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Schändung Thriller von Adler-Olsen, Jussi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.02.2013
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Schändung

Nach "Erbarmen" jetzt der zweite Fall für das Sonderdezernat Q. "Der Blutdurst der Jäger. Wie würden sie es machen? Ein einzelner Schuss? Nein. So gnädig waren die nicht, diese Teufel, so waren sie nicht ..." Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rørvig. Zwei Geschwister sind brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Einer von ihnen gesteht. Zwanzig Jahre später. Nachdem Carl Mørck aus dem Urlaub zurückkommt, stößt ihn sein Assistent Assad mit der Nase auf die verstaubte Rørvig-Akte. Doch von oberster Stelle werden ihnen weitere Ermittlungen verboten. Carl und Assad ist klar, dass hier etwas zum Himmel stinkt: Die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitschirurgen – und sie führen ganz weit nach unten, in die Abgründe der Gesellschaft, zu einer Obdachlosen: äußerlich hart wie Granit, doch mit einer blutenden Seele ... Jussi Adler-Olsen veröffentlicht seit 1997 Romane, seit 2007 die erfolgreiche Serie um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q. Mit den Thrillern ?Erbarmen?, ?Schändung?, ?Erlösung?, ?Verachtung?, ?Erwartung? und ?Verheißung? sowie mit seinen Romanen ?Das Alphabethaus?, ?Das Washington Dekret? und ?TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern? stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine vielfach preisgekrönten Bücher erscheinen in über 40 Ländern und werden mehrfach verfilmt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 18.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423415590
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Originaltitel: Fasandræberne
    Größe: 1901 kBytes
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Schändung

3

Erst als er im Keller des Präsidiums stand, ging es Carl Mørck auf, dass der Sommer und der Urlaub endgültig zu Ende waren. Die Büroräume des Sonderdezernats Q waren dunkel. Er machte Licht an. Sein Blick fiel auf seinen überquellenden Schreibtisch, auf dem sich Stapel von Aktenbündeln gegenseitig stützten. Am liebsten hätte er sich umgedreht und die Tür hinter sich zugeknallt. Es half auch nichts, dass Assad mitten in das geordnete Chaos einen Strauß Gladiolen gepflanzt hatte, groß genug, um damit eine mittelgroße Hauptstraße zu blockieren.

"Willkommen zurück, Boss!", tönte es hinter ihm.

Er drehte sich um und sah direkt in Assads hellwache braune Augen. Das dünne dunkle Haar stand gewissermaßen entgegenkommend in alle Richtungen ab. Der ganze Mensch strahlte Vitalität aus und schien es kaum erwarten zu können, wieder in den Ring zu steigen, leider Gottes.

"Nanu!", sagte Assad, als er den matten Blick seines Chefs wahrnahm. "Man sollte kaum glauben, dass du gerade aus dem Urlaub kommst, Carl."

Carl schüttelte den Kopf. "Tu ich das etwa?"

Die oben im zweiten Stock waren wieder mal umgezogen. Verdammte Polizeireform. Demnächst würde er das Büro von Marcus Jacobsen, Chef der Mordkommission, nur noch per GPS finden. Drei Wochen war er weg gewesen, und schon gafften ihn mindestens fünf neue Gesichter an, als käme er vom Mond.

Wer zum Teufel war das?

"Carl, ich habe eine gute Nachricht für dich", sagte Jacobsen. Carls Blick glitt über die Wände des neuen Büros. Mit den hellgrünen Scheiben dort kam es ihm vor wie ein Mittelding aus OP-Saal und dem Raum für Krisenmeetings aus dem Len-Deighton-Thriller, den er gerade gelesen hatte. Wie verloren starrten von überall die fahlen Augen von Leichen auf ihn herab. Karten und Diagramme und Einsatzpläne hingen dort in einem vielfarbigen Durcheinander. Alles wirkte deprimierend effektiv.

"Eine gute Nachricht, sagst du. Das klingt nicht gut." Carl ließ sich seinem Chef gegenüber auf einen Stuhl fallen.

"Du bekommst bald Besuch aus Norwegen, Carl, ich hatte das vor einiger Zeit schon mal erwähnt."

Carl Mørck sah ihn unter schweren Lidern müde an.

"Eine Delegation der Obersten Polizeibehörde in Oslo, erinnerst du dich? Na, die kommen jetzt jedenfalls mit fünf oder sechs Mann und wollen sich das Sonderdezernat Q anschauen, und zwar am nächsten Freitag um zehn Uhr. Du denkst doch dran?" Marcus lächelte. "Sie freuen sich schon, soll ich ausrichten", fuhr er fort und blinzelte ihm zu.

Damit standen sie verdammt allein.

"Ich habe aus diesem Anlass dein Team verstärkt. Sie heißt Rose."

An der Stelle kam Carl kurz von seinem Stuhl hoch.

Anschließend stand er vor der Tür des Chefs und gab sich alle Mühe, die hochgezogenen Augenbrauen wieder in ihre alte Position zu bringen. Hieß es nicht, dass eine schlechte Nachricht nie allein kommt? Wie wahr! Kaum fünf Minuten bei der Arbeit, und schon sollte er den Nachhilfelehrer für eine Sekretariatsanwärterin und den Guide für eine Gruppe Berggorillas spielen. Letzteres hatte er bisher glücklich verdrängt.

"Wo ist denn die Neue, die zu mir nach unten kommen soll?", fragte er Frau Sørensen, die wie immer hinter der Theke des Sekretariats saß.

Die hob nicht mal den Blick von der Tastatur, diese Frauensperson.

Er haute leicht auf die Theke. Probieren konnte man es ja mal.

Dann spürte er, wie ihm jemand auf die Schulter tippte.

"Hier hast du ihn in höchsteigener Person, Rose", hörte er hinter sich. "Darf ich vorstellen? Carl Mørck."

Er drehte sich um und blickte in zwei verblüffend ähnliche Gesichter. Der Erfinder der schwarzen Farbe hat nicht umsonst gelebt, schoss es ihm durch den Kopf. Rabenschwarzes Haar, ultrakurz und fransig geschnitten, pechschwarz umrandete Augen und düstere Kleidung. Hui, verdammt unheimlich.

"Lis, zum Teufel. Was ist denn mit dir passiert?"

Die effektivste Sek

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