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Sand im Schuh von Krämer, Micha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2016
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
eBook (ePUB)
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Sand im Schuh

Wo zum Kuckuck ist Harald von Friedwitz bloß abgeblieben? Nach einem feuchtfröhlichen Abend stehen am nächsten Morgen nur noch seine herrenlosen Schuhe am Strand der Nordseeinsel Langeoog. Ein Unglück? Oder könnte er sich etwas angetan haben? Vielleicht ist ihm auch lediglich der giftige Kugelfisch nicht bekommen, den der japanische Koch ihnen zum Abendessen servierte. Für Oberkommissarin Nina Moretti, die sich so auf ihren erholsamen Nordseeurlaub gefreut hatte, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Micha Krämer wurde 1970 in Kausen, einem kleinen 700 Seelen Dorf im nördlichen Westerwald, geboren. Dort lebt er noch heute mit seiner Frau, zwei mittlerweile erwachsenen Söhnen und seinem Hund. Der regionale Erfolg der beiden Jugendbücher, die er 2009 eigentlich nur für seine eigenen Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt, musste nun ein richtiges Buch her. Im Juni 2010 erschien 'KELTENRING', sein erster Roman für Erwachsene, und zum Ende desselben Jahres folgte sein erster Kriminalroman 'Tod im Lokschuppen', der die Geschichte der jungen Kommissarin Nina Moretti erzählt. Was als eine einmalige Geschichte für das Betzdorfer Krimifestival begann, hat es weit über die Region hinaus zum Kultstatus gebracht. Inzwischen findet man die im Westerwald angesiedelten Kriminalromane in fast jeder Buchhandlung im deutschsprachigen Raum. Neben seiner Familie, dem Beruf und dem Schreiben gehört die Musik zu einer seiner großen Leidenschaften. Mehr über Micha Krämer auf www.micha-kraemer.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 09.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827198945
    Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
    Größe: 2882 kBytes
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Sand im Schuh

Kapitel 2

Freitag, 7. August 2015
Fähranleger / Bensersiel

Der Anblick, wie das Fährschiff Langeoog III, begleitet von einem Schwarm schimpfender Möwen, aus dem Hafen glitt, hatte eindeutig etwas von dem Motiv einer Postkarte. Das Bild wäre vermutlich noch schöner gewesen, wenn Nina und Klaus jetzt in diesem Moment mit an Bord wären und nicht wie zwei Vollpfosten hier auf der Treppe des Fährhauses ständen und dem Kahn hinterherguckten.

"Was für ein blöder Mist", sprach Klaus das aus, was Nina gerade dachte.

"Ich muss jetzt erst mal was essen", entschied sie, da sie die Situation so, wie sie sich nun ergab, eh nicht ändern konnten.

Es brachte sie nicht viel weiter hier am Anleger zu stehen und dem Schiff hinterherzuschauen. Sie würden jetzt schön was essen gehen und dann einfach sehen, wo sie über Nacht bleiben konnten. Hotels gab es in einem Ferienort wie Bensersiel sicherlich reichlich und die Insel lief ihnen schließlich auch nicht davon.

"Was machen wir mit unserem Auto?", wollte Klaus wissen, als sie an dem geschlossenen Fahrkartenschalter in Richtung des Platzes vor dem Fährhaus vorbeigingen, wo Maggiolino stand.

"Was soll mit dem sein? Den lassen wir jetzt erst mal da stehen", antwortete sie beiläufig, da sie den Sinn der Frage überhaupt nicht verstand.

"Du parkst im absoluten Halteverbot", wandte Klaus ein.

Nina verdrehte die Augen.

"Na und? Hier ist doch schon fast keiner mehr. So wie es aussieht, klappen die hier am Hafen nach der letzten Fähre doch die Bürgersteige hoch", versuchte sie ihn zu beschwichtigen.

"Und so was wie du ist Polizistin", schimpfte er und bevor sie sich versah, hatte er ihr den Schlüsselbund entwunden und stapfte zu dem kleinen blauen Käfer. Nina ließ sich auf eine Bank unmittelbar vor dem Fährhaus sinken und beobachtete, wie Klaus den Wagen in einer nun freien Parkbucht keine zwanzig Meter weiter abstellte und dann brav zum Parkscheinautomaten trottete und ein Parkticket löste. Als ob das um diese Uhrzeit noch jemanden interessierte. Aber nun gut ... wenn es ihn beruhigte.

Das Bauernschnitzel mit Bratkartoffeln und Gemüse, das sie anschließend im Restaurant Waterkant aß, war lecker und Nina spürte förmlich mit jedem Bissen, den sie zu sich nahm, wie sich ihre Laune besserte und sich sogar langsam so etwas wie ein Urlaubsfeeling einstellte. Als sie nach dem üppigen Mahl dann sogar noch ein Doppelzimmer mit Blick auf den Hafen im Benser Hof ergatterten, zog sie für einen Moment sogar in Betracht, einfach für ein paar Tage hierzubleiben. Bensersiel war ein hübscher Urlaubsort, das Hotel chic eingerichtet, das Bett okay und das Wetter ein Traum. Wer brauchte da noch eine Insel? Zumal eine, auf der sich in genau diesem Moment schon Lara Schmitz befand. Sie trat aus dem Zimmer auf den schmalen Balkon, lehnte sich an das Geländer und blickte auf die kleineren Schiffchen, die friedlich in der Abendsonne im Hafenbecken dümpelten. Am Kai rechts einige Fischer- und Ausflugsboote. Links mehrere Segelschiffchen und Yachten. In der hinteren rechten Ecke konnte sie das große Fährhaus erkennen. Der Parkplatz davor, auf dem Maggiolino sich während ihres Abendessens ausgeruht hatte, war nun fast gänzlich leer. Auch von dem kleinen blauen Käfer war nun nichts mehr zu sehen, da Klaus ihn, nachdem er alles ausgeladen hatte, noch einmal auf einen der großen Parkplätze für die Inselbesucher umgeparkt hatte. Dort würde ihr geliebtes Wägelchen nun die nächsten zwei Wochen auf sie warten müssen. Wohl war ihr bei dem Gedanken, das Auto so lange auf einem wildfremden Parkplatz zu lassen, nicht.

"Hast du meinen Rucksack auch mitgebracht?", fragte sie ins Zimmer hinein, wo Klaus mit hinter dem Kopf verschränkten Armen auf dem Bett lag.

"Ja, Schatz. Ich hab das gesamte Gepäck ausgeladen und hierher geschleift", antwortete er.

"Auch das Zelt?", hakte sie erstaunt nach.

"A

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