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Süß ist der Tod Roman von Conrad, Emma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Süß ist der Tod

Eigentlich sollte die Journalistin Constanze Freitag den Inhaber eines Steuerberatungsbüros nur interviewen, doch Dietmar Molitor stirbt gleich im Anschluss an ihr Gespräch an einer vergifteten Praline. Aus dem Unternehmerporträt wird ein Ermittlungsauftrag. Die Liste der Verdächtigen ist lang. Während Constanze und die Polizei noch im Dunkeln tappen, geschieht ein zweiter Mord. Und dann nimmt der Fall eine überraschende Wendung ... Emma Conrad, Jahrgang 1965, ist im Hunsrück bei Birkenfeld aufgewachsen. Schon sehr früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern und zum Schreiben. Nach dem Abitur studierte sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen Sprachwissenschaften, neuere Geschichte und Mediendidaktik. Anschließend arbeitete sie viele Jahre als Werbetexterin, die meiste Zeit freiberuflich. Seit 1990 lebt sie in der Pfalz bei Kaiserslautern. 2011 machte sie ihren Kindheitswunsch wahr und startete als Schriftstellerin durch. Unter ihrem echten Namen Heike Abidi veröffentlichte sie mehrere Unterhaltungsromane für Erwachsene sowie Jugendliche. 'Süß ist der Tod' ist ihr erster Kriminalroman um die sympathische Antiheldin Constanze Freitag.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 326
    Erscheinungsdatum: 05.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839242667
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2035 kBytes
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Süß ist der Tod

2. Kapitel

Freitag, 4. April

E-Mail von O.Freitag@uni-kaiserslautern.de

an CF-Texte@kingnet.de

Liebste Conny,

oder sollte ich lieber sagen: Miss Marple? Mensch, da stolperst Du einfach so in einen echten Mordfall hinein ... Unglaublich! Ich muss schon sagen, dass mir ein wenig Abwechslung zwar ganz gut gefallen würde, denn der immer noch tobende Sandsturm macht uns alle inzwischen völlig kribbelig, aber auf eine Leiche kann ich durchaus verzichten.

Per Ferndiagnose beteilige ich mich aber gerne an Deinen Ermittlungen und rate mal drauflos: Könnte bei einem ermordeten Steuerberater nicht ein geschäftliches Problem zum Mordmotiv geworden sein? Ich bin fest davon überzeugt, dass bei den meisten Morden Geld die Triebfeder ist – nicht Leidenschaft. Schade eigentlich, vielleicht würden wir in einer schöneren Welt leben, wenn es umgekehrt wäre ...

Pass gut auf Dich auf, liebe Conny, und vergiss nicht, dass da ein echter Mörder unterwegs ist!

Sandige Küsse von

Olaf

Es war noch fast dunkel draußen, als Constanze die Jalousien ihrer Dachfenster hochzog. Der Frühnebel lag wie eine milchige Decke über den Scheiben. Halb sechs erst – heute brauchte sie keinen Wecker. Nach einer unruhigen Nacht, die wenig erholsamen Schlaf gebracht hatte, war alles besser, als sich weiter im Bett herumzuwälzen und zu grübeln.

Constanze öffnete die Tür ihres winzigen Balkons und versuchte, durch eine halbherzige Frühgymnastik den Kreislauf in Schwung zu bringen. Nach einigen Kniebeugen und kreisenden Armbewegungen hatte sie genug von der feuchtkalten Morgenluft und gab auf – ein starker Kaffee würde es auch tun.

Sie war nicht die Einzige, die schlecht geschlafen hatte. Nur einen Kilometer Luftlinie entfernt begann jemand den Tag mit einem doppelten Wodka – angesichts der Kontoauszüge, die auf dem schmuddeligen Küchentisch ausgebreitet lagen, war Koffein einfach zu anregend. Der Alkohol dagegen wirkte angenehm betäubend ...

Die Tasse mit dem heißen Milchkaffee war ihr etwas zu voll geraten, und auf dem Rückweg von der Küche in die Mansarde verschüttete Constanze etwas davon auf ihren Ärmel. Na ja, der Jogginganzug war sowieso reif für die Wäsche.

Sie fluchte leise, als die Tasse einen feuchten Kaffeerand auf ihrer neuen Schreibtischunterlage bildete. Was konnte man von einem Tag erwarten, der so begann?

Ein Blick auf den Kalender zeigte ihr, dass sie ursprünglich den größten Teil dieses Vormittages für die Familienunternehmen-Reportage eingeplant hatte. Daraus und aus dem zusätzlichen Interview mit Udo Molitor würde ja nun nichts werden. Stattdessen hatte man sie – völlig gegen ihren Willen – zur Detektivin gemacht. Also gut – dann würde sie sich eben an die Arbeit machen.

Doch ihre Versuche, die Fakten schriftlich zu fixieren und zu sortieren, waren nach wenigen Minuten beendet – bisher gab es im Grunde nur Spekulationen. Sie versuchte, ihre Gedanken zu strukturieren, und entwarf eine Tabelle. Unter "beteiligte Personen" hatte sie die wenigen Namen, die sie kannte, notiert, und ergänzt: "Weitere Angestellte? Kunden? Freunde/Geschäftspartner?" Die Spalte "Verdächtige" war im Grunde identisch damit, und unter Motive schrieb sie: "Geld. Erbschaft. Eifersucht. Geschäftsprobleme. Sonstiges." Als sie zum letzten Punkt "ungeklärte Fragen" kam, gab sie auf: Sie wusste einfach noch zu wenig, um hier sinnvoll weitermachen

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