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Rote Rache Ein Hap & Leonard-Roman von Lansdale, Joe R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2016
  • Verlag: Golkonda Verlag
eBook (ePUB)
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Rote Rache

Endlich dürfen Hap und Leonard ihren ersten richtigen Auftrag für Marvin Hansons Privatdetektei übernehmen: Sie sollen einen Doppelmord aufklären, der allerdings schon Jahre zurückliegt. Bei ihrer Recherche stoßen sie auf eine bluttrinkende Vampirclique, noch mehr Morde ? und überall die rote Teufelsfratze. Tatkräftig unterstützt von einem umtriebigen Reporter und einem Computerprofi müssen sie allmählich erkennen, dass der Fall immer größere Kreise zieht und der Killer von damals jederzeit wieder zuschlagen kann ... 'Dann fangen wir mal an zu ermitteln.' 'Du meinst, ihr fangt an durch die Gegend zu stolpern und hofft, über irgendwas drüberzufallen.' 'Ja, kommt ungefähr hin.' Rote Rache ist das achte spannende Abenteuer der beiden handfesten Helden Hap Collins und Leonard Pine. Wieder erleben wir mit ihnen Menschliches und Allzumenschliches, Freundschaft und Humor, aber auch höchste Gefahr und die Gewalt des Bösen. Krimi, Horror, Science Fiction, historischer Roman ? Joe R. Lansdale ist als Schriftsteller in zahlreichen Gefilden zu Hause. Der gebürtige Texaner weiß nicht nur durch seine Ideenvielfalt und seinen schwarzen Humor zu überzeugen, es ist vor allem seine erzählerische Urwüchsigkeit, die seine Fans begeistert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 234
    Erscheinungsdatum: 15.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944720951
    Verlag: Golkonda Verlag
    Serie: Hap & Leonard 8
    Originaltitel: Devil Red
    Größe: 6154 kBytes
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Rote Rache

Kapitel 7

Marvins Büro lag in einer netten Gegend abseits des Stadtverkehrs in einer von Häusern gesäumten Straße. Wir parkten vor einer riesigen, breiten Eiche und stiegen aus. Ein Stück Brachland war als seltenes Beispiel für Stadtplanung übrig gelassen worden. Irgendjemand hatte ein gebrauchtes Kondom und eine Chipstüte an dem Eichenstamm hinterlegt, möglicherweise als eine Art Opfer für die Waldgötter, und es roch nach Pisse, aber ansonsten sah die Eiche sehr hübsch und natürlich aus und spendete knorrigen Schatten.

Wie wir so die Pisse in der Herbstluft erschnupperten, rieselte braunes Eichenlaub runter und wirbelte mit einem Knistern über das Grundstück, als würde jemand auf Papiertüten treten oder einem großen Kerl das Knie mit einem Baseballschläger zertrümmern.

Auf dem Bürgersteig hatte ein Amberbaum klebrige Gummikugeln über den Beton verteilt, sodass ich um seine Zukunft nach der nächsten Kommunalwahl bangte.

Marvins Büro lag in einem zweigeschossigen Gebäude, daneben ein Comicgeschäft in einem Flachbau mit einem großen, blauen aufblasbaren Gorilla auf dem Dach. Mal war es eine riesige rote Ameise, mal ein großer silberner Alien. Einmal stand da oben ein großer Braunbär in Bermudashorts, einen Fisch zwischen den luftgefüllten Zähnen und eine Angel in den Tatzen.

Unten in Marvins Haus befand sich ein Fahrradladen. Das Gebäude hatte einen hellgelben Anstrich. Eine junge blonde Frau, die, ihren Waden nach zu urteilen, selbst viel Fahrrad fuhr, stand davor und trotzte der Kühle in Shorts, einem T-Shirt und Flipflops. Als wir ankamen, schloss sie gerade die Ladentür auf. Sie drehte sich zu uns um, warf das lange blonde Haar nach hinten und schenkte uns ein Lächeln, das einen familientreuen Republikaner dazu bringen könnte, mit einem Klappmesser auf die Heilige Schrift einzustechen.

Die Metallstufen waren ein bisschen rutschig von dem Regen, der vorhin runtergedröppelt war. Wir gingen hoch. An der Tür hing ein Schild, schwarze Buchstaben auf einer grünen Tafel: Privatermittlungen Hanson .

Drinnen hockte Marvin hinter seinem neuen Schreibtisch, und eine Frau mittleren Alters saß auf dem Besucherstuhl und drehte sich zu uns um, als wir eintraten. Sie hatte das gepflegte Äußere einer treuen Kirchgängerin oder der netten Nachbarin von nebenan. Sie war gut, aber nicht schick angezogen, und ihre Haare leuchteten ein bisschen zu rot, genau wie ihre Wangen. Anscheinend hatte sie gerade geweint. In der Hand hielt sie ein zusammengeknülltes Taschentuch, und ein Zipfel lugte zwischen ihren Fingern vor, als käme die Polsterung aus ihr raus. Wahrscheinlich war das die Klientin, die wir treffen sollten.

Sie hatte einen jungen Mann mitgebracht, der sich gerade Kaffee in einen Styroporbecher schenkte. Er war groß, hatte verwuschelte schwarze Haare und eine sportliche Figur. Man merkte ihm gleich an, dass er sich nicht die Butter vom Brot nehmen ließ; gleichzeitig wirkte er wie der absolute Frauenschwarm.

Er rührte mit einem Plastiklöffel in seinem Kaffee und setzte sich auf einen anderen Besuchersessel. Damit waren alle Besuchersessel belegt, und Leonard und ich mussten stehen. Darauf hatte ich keine Lust, also ging ich hin und schob meinen Hintern auf Marvins Schreibtischkante. Jetzt hockte ich genau dem jungen Kerl vor der Nase. Leonard lehnte sich an die Wand bei der Tür, nicht weit von der Dame entfernt, und schob die Hände in die Hosentaschen.

Marvin, der vor einem Monat seinen Gehstock losgeworden war, stand auf, humpelte zum Wasserspender, machte einen Pappbecher voll und reichte ihn der Dame.

Dann schaute er zu uns. "Das ist Mrs Christopher, und neben ihr sitzt ein Freund der Familie, Cason Statler. Er arbeitet für die Zeitung von Camp Rapture. Mrs Christopher, das sind Hap Collins und Leonard Pine. Wenn sie was Peinliches von sich geben, bedenken Sie bitte, es sind meine Freunde und ich muss sie die ganze Zeit ert

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