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Schöne Frau, tote Frau 3. Fall mit Dr. Mark Seifert von Sueße, Thorsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.09.2016
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
eBook (PDF)
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Schöne Frau, tote Frau

Die Frauen sind jung, schön - und tot. Eine Mordserie versetzt die Region Hannover in Angst. Offensichtlich sucht sich der Täter seine Opfer gezielt aus, bevor er sie überwältigt, fesselt und anschließend erdrosselt. Neben jeder Toten lässt er ein Grablicht und eine Spielkarte zurück. Die ermordeten Frauen kommen aus dem Umfeld einer renommierten psychiatrischen Privatklinik, in der es in letzter Zeit zu dramatischen Vorfällen gekommen ist. Was steckt hinter den mit präziser Gleichförmigkeit ausgeführten Morden? Eine tiefgreifende psychische Störung, gekränkter Stolz, Rache ...? Hauptkommissar Thomas Stelter steht unter Erfolgsdruck. Um weitergehende Hinweise auf das Motiv des Mörders zu erhalten, wendet sich Stelter an Dr. Mark Seifert, den in forensischer Begutachtung äußerst erfahrenen Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes. Der Hannoversche Psychiater stellt eigene Ermittlungen an und muss erfahren, dass der Täter auch nicht davor zurückschreckt, brutal in Mark Seiferts Privatbereich einzudringen ... Dr. med. Thorsten Sueße, geboren 1959 in Hannover, verheiratet, zwei Kinder, wohnt seit vielen Jahren mit seiner Familie am südlichen Rand seiner Geburtsstadt. Er ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, leitet den Sozialpsychiatrischen Dienst der Region Hannover. Bei der Darstellung der Handlung des Kriminalromans 'Toter Lehrer, guter Lehrer' orientierte er sich an seinem eigenen Arbeitsalltag, der durch eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Polizei Hannover geprägt ist. Der Autor veröffentlichte bisher unter anderem ein Fachbuch über die NS-'Euthanasie' in Niedersachsen, ein Theaterstück und zahlreiche Kurzgeschichten in diversen Anthologien, außerdem schrieb er ein Drehbuch für einen Spielfilm. Als Auszeichnung für seine wissenschaftliche Dokumentation über die Tötung psychisch Kranker aus den niedersächsischen Heil- und Pflegeanstalten im Dritten Reich erhielt er (zusammen mit einem Koautor) den Dissertationspreis 1986 der Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover. Daneben betätigte er sich als Schauspieler, hauptsächlich im Bereich Theater, hatte aber auch Sprechrollen in Fernseh- und Kinoproduktionen. Er ist Mitglied im Bundesverband junger Autoren und Autorinnen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 02.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827196965
    Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
    Serie: Niemeyer Krimi 3
    Größe: 2602 kBytes
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Schöne Frau, tote Frau

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Thomas Stelter saß vor dem Bildschirm seines PCs und klickte sich durch einige Fotos, die die ermordete junge Frau zeigten. Bereits am Tatort hatte er auf dem gefundenen Personalausweis ein Foto von ihr im lebenden Zustand gesehen. Ein unangenehmer Druck in der linken Brusthälfte war kurzzeitig bei ihm spürbar gewesen. Er musste sich demnächst mal wieder durchchecken lassen.

Sein Büro, das er sich mit Andrea Renner teilte, befand sich in der vierten Etage eines weißen fünfstöckigen Gebäudes der Polizeidirektion an der Waterloostraße 9 - in der Calenberger Neustadt, nah der Innenstadt von Hannover. Zur Aufklärung des neuen Falls war eine Mordkommission gebildet worden, die den Alias-Namen des Opfers erhalten hatte. Stelter und die anderen Mitglieder der "Mordkommission Madeleine" hatten sich ihre Recherchen in routinierter Weise aufgeteilt.

Arif Kimil, sechsunddreißig, mittelgroß, dunkle Haare, Oberkommissar mit türkischen Wurzeln, förderte übers Internet interessante Informationen über Madeleines Werdegang als Prostituierte zu Tage. Er gab am PC "Schwester Madeleine" und "Hannover" in die Suchmaschine ein und wurde sofort fündig. Gleich der erste Treffer führte ihn in ein Internetforum mit Namen "Hurenführer". Auf der Startseite wurde erläutert, dass hier kostenlos Berichte "von Freiern für Freier" über deren einschlägige Erfahrungen mit Huren abgerufen werden konnten. Um selbst Berichte einstellen zu können, war lediglich eine Registrierung über die eigene E-Mail-Adresse und einen ausgedachten Decknamen notwendig. Die Systematik der zu erhaltenden Informationen war geradezu vorbildhaft. Für jedes Bundesland gab es, unterteilt nach einzelnen Städten, Erfahrungsberichte der jeweiligen Hurendienste in Bordellen, Clubs, Wohnungen, Wohnmobilen sowie auf dem Straßenstrich.

Ein Forumsmitglied mit Namen "Wild_Fury" hatte sich schon vor drei Jahren detailliert darüber ausgelassen, welche Leistungen er in welcher Qualität zu welchem Preis von Schwester Madeleine eingekauft hatte. Damals hatte Madeleine offenbar im Sex-Club "Lovestory" in Hannovers City gearbeitet und bereits ihre Schwestern-Nummer abgezogen. Wie auch einige andere Forumsmitglieder fand "Wild_Fury" lobende Worte für Madeleines makellosen Körper und die tabulose Bereitschaft, jeden Wunsch ihrer Kunden gekonnt zu erfüllen. Immer wieder kritisiert wurde hingegen die hartnäckige Art, mit der Madeleine für jede kleine Extraleistung eine Zusatzzahlung einforderte. "Wild_Fury" hatte mehrere Bilder, die wohl das Hannoversche Bordell damals von Madeleine auf seine Website gestellt hatte, heruntergeladen und in seinen Forumsbeitrag hineinkopiert. Die Bilder zeigten die rothaarige Frau, wie sie sich vollständig nackt in las ziven Posen auf einer Couch oder an einer Stange räkelte. Dabei lag auf einigen Bildern ihre Schwesternkostümierung achtlos in der Ecke. Auf eine Verpixelung ihres gleichmäßigen Gesichts mit dem ausgeprägten Lippenbogen und dem ebenmäßigen Teint hatte sie verzichtet.

Die Frau war eine echte Schönheit, wie Kimil mit stiller Bewunderung feststellte. Und jetzt war sie tot. Hatte ihr Job etwas mit dem Grund ihres dramatischen Ablebens zu tun? Kimil arbeitete sich weiter durch die Berichte ihrer ehemaligen Kunden. Jemand schrieb, dass der Sex-Club angeblich Madeleine wegen ihrer unangenehm aufgefallenen Raffgier rausgeschmissen hätte.

Danach fanden sich Einträge über ihre Arbeit als Prostituierte in einem Großbordell in Hildesheim, wo sie es anscheinend auch nicht lange ausgehalten hatte.

Kimil klickte sich in die Rubrik "Wohnmobile". Die ersten Artikel über Schwester Madeleines Wirken im Lovemobil waren ungefähr ein Jahr alt. In einen dieser Berichte hatte ein Forumsmitglied einfach "Wild_Furys" alte Bilder von Madeleine umkopiert. Wie der Oberkommissar fand, stellten die scharfen Fotos wohl eine Art Wiedergutmachung für den ansonsten ziemlich langatmig und konfus geschriebenen Arti

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