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Sag niemals stirb Kriminalroman von Gerritsen, Tess (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.04.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Sag niemals stirb

Zwanzig Jahre sind vergangen, seit ihr Vater mit seinem Flugzeug abgestürzt ist: Wilone 'Willy' Maitland reist nach Vietnam, um seinem Schicksal auf den Grund zu gehen. Dort trifft sie auf Guy Barnard, einen ortskundigen Paläontologen, der ihr seine Hilfe anbietet. Er erzählt ihr von einem berüchtigten US-Piloten, den man nur unter Friar Tuck kannte - und der für den Feind geflogen ist. War ihr Vater etwa ein Verräter? Schnell erfährt Willy, dass dunkle Mächte auch vor Mord nicht zurückschrecken, damit diese Frage unbeantwortet bleibt ... "Tess Gerritsen ist eine der besten in ihrem Metier." USA Today Tess Gerritsen studierte Medizin und arbeitete mehrere Jahre als Ärztin, bis sie für sich das Schreiben von Romantic- und Medical-Thrillern entdeckte. Die Kombination von fesselnden Stories und fundierten medizinischen Kenntnissen brachte ihr den internationalen Durchbruch. Die Bestseller-Autorin lebt mit ihrem Mann in Maine.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 03.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677530
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: NEVER SAY DIE
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Sag niemals stirb

PROLOG

1970

Laos - an der Grenze zu Nordvietnam

Dreißig Meilen vor Muong Sam sahen sie die ersten Leuchtspurgeschosse den Himmel durchpflügen.

Die DeHavilland Twin Otter mit William "Wild Bill" am Steuer bockte wie ein junges Fohlen, als sie am Heck des Flugzeugrumpfs getroffen wurde. Sofort entschied sich der Pilot für einen Steigflug, um eine sicherere Höhe zu erreichen. Als die nebelverhüllten Berge unter ihm wegtauchten, zischten noch mehr Patronen an ihnen vorbei und durchlöcherten das Cockpit.

"Verdammt, Kozy, du bringst Pech", brummte Maitland zu seinem Co-Piloten. "Jedes Mal, wenn wir gemeinsam aufsteigen, schmecke ich Blei auf der Zunge."

Ungerührt kaute Kozlowski auf seinem Klumpen Kaugummi weiter. "Keine Sorge", antwortete er gedehnt und deutete mit einer Kopfbewegung auf die Löcher in der Windschutzscheibe. "Die haben dich um mindestens fünf Zentimeter verfehlt."

"Ich würde eher sagen, zwei Zentimeter."

"Was macht das für einen Unterschied?"

"Zwei Zentimeter können einen gewaltigen Unterschied machen."

Lachend schaute Kozy aus dem Fenster. "Sagt meine Frau auch immer."

Die Tür zum Cockpit wurde aufgerissen. Valdez, der für die Fracht an Bord zuständige Mann, steckte den Kopf herein. Um die breiten Schultern hatte er einen Fallschirm geschnallt. "Was zum Teufel ist hier ..." Er erstarrte, als ein weiteres Geschoss vorbeisauste.

"Hier draußen gibt's verdammt große Moskitos." Vor Kozlowskis Mund formte sich eine große rosafarbene Blase.

"Was war das?", wollte Valdez wissen. "AK-47?"

"Sieht mehr nach einem 57-Millimeter-Geschoss aus", antwortete Maitland.

"Sie haben nichts von 57-Millimetern gesagt. Was haben sie uns überhaupt erzählt?"

Kozlowski zuckte mit den Schultern. "Das Aufregendste, das du für deine Steuerdollar kriegen kannst."

"Wie hält sich denn unsere 'Ladung'?", wollte Maitland wissen. "Ist die Hose noch trocken?"

Valdez beugte sich vor und sagte in vertraulichem Tonfall: "Mann, das ist vielleicht ein merkwürdiger Passagier."

"Erzähl mir was Neues", unkte Kozlowski.

"Nee, das ist wirklich ein komischer Vogel. Von allen Seiten fliegen uns die Geschosse entgegen, und er zuckt nicht mal mit der Wimper. Sitzt einfach da, als würde er auf einem Teich herumpaddeln. Ihr solltet mal die Medaille an seinem Hals sehen. Die wiegt mindestens ein Kilo."

"Übertreib nicht", sagte Kozlowski.

"Wenn ich's euch sage! Da hängt ein Kilo Gold um seinen kleinen fetten Hals. Wer ist das eigentlich?"

"Irgendein hohes Tier aus Laos", antwortete Maitland.

"Mehr haben sie euch nicht gesagt?"

"Ich bin nur der Lieferjunge. Mehr muss ich nicht wissen." In achttausend Fuß Höhe brachte Maitland die DeHavilland in eine stabile Lage. Er warf einen Blick durch die geöffnete Cockpittür und sah den einsamen Passagier seelenruhig zwischen den Kisten voll Nachschub sitzen. In der dämmerigen Kabine glänzte das Gesicht des Laoten wie poliertes Mahagoni. Er hielt die Augen geschlossen und bewegte stumm seine Lippen. Betet er? fragte Maitland sich. Dieser Mann gehörte in der Tat zu einer seiner interessanteren Frachten.

Und Maitland hatte in seinen zehn Jahren bei Air America schon eine Menge seltsamer Passagiere befördert: deutsche Schäferhunde und Generäle, Gibbons und Freundinnen. Wohin auch immer sie wollten, er hatte sie pünktlich und sicher ans Ziel gebracht. Gäbe es in der Hölle eine Landebahn, pflegte er zu sagen, würde er sie auch dorthin fliegen - solange sie ein gültiges Ticket vorweisen konnten. Alles, zu jeder Zeit, an jeden Ort, lautete der Wahlspruch von Air America.

"Da ist der Fluss. Die Song Ma." Kozlowski spähte hinunter auf den üppigen Dschungel, über dem dichte Nebelschwaden waberten. "Jede Menge Deckung. Wenn die noch mehr .57er im Anschlag haben, können wir uns auf eine harte Landung gefasst mac

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