorhang fällt, ahnt niemand, dass dies tatsächlich das Ende des jungen Romeo ist, dessen Leiche am nächsten Morgen in dem Sarg der Bühnenrequisite gefunden wird. Kommissarin Nina Moretti wird schnell klar, dass der junge Schauspieler, der Sohn eines neapolitanischen Paten, nicht nur Freunde besaß. Auch die Vergangenheit ihrer eigenen Familie scheint sie einzuholen. Ist Antonio, der smarte Commissario aus Neapel, wirklich der Mann, für den er sich ausgibt? Micha Krämer wurde 1970 in Kausen im Westerwald geboren. 1989 zog es ihn nach Betzdorf, wo er es ganze 15 Jahre aushielt, bevor das Heimweh ihn zurück nach Kausen führte. 2009 veröffentlichte der gelernte Elektroniker kurz nacheinander die beiden Kinderbücher Willi und das Grab des Drachentöters und Willi und das verborgene Volk. Der regionale Erfolg der beiden Bücher, die er eigentlich nur für seine eigenen beiden Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt musste im Jahre 2010 nun ein richtiges Buch her. Im Juni erschien sein erster Roman für Erwachsene und zum Ende des Jahres 2010 sein erster Kriminalroman, der die Geschichte der jungen Kommissarin Nina Moretti erzählt. Neben seiner Familie, dem Beruf und dem Schreiben gehört die Musik zu einer seiner großen Leidenschaften.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 19.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827198648
    Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
    Größe: 2110 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Romeo

Kapitel 2

Sonntag, 18. Mai 2014, 13:30 Uhr
Stadthalle, Betzdorf/Sieg

"Und Sie sind sicher, dass Sie kurz nach dreiundzwanzig Uhr wirklich alle Türen verschlossen haben?", fragte Thomas nun zum vierten Mal den Hausmeister der Halle. Der Mann nickte. Thomas kratzte sich am Kinn. Ver ucht, wie waren der Italiener und sein Mörder bloß in die Halle gekommen? Es gab nirgends Einbruchspuren. Alle Türen und Fenster waren angeblich über Nacht verschlossen gewesen. Torsten und die anderen Kollegen waren immer noch damit beschäftigt, sämtliche Zugänge auf Fingerabdrücke zu untersuchen. Es gab Hunderte Abdrücke von den unterschiedlichsten Personen, was bei einem öffentlichen Gebäude wie der Stadthalle mit Sicherheit nicht ungewöhnlich war.

Thomas kam eine Idee.

"Wissen Sie was? Wir beide gehen jetzt einfach mal den Weg Ihrer letzten Runde gestern Abend gemeinsam ab", entschied er entschlossen.

Doch noch bevor sie sich in Bewegung setzten, kam Torsten die Treppe vom Saal zur Bühne heraufgewetzt.

"Du Thomas, ich glaube, wir haben was gefunden", erklärte er und deutete in die Richtung, aus der er gekommen war. Thomas und der Hausmeister folgten ihm durch den bestuhlten Saal zu einer Nebentür rechts der Bühne und weiter in den Gastronomiebereich der Stadthalle.

"Eine von den Bedienungen hat ausgesagt, dass Daniele Catalano gestern mit einigen Freunden nach dem Auftritt noch hier gespeist hat", klärte Torsten ihn unterwegs auf.

"Ist der Durchgang zwischen der Halle und der angrenzenden Gastronomie nachts nicht abgeschlossen?", erkundigte Thomas sich sofort beim Hausmeister.

"Äh, nein. Da ist immer offen. Der Wirt der Pizzeria ist ja auch für die Bewirtung im Rest der Halle verantwortlich." Thomas war genervt. Warum nur musste man den Leuten immer jede Einzelheit aus der Nase ziehen? Hätte der Typ das nicht eben schon sagen können?

Die Bedienung, eine junge Frau um die dreißig mit langen dunklen, zu einem Zopf geflochtenen Haaren, stand im Schankraum hinter der Theke und polierte Gläser. Sie wirkte auf Thomas merkwürdig melancholisch, und ihre geröteten, glasigen Augen ließen erahnen, dass sie geweint hatte. Thomas überlegte einen Moment. Kannte er die Frau nicht irgendwoher? Vielleicht sollte er sie fragen? Er schüttelte den Gedanken ab. Als Polizist in einer Kleinstadt begegnete man ständig Menschen. Vermutlich hatte er die Frau wirklich schon einmal getroffen. Sie war Kellnerin. Könnte ja sein, dass er selbst schon einmal von ihr bedient worden war.

Nina und Heike mussten dreimal klingeln, bis sich die Haustür der Familie Principi in dem kleinen Ort Scheuerfeld öffnete. Vom Sehen kannte Nina den Herrn Mario Principi. Noch bevor sie etwas sagen konnte, entschuldigte er sich bei ihr, dass er sie habe warten lassen. Er sei im Garten hinter dem Haus gewesen, wo er die Klingel nicht sofort gehört habe.

Nina zog derweil ihren Dienstausweis und stellte sich und Heike vor. Herr Principi schien vom Besuch der Polizei überrascht. Nina hatte sogar das Gefühl, der Mann wirkte mit einem Mal extrem nervös.

"Herr Principi, wir sind wegen Ihres Neffen Daniele hier", begann Nina vorsichtig und noch unter den Eindrücken des Besuchs von vorhin bei den Hempels. Das Gesicht von Mario Principi entspannte sich ein wenig.

"Ah, wegen meine Neffe Daniele, Frau Commissario. Da muss ich Sie enttäuschen. Daniele ist nicht zu Hause. Hat wohl bei Freunden übernachtet", erklärte er mit starkem italienischen Akzent. Nina und Heike sahen sich kurz an. Nina holte tief Luft.

"Herr Principi, wir wissen, dass Daniele nicht zu Hause ist. Wir müssen Sie leider davon in Kenntnis setzen, dass Ihr Neffe in der letzten Nacht verstorben ist. Unsere herzlichste Anteilnahme." Principis Augen flogen schnell zwischen ihnen beiden hin und her. Nina fiel es schwer, dem entsetzten Blick des Mannes standzuhalten. Dann veränderten sich die Züge des I

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen