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Rote Belladonna Die Apothekerin ermittelt von Seibold, Jürgen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2020
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Rote Belladonna

Die Dosis macht das Gift - Apothekerin Maja Ursinus ermittelt in ihrem zweiten Fall. Ein Todesfall in Zusammenhang mit Globuli führt Maja Ursinus nach Marburg. Undercover ermittelt sie in der Salus-Apotheke, deren Besitzerin für ihre homöopathische Expertise bekannt ist. Ist Elisabeth Wenderoth ein tödlicher Fehler unterlaufen? Oder hat jemand ihre Arznei absichtlich manipuliert? Maja erkennt, dass die Marburger Apothekerin mehr Feinde hat, als sie zugeben will. Schreckt einer von ihnen auch vor Mord nicht zurück? Als es einen weiteren Vorfall gibt und ein Kind in Lebensgefahr schwebt, wächst der Druck. Maja Ursinus muss schnell handeln, bevor es noch mehr Tote gibt ...Ein Todesfall in Zusammenhang mit Globuli führt Maja Ursinus nach Marburg. Undercover ermittelt sie in der Salus-Apotheke, deren Besitzerin für ihre homöopathische Expertise bekannt ist. Ist Elisabeth Wenderoth ein tödlicher Fehler unterlaufen? Oder hat jemand ihre Arznei absichtlich manipuliert? Maja erkennt, dass die Marburger Apothekerin mehr Feinde hat, als sie zugeben will. Schreckt einer von ihnen auch vor Mord nicht zurück? Als es einen weiteren Vorfall gibt und ein Kind in Lebensgefahr schwebt, wächst der Druck. Maja Ursinus muss schnell handeln, bevor es noch mehr Tote gibt ... Nach 'Schwarzer Nachtschatten' der zweite Fall für die Apothekerin und Giftpflanzenexpertin Maja Ursinus, hochspannend und hervorragend recherchiert von SPIEGEL-Bestsellerautor Jürgen Seibold!

Jürgen Seibold, 1960 in Stuttgart geboren, arbeitete als Redakteur und freier Journalist. 1989 veröffentlichte der SPIEGEL-Bestsellerautor seine erste Musikerbiografie. Es folgten weitere Sachbücher, Theaterstücke, Thriller und Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 30.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492996921
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 4749 kBytes
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Rote Belladonna

1

Heribert Ursinus lehnte behaglich in seinem Liegestuhl und sah von der etwas erhöht angelegten Terrasse aus in den Garten, wo seine Frau Hildegard vor einem Kräuterbeet kniete, die Feuchtigkeit des Bodens mit den Fingerspitzen prüfte, immer wieder zärtlich über die Rosmarin- und Salbeiblätter strich und dabei so leise vor sich hin murmelte, dass er es auf seinem Platz nicht hören konnte. Neben ihm saß Maja, seine in München lebende Großnichte, die vor zwei Stunden in Neumarkt in der Oberpfalz angekommen war. Auch sie schaute stumm der Tante zu und nippte von Zeit zu Zeit am Kaffee, der inzwischen nur noch lauwarm war.

Maja war hübsch, eine schlanke, sportliche Frau von Anfang dreißig, aber für ihren größten Trumpf hielt Heribert ihre freundliche, offene Art. Zwar machte sie sich manchmal unnötig Sorgen oder hielt sich für die Schuldige in Auseinandersetzungen, die sie gar nicht verursacht hatte. Doch sie war ein verlässlicher Mensch, meistens unkompliziert, und wenn sie etwas auf dem Herzen hatte, waren er und seine Frau die Menschen, denen sie sich anvertraute - viel eher als ihren Eltern. Weder ihren Vater, der seine Tochter nach seinem Vorbild formen und ihr die Leitung der Familienapotheke in Füssen aufzwingen wollte, noch ihre Mutter, die dem Vater immer recht gab, hätte sie im Zweifelsfall um Rat oder Unterstützung gebeten. Seit einiger Zeit gab es außer Heribert und Hilde noch jemanden, der in Majas Leben eine wichtige Rolle spielte: Markus Brodtbeck, Kommissar der Münchener Kripo. Die beiden wohnten im selben Haus in München-Laim - Markus in seiner eigenen Wohnung und Maja direkt nebenan in ihrer WG.

Als sie bemerkte, dass ihr Onkel sie beobachtete, sah sie ihn fragend an. Heribert erwiderte ihren Blick ruhig, und fast gleichzeitig breitete sich auf den Gesichtern der beiden ein Grinsen aus.

»Jetzt frag schon, was du fragen willst«, sagte Maja.

»Warum bist du allein zu uns gekommen und nicht, wie ursprünglich angekündigt, mit deinem Freund Markus?«

»Der hat einen Rückzieher gemacht«, antwortete sie, ohne zu zögern. Offenbar hatte sie genau mit dieser Frage gerechnet.

Wie gut sie sich doch kannten.

»Wieso das denn?«, hakte er nach.

»Wir haben uns gestritten.«

»Worüber?«

»Ich habe schon vor Längerem für die nächsten beiden Wochen Urlaub eingereicht, und wir wollten zusammen verreisen. Aber er steckt noch in einem Fall fest, und als ich mich gerade damit abgefunden hatte, dass wir erst in meiner zweiten Urlaubswoche zusammen wegfahren können, hat er mir gebeichtet, dass er vielleicht nicht einmal dann Urlaub bekommt. Daraufhin habe ich ihm wohl etwas zu deutlich gesagt, wie blöd ich das finde. Na ja, und jetzt tut mir ein bisschen Abstand zu Markus vielleicht ganz gut.«

»Abstand? Wär's nicht besser, ihr redet miteinander, und du entschuldigst dich bei ihm?«

Maja zuckte mit den Schultern.

»Man sollte nie im Streit auseinandergehen«, fuhr er fort. »Und was man klären kann, sollte man klären, und zwar möglichst bald.«

»Soso, Onkel Heribert. Habt ihr das auch jedes Mal so gehalten, du und Tante Hildegard?«

Er verzog das Gesicht, als hätte er in eine Zitrone gebissen, doch dann musste er lachen.

»Dir erzähl ich noch mal was über unsere Ehekrisen!«, versetzte er in gespielter Empörung. »Die Anekdoten von damals sollten dir nur als Beispiel dienen. Ich wollte dich wissen lassen, dass du nicht die Einzige bist, der mal das Herz schwer wird.«

Maja legte eine Hand auf seine.

»Das weiß ich doch, Onkel Heribert. War auch nicht böse gemeint. Außerdem dachte ich, ihr freut euch, wenn ich komme, auch ohne Markus.«

»Natürlich freuen wir uns!« Er legte seine andere Hand auf ihre und drückte sie leicht. »Sehr sogar. Hildegard weiß auch schon, was sie dir morgen kochen will. Ich darf's dir nicht verraten, aber ich freu mich selbst schon sehr drauf.«

Er

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