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Schade, dass du nicht tot bist Ein Fall für Mrs. Murphy von Brown, Rita Mae (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.10.2014
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Schade, dass du nicht tot bist

In einer Kleinstadt wie Crozet, Virginia, kennt jeder jeden. Sollte man meinen. Doch dann geschieht ein Mord: Der unsympathische Bauunternehmer Kelly Craycroft wird tot aus seinem Zementmischer gezogen. Kurz nachdem er eine mysteriöse Postkarte mit dem Bild eines Grabengels und dem Satz "Schade, dass du nicht hier bist" erhalten hatte, wie Mary Minor "Harry" Haristeen weiß, die es als Leiterin der Poststelle nicht lassen kann, die eingehenden Karten zu lesen. Ihre Neugier ist geweckt. Und ihre Katze Mrs. Murphy hat auch schon eine Spur ?

Rita Mae Brown, geboren in Hanover, Pennsylvania, wuchs in Florida auf. Sie studierte in New York Filmwissenschaft und Anglistik und war in der Frauenbewegung aktiv. Berühmt wurde sie mit dem Titel Rubinroter Dschungel und durch ihre Romane mit der Tigerkatze Sneaky Pie Brown als Co-Autorin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 281
    Erscheinungsdatum: 10.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843710053
    Verlag: Ullstein
    Größe: 4389kBytes
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Schade, dass du nicht tot bist

1

M ary Minor Haristeen, von ihren Freunden Harry genannt, marschierte neben den Bahngleisen her, dicht gefolgt von Mrs. Murphy, ihrer klugen, eigenwilligen Tigerkatze, und Tee Tucker, ihrem Welsh Corgi. Hätte man Katze und Hund gefragt, so hätten diese gesagt, daß Harry ihnen gehöre, nicht umgekehrt; ohne jeden Zweifel jedoch gehörte Harry nach Crozet, Virginia. Mit dreiunddreißig Jahren war sie die jüngste Posthalterin, die Crozet je gehabt hatte, aber es hatte ja auch niemand anders den Job haben wollen.

Crozet schmiegt sich in eine Mulde der Blue Ridge Mountains. Die Stadt besteht, wie sich das gehört, aus der Railroad Avenue, die parallel zu den Gleisen der Chesapeake & Ohio Railroad verläuft, und einer sie kreuzenden Straße, die Whitehall Road heißt. Etwa fünfzehn Kilometeröstlich liegt die reiche und mächtige Kleinstadt Charlottesville, die sich wie ein goldener Pilz nach Osten, Westen, Norden und Süden ausbreitet. Harry mochte Charlottesville eigentlich ganz gern. Die Landerschließer waren es, die sie nicht so gern mochte, und sie betete jeden Abend, daß diese Crozet mit seinen dreitausend Einwohnern weiterhin für ein unbedeutendes kleines Kaff an der Westroute halten und übersehen würden.

Ein graues Schindelgebäude mit weißer Einfassung neben dem Bahnhof beherbergte das Postamt. Daneben lag "Market" Shifletts winziges Lebensmittel- und Fleischereigeschäft. Alle Leute wußten die Bequemlichkeit zu schätzen, sich an einem zentral gelegenen Ort mit Milch, Post und Klatsch versorgen zu können.

Harry schloß die Tür auf und betrat ihre Dienststelle in genau dem Augenblick, als die große Bahnhofsuhr sieben schlug, sieben Uhr früh. Mrs. Murphy sauste wie der Blitz an ihr vorbei; Tucker kam in gemächlicherer Gangart nach.

Ein leerer Postbehälter lockte Mrs. Murphy. Sie hüpfte hinein. Tucker beklagte sich, daß sie nicht hineinspringen konnte.

"Sei still, Tucker. Mrs. Murphy ist gleich wieder draußen – nicht wahr?" Harry beugte sich über den Behälter.

Mrs. Murphy starrte zu ihr hinauf und sagte: "Von wegen. Laß Tucker nur meckern. Sie hat heute morgen mein Katzenminze-Säckchen geklaut."

Alles was Harry hörte, war ein Maunzen.

Die Corgihündin hörte jedes Wort. "Du bist ein richtiges Luder, Mrs. Murphy. Du hast massenhaft solche Säckchen."

Mrs. Murphy legte die Pfoten auf den Rand des Behälters und lugte hinüber. "Na und? Ich habe nicht gesagt, daß du auch nur mit einem davon spielen darfst ."

"Laß das, Tucker." Harry dachte, der Hund knurre völlig grundlos.

Draußen hupte es. Rob Collier, der den großen Postwagen fuhr, lieferte die Morgenpost. Um vier Uhr nachmittags würde er wiederkommen, um Post abzuholen.

"Du bist früh dran", rief Harry ihm zu.

"Wollte dir 'nen Gefallen tun." Rob lächelte. "Weil nämlich in genau einer Stunde Mrs. Hogendobber schnaufend und prustend vor dieser Tür stehen wird, um ihre Post zu holen." Er ließ zwei große Postsäcke auf die Vordertreppe plumpsen und kehrte zum Wagen zurück. Harry trug die Säcke hinein.

"He, das hätte ich für dich machen können."

"Ich weiß", sagte Harry. "Ich brauch Bewegung."

Tucker erschien in der Tür.

"Hallo, Tucker", begrüßte Rob den Hund. Tucker wedelte mit dem Schwanz. "Na gut, weder Regen noch Glatteis noch S

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