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Schäfers Qualen Kriminalroman von Haderer, Georg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.08.2012
  • Verlag: Haymon
eBook (ePUB)
7,99 €
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Schäfers Qualen

Die Vergangenheit ist ein Hund ? und wenn sie zubeißt, lässt sie einen nicht mehr los.

Diese schmerzhafte Erfahrung macht Johannes Schäfer von der Wiener Kriminalpolizei, als er in einem brutalen Mordfall in Kitzbühel ermittelt: Ein Unternehmer aus der Stadt wurde bewusstlos geschlagen und an ein Gipfelkreuz genagelt. Schäfer ist noch gar nicht richtig in seiner ungeliebten früheren Heimat angekommen, als schon wieder eine Leiche auftaucht: Der einheimische Baulöwe Krassnitzer wird ebenfalls tot aufgefunden, er wurde bei lebendigem Leibe einbetoniert. Dass die Fälle zusammenhängen, scheint auf der Hand zu liegen - aber plant der Täter noch weitere Morde? Und wie passt der ehemalige RAF-Terrorist ins Bild, auf den Schäfer bei seinen Nachforschungen stößt?

Georg Haderer - die Krimi-Neuentdeckung aus Österreich
Georg Haderer beweist in seinem Krimi-Debüt echte Page-Turner- Qualitäten: Blutig gefärbtes Lokalkolorit, pointierte Dialoge und satirische Seitenhiebe auf die Kitzbüheler Gesellschaft gehen hier einher mit einer atemlos spannenden Mörderjagd und einem Ermittler, der seine Vergangenheit öfter, als ihm gut tut, mit Vogelbeerschnaps vergessen will.

***Spannend wie Arne Dahl, emotional wie Fred Vargas und abgedreht wie Wolf Haas.***
GEORG HADERERS KRIMINALROMANE UM MAJOR SCHÄFER: * Ohnmachtspiele * Der bessere Mensch * Engel und Dämonen * Es wird Tote geben * Sterben und sterben lassen

Georg Haderer, geboren 1973 in Kitzbühel/Tirol, lebt in Wien. Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Werbetexter. Bei Haymon: Schäfers Qualen (2009), sein Debüt und zugleich erster Teil der Reihe rund um Polizeimajor Schäfer, sowie der zweite und der dritte Teil Ohnmachtspiele (2010) und Der bessere Mensch (2011). Im Herbst 2012 folgt der vierte Schäfer-Krimi Engel und Dämonen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 31.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709974407
    Verlag: Haymon
    Größe: 2562 kBytes
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Schäfers Qualen

9

Die Rezeptionistin grüßte Schäfer etwas verhaltener als am Nachmittag. Das lokale Nachrichtennetz funktionierte offenkundig jetzt war er Polizist. Willkommen, um schnellstmöglich zwei Verbrechen aufzuklären, die dem Ansehen des Ortes schaden konnten. Andererseits könnte sein Kontakt mit dem Bösen durchaus das Chi im Hotel stören: Die anderen Gäste würden Albträume bekommen, in ihren Zimmern schreien und auch tagsüber keine Entspannung finden neu errichteter Wellnessbereich hin oder her. Vielleicht war die Rezeptionistin aber auch nur müde. Schäfer nahm seinen Schlüssel in Empfang, wünschte ihr einen schönen Abend und ging auf sein Zimmer. Er zog die Schuhe aus, ließ sich aufs Bett fallen und schloss die Augen. Irgendwas war da mit Krassnitzer geht mitten in der Nacht zu seiner Baustelle schlampig angezogen und wahrscheinlich mit einer Pistole im Hosenbund. Und dann? Wird er niedergeschlagen und einzementiert. Aber von einer Verletzung am Kopf hatte Baumgartner nichts gesagt. Krassnitzer war groß und kräftig gebaut der hätte sich sicher gewehrt. Schäfer nahm sein Mobiltelefon aus der Innentasche und suchte die Karte, die ihm Konopatsch gegeben hatte.

Knochen! Schäfer hier. Haben sie dir den Krassnitzer schon gebracht? Heute nicht mehr? Ins Theater Bist du spitz auf eine der Schauspielerinnen oder spielen sie Der Tod und das Mädchen Nein Kannst du mir morgen bitte gleich als Erstes sein Blut untersuchen nach irgendwelchen Drogen oder Betäubungsmitteln Ja Danke Du auch.

Schäfer stand auf und ging auf den Balkon. Recherchieren, Leute befragen, Archive durchwühlen er wusste, dass ohne diese Arbeit nichts vorwärtsging. Dennoch empfand er diese Phase der Ermittlungen als quälend. Kein Verdächtigenkreis, keinerlei Anhaltspunkte, so gut wie nichts, mit dem er den heißer werdenden Topf in seinem Kopf füllen konnte. Und trotz seiner Erfahrung pendelte er zwischen Ungeduld, Verzweiflung und Versagensangst. Er schaute auf den Wilden Kaiser, der sein schroffes Profil in den Abendhimmel zeichnete. Über all dem das ungute Gefühl, dass es mit den beiden Morden noch nicht vorbei war. Er ging zurück ins Zimmer, nahm seinen Laptop aus der Tasche, klappte ihn auf und fuhr ihn hoch. Eine Viertelstunde starrte er auf das leere Dokument, das er Kitzbühel benannt hatte. Dann klappte er den Laptop wieder zu, zog sich seine Schuhe an und verließ das Zimmer.

Nach seinen Erfahrungen vom Nachmittag fragte er an der Rezeption nach, ob die Wirtschaftskammer noch im selben Haus wie in seiner Jugend untergebracht war, was ihm der Nachtportier bestätigte. Nach ein paar Minuten betrat er das Foyer des Siebzigerjahre-Baus, der noch immer mit denselben orangen Plastikschalensitzen ausgestattet war, die durch die grelle Neonbeleuchtung noch hässlicher wirkten. Er stieg die Treppe in den ersten Stock hinauf, wo sich der Mehrzwecksaal befand. Dort hatten in seiner Jugend auch Konzerte und Theaterveranstaltungen stattgefunden, die allein durch das sterile Ambiente des Raums zum Scheitern verurteilt gewesen waren.

Auf dem Gang standen ein Dutzend Reporter und der Bürgermeister, der die Anwesenheit der Medien sichtlich genoss. Schäfer nickte den Journalisten zu, gab dem Bürgermeister die Hand und betrat den Saal, der bis auf seine Kollegen, den Haustechniker, vier weitere Journalisten und zwei Kameraleute leer war. Eigenartig, dachte er sich. Entweder war Kitzbühel in der Interessensliste mehrere Plätze nach unten gerutscht oder es gab inzw

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