text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Scarpetta Factor Kay Scarpettas 17. Fall von Cornwell, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2010
  • Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Scarpetta Factor

Weihnachten im verschneiten New York. Die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta muss die Leiche einer jungen Joggerin untersuchen, die am Rand des Central Park vergewaltigt und ermordet wurde. Als Scarpetta ein ominöses Paket zugestellt bekommt, begreift sie, dass sie selbst in Lebensgefahr schwebt. Die Auswirkungen der Finanzkrise sind in der Metropole am Hudson überall zu spüren. Und nun wird die Stadt auch noch von dem unbekannten "Taximörder" heimgesucht. Ist ihm die vermisste Millionenerbin Hannah Starr etwa ebenfalls zum Opfer gefallen? Diese Frage stellt die Moderatorin einer CNN-Sendung immer wieder ihrem Gast Kay Scarpetta. Doch die will sich nicht in Spekulationen verlieren und muss die Antwort schuldig bleiben. Das Fernsehen ist mit Sicherheit nicht die richtige Bühne, um über all die Ungereimtheiten in jenem Fall zu berichten. Scarpetta tappt selbst lange im Dunkeln, bis sie erkennt, wer hier wirklich die tödlichen Fäden in den Händen hält. "Cornwell taucht tief in die Psyche ihrer Charaktere ein. Sie hat nie besser geschrieben." The Evening Standard Patricia Cornwell, 1956 in Miami, Florida, geboren, arbeitete als Polizeireporterin und in der Rechtsmedizin, bevor sie vor mehr als zwanzig Jahren mit ihren bahnbrechenden Thrillern um die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta begann. Ihre Bücher wurden mit allen renommierten Preisen ausgezeichnet und sind weltweit Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 13.08.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783455306965
    Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
    Serie: Kay Scarpetta Bd.17
    Originaltitel: The Scarpetta Factor
    Größe: 928 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Scarpetta Factor

1

Ein eiskalter Wind pfiff vom East River herüber und zerrte an Dr. Kay Scarpettas Mantel, als sie die Thirtieth Street hinuntereilte.

Obwohl es nur noch eine Woche bis Weihnachten war, konnte man in dieser Gegend, geprägt von den drei Orten des Elends und des Todes, die Scarpetta als Manhattans tragisches Dreieck bezeichnete, nichts von Festtagsstimmung bemerken. Hinter ihr lag der sogenannte Memorial Park, ein gewaltiges weißes Zelt, in dem die noch immer nicht identifizierten sterblichen Überreste der Opfer vom Ground Zero vakuumverpackt gelagert wurden. Vor ihr erhob sich das gotische Backsteingebäude der ehemaligen Nervenheilanstalt Bellevue, die inzwischen als Obdachlosenunterkunft diente. Und gleich gegenüber befand sich die Anlieferungszone der Gerichtsmedizin, wo eine Garagentür aus grauem Stahl geöffnet war. Ein Lastwagen rangierte rückwärts heran, um weitere Paletten mit Pressspanplatten abzuladen. In der Gerichtsmedizin war es heute ziemlich laut zugegangen, durch die Gänge, die Schall übertrugen wie ein Amphitheater, hallte ein ständiges Hämmern. Die Assistenten zimmerten unermüdlich schlichte Fichtensärge in Erwachsenen- und Kindergröße zusammen und konnten dennoch kaum mit der Nachfrage für Armenbegräbnisse auf dem Potter's Field mithalten. Wie vieles andere auch eine Folge der Wirtschaftskrise.

Scarpetta bedauerte bereits, dass sie den Cheeseburger mit Pommes gekauft hatte, den sie in einem Pappkarton mit sich herumtrug. Wie lange hatte er wohl im Warmhalteregal in der Mensa der New Yorker medizinischen Fakultät gestanden? Es war schon drei Uhr, also ziemlich spät für ein Mittagessen. Außerdem wusste Scarpetta um die geschmackliche Qualität dieser Mahlzeit. Doch ihr fehlte die Zeit, sich an einer Salatbar anzustellen, sich gesund zu ernähren oder zumindest etwas zu essen, worauf sie Lust hatte, denn sie hatte heute bereits fünfzehn Fälle bearbeitet. Selbstmorde, Unfälle, Tötungsdelikte und das Ableben mittelloser Personen, die ohne Beisein eines Arztes oder, noch trauriger, ohne Angehörige und völlig vereinsamt verstorben waren.

Bereits um sechs war sie zur Arbeit gegangen, um rechtzeitig fertig zu werden. Deshalb hatte sie die ersten beiden Autopsien schon um neun erledigt und sich die schwierigste bis zum Schluss aufgespart – eine junge Frau mit sonderbaren Verletzungen, die nicht nur zeitaufwendig waren, sondern ihr einige Rätsel aufgaben. Über fünf Stunden lang musste Scarpetta sich mit Toni Dariens Leiche befassen, detailgetreue Zeichnungen anfertigen, sich ausführliche Notizen machen, Dutzende von Fotos schießen und das gesamte Gehirn für spätere Untersuchungen in einem Behälter mit Formalin konservieren. Sie hatte mehr Röhrchen mit Flüssigkeiten, Organ- und Gewebeproben sichergestellt als üblich und alles, was möglich war, aufbewahrt und dokumentiert, da ihr dieser Fall äußerst merkwürdig erschien. Und zwar nicht wegen der ungewöhnlichen Umstände, sondern wegen seiner Widersprüchlichkeiten.

Die Art und Weise, wie die junge Frau zu Tode gekommen war, wirkte bedrückend alltäglich, weshalb sich eine langwierige Obduktion zur Klärung der grundlegenden Fragen erübrigt hatte. Sie war durch Gewalteinwirkung mit einem stumpfen Gegenstand getötet worden – ein einziger Schlag auf den Hinterkopf mit einem vermutlich bunt lackierten Objekt. Allerdings ergab sonst nichts einen Sinn. Beim Auffinden der Toten kurz vor Morgengrauen am Rand des Central Park, etwa zehn Meter entfernt vom Anfang der East Hundred-tenth Street, hatte man angenommen, sie sei am Vorabend im Regen joggen gegangen und dabei überfallen, vergewaltigt und ermordet worden. Der Tät

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen