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Rote Spur Thriller von Meyer, Deon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.10.2011
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Rote Spur

Blutige Spuren. Es ist nur ein Gerücht: ein islamistischer Anschlag in Südafrika. Doch warum gelingt es dem Geheimdienst nicht, Genaueres herauszufinden? Warum fährt die CIA schweres Geschütz auf? Deon Meyer legt hier einen aktuellen, atemberaubenden Roman vor. Eine Schmugglerin führt alle hinters Licht, eine Agentin verliebt sich in den Falschen, und ein Drogenboss geht über Leichen. Mittendrin der Bodyguard Lemmer, für den das Motto gilt: 'Nicht ich suche Ärger - der Ärger sucht mich.' 'Versuchen Sie es: Nehmen Sie dieses Buch in die Hand und legen Sie es dann wieder weg. Versuchen Sie es. Man schafft es einfach nicht. Ich bin ein Profi, und nicht mal ich konnte es.' Don Winslow.

Deon Meyer wurde 1958 in Paarl, Südafrika geboren. Seine Romane wurden bisher in 27 Sprachen übersetzt. Er hat auch zahlreiche Drehbücher für Filme und Fernsehserien geschrieben. Deon Meyer lebt in Stellenbosch, in der Nähe von Kapstadt.

Im Aufbau Taschenbuch Verlag liegen seine Thriller »Tod vor Morgengrauen«, »Der traurige Polizist«, »Das Herz des Jägers«, »Der Atem des Jägers«, »Weißer Schatten«, »Dreizehn Stunden«, »Rote Spur«, »Sieben Tage«, »Cobra«, »Icarus«, »Fever« und »Die Amerikanerin« sowie der Storyband »Schwarz. Weiß. Tot« vor.
Zuletzt erschien von ihm bei Rütten & Loening »Beute«.

Mehr zum Autor unter www.deonmeyer.com.  

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 625
    Erscheinungsdatum: 25.10.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841203410
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Spoor
    Größe: 3707 kBytes
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Rote Spur

1

(31. Juli 2009. Freitag.)

Ismail Mohammed rannte die steil abfallende Heiligerlaan hinunter. Seine weiße Galabija mit dem modernen, offenen Mandarin-Kragen bauscht»Kommt«, sagte er ruhig. »Alles hat siche sich bei jedem seiner Schritte auf. Er ruderte hektisch mit den Armen, aus Angst und um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Die gehäkelte Kufi fiel ihm vom Kopf und blieb auf den Pflastersteinen neben der Kreuzung zurück. Seine Augen waren starr auf die Stadt dort unten gerichtet, wo er einigermaßen in Sicherheit sein würde.

Hinter ihm flog die Tür des weißen, eingeschossigen Hauses neben der Schotsekloof-Moschee oben im Bo-Kaap ein zweites Mal auf. Sechs Männer, ebenfalls in traditionellen muslimischen Gewändern, stürmten auf die Straße und blickten alle instinktiv bergab. Einer hielt eine Pistole in der Hand. Hastig zielte er auf den flüchtenden Ismail Mohammed, der bereits sechzig Meter weit entfernt war, und schoss zwei Mal auf gut Glück, bis der ältere Mann hinter ihm von unten gegen seinen Arm schlug und rief: »Nein! Los, ihm nach!«

Die drei Jüngeren nahmen die Verfolgung auf. Die Älteren blieben zurück, besorgt über Ismails Vorsprung.

»Du hättest auf ihn schießen lassen sollen, Scheich«, sagte einer.

»Nein, Shahid. Er hat uns belauscht.«

»Genau. Und dann ist er geflohen. Das sagt doch alles.«

»Aber nicht, für wen er arbeitet.«

»Er? Ismail? Du glaubst doch wohl nicht ...«

»Man kann nie wissen.«

»Nein. Er ist zu ... ungeschickt. Höchstens für einen der nationalen Geheimdienste. Die NIA vielleicht.«

»Ich hoffe, du hast recht.« Der Scheich sah den Verfolgern
nach, die über die Kreuzung Chiappinistraat sprinteten, und versuchte, die Tragweite des Zwischenfalls zu ermessen. Plötzlich heulte knapp unter ihnen, in Buitengracht, eine Sirene auf.

»Kommt«, sagte er ruhig. »Alles hat sich geändert.«

Er eilte ihnen voraus zum Volvo.

Eine weitere Sirene setzte ein, unten im Herzen der Stadt.

 

Sie wusste, was die zielstrebigen, eiligen Schritte an einem Freitagnachmittag
um fünf bedeuteten. Erfüllt von einer lähmenden, bedrückenden Vorahnung, versuchte sie schweren Herzens, sich zu wappnen.

Barend stürmte herein, umweht von einem Duft nach Shampoo und übermäßig viel Deodorant. Sie sah ihn nicht an. Sie wusste, dass er sich für den Abend gestylt und mit seiner neuen, ungewohnten Frisur herumexperimentiert hatte. Er setzte sich an die Küchentheke. »Na, wie geht's dir, Mama? Was machst du so?« Richtig jovial.

»Abendessen«, erwiderte Milla gelassen.

»Ach so. Ich esse aber nicht mit.«

Sie hatte es geahnt. Christo würde sicher auch nicht kommen. »Du brauchst doch bestimmt heute Abend dein Auto nicht, oder, Mama?«, fragte er in einem Tonfall, den er bis zur Perfektion vervollkommnet hatte: eine raffinierte Mischung von vorausschauender Gekränktheit und implizitem Vorwurf.

»Wo wollt ihr denn hin?«

»In die Stadt. Jacques kommt mit. Er hat einen Führerschein.«

»Wohin in der Stadt?«

»Wissen wir noch nicht genau.«

»Ich will es aber wissen, Barend«, erwiderte sie so sanft wie
möglich.

»Okay, Mama, ich sag dir dann Bescheid.« Die ersten verärgerten Untertöne.

»Wann seid ihr wieder da?«

»Mama, ich bin achtzehn. In meinem Alter war Papa schon in der Armee.«

»Ja, aber auch da gab es Regeln.«

Er seufzte gereizt. »Okay, okay. Sagen wir ... wir machen uns um zwölf auf den Heimweg.«

»Das hast du letzte Woche auch versprochen und bist dann erst nach zwei nach Hause gekommen. Du musst dich auf dein Examen vorbereiten, die Klausuren sind ...«

»Mein Gott, Mama, musst du mir das immer wieder aufs Butterbrot schmieren? Gönnst du mir denn gar nichts?«

»Doch, ich gönne dir alles. Aber innerhalb gewisser Grenzen.«

Er antwortete mit gedämpftem Hohngelächter, das ausdrü

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