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SchattenGier von Lénard, Nané (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.09.2016
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
eBook (PDF)
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SchattenGier

Unterschätze nie den Unscheinbaren ... Von Sandra Völker, Profilerin beim LKA Hannover, gibt es nach der Geburtstagsfeier bei ihrem Vorgesetzten kein Lebenszeichen mehr. Wohin brach sie am späten Freitagabend auf und war sie allein? Auch Hauptkommissar Wolf Hetzer kam niemals zu Hause an. Freunde und Kollegen sind ratlos und vermuten zunächst eine Liebelei. Doch als beide verschollen bleiben, lässt Peter Kruse die Handyortung zu und schlägt Alarm. Der letzte Login erfolgte im Rotlichtmilieu am Steintorviertel. Sandras Chef fürchtet, dass sie seinen Freund Wolf zu geheimen Ermittlungen überreden konnte. Sind sie dadurch dem Fesselmörder zu nahe gekommen, der seine Opfer brutal misshandelt? Alle fürchten das Schlimmste ... ... denn in ihm lauert die Gier! Nané Lénard wurde 1965 in Bückeburg geboren, ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Nach dem Abitur und einer Ausbildung im medizinischen Bereich studierte sie später Rechts- und Sozialwissenschaften sowie Neue deutsche Literaturwissenschaften. Von 1998 an war sie als Freie Journalistin für die regionale Presse aktiv. Ab 2009 arbeitete sie für unterschiedliche Firmen im Bereich Marketing und Redaktion. Seit 2014 ist Lénard als freiberufliche Schriftstellerin tätig. Im April 2011 hat Lénard als Debütroman den WeserberglandKrimi 'SchattenHaut' im CW Niemeyer Verlag, Hameln, veröffentlicht. Schon ein halbes Jahr später, im Oktober 2011, erschien der Nachfolgekrimi 'SchattenWolf'. Mit 'SchattenGift' konnte sie die Reihe im Frühjahr 2012 fortsetzen. Nach dem Erscheinen von 'SchattenTod' im Herbst 2012 wurde Lénard zunehmend bekannter. In 2013 wurde ein Band mit Kurzgeschichten unter dem Titel 'KurzKrimis und andere SchattenSeiten' herausgegeben. 'SchattenGrab' brachte der Schriftstellerin im Herbst 2013 weitere Aufmerksamkeit. Seit Ende 2014 liegt der sechste Wolf Hetzer- und Peter Kruse-Krimi 'SchattenSchwur' vor. Mit 'SchattenSucht' (Band 7) ist die Serie im Herbst 2015 fortgeführt worden. Band 8 mit dem Titel 'SchattenGier' erscheint im Herbst 2016. Auf ein etwas anderes Terrain hat sich Lénard im Frühjahr 2016 begeben. Zwar bleibt sie dem Krimigenre treu, zeigt aber in 'FriesenNerz' ihre humoristische Seite. Der Nordseekrimi mit seinen skurrilen Charakteren fasziniert nicht nur mit einer außergewöhnlichen und spannenden Hintergrundgeschichte. Er fesselt auch durch seine Situationskomik, die den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 370
    Erscheinungsdatum: 02.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827195944
    Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
    Serie: Niemeyer Krimi 8
    Größe: 3652 kBytes
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SchattenGier

Wut im Bauch

Während seine Frau Nadja noch genüsslich im gemeinsamen Haus in Kleinenbremen schlief, schlich sich Peter Kruse leise mit seinen übergroßen Lammfellpuschen aus dem Obergeschoss nach unten in die Küche. Es war die Angst, die ihn dorthin trieb. Die Angst zu verhungern. Er verfluchte den Tag, an dem er seinem Kollegen, Freund und Chef Hauptkommissar Wolf Hetzer versprochen hatte, sich mit ihm im Sportstudio anzumelden. Nun musste er Wort halten. Das war nicht mehr zu ändern. Für eine Zeit lang wenigstens. Wahrscheinlich wäre es besser, erst nach dem Training zu frühstücken, aber beim Gedanken daran wusste er schon, dass er das nicht aushielt. Allein die Vorstellung, jetzt nicht essen zu dürfen, marterte ihn. Er blickte an sich herab und verfluchte den blöden Spruch von Wolfs Kumpel Norbert Kunz, der für die Zeitung schrieb. Hatte der ihm doch neulich mit einem frechen Grinsen auf seinen Bauch geklopft und zu Wolf gesagt: "Guck mal, dein Kollege hat wenigstens ein ordentliches Dach über seinem Arbeitslosen." Eine Unverschämtheit von einem, auf dessen Knochen der Wind Harfe spielen konnte. Und was wusste der schon von seinem Liebesleben? Oder noch schlimmer, was ging den das überhaupt an, welchen Umfang oder welche Libido er hatte. Peter schnaubte und öffnete den Kühlschrank. Er war eben ein Genießer. Aus dem Inneren dufteten ihm die Hähnchenschenkel entgegen, die vom gestrigen Abendessen übrig geblieben waren. Ihm lief das Wasser im Mund zusammen. Eins von den fünf Schenkelchen konnte er doch als Appetithäppchen vorab essen. Das trug nicht auf und Huhn war gesund. Mager war es auch. So ein bisschen gebratene Haut über dem Fleisch konnte kaum ins Gewicht fallen. Mit einem Küchenkrepp nahm er ein Hinterbein vom Teller und rückte die anderen wieder gleichmäßig zurecht. Auch kalt schmeckte es köstlich. Er sah auf die Uhr. Erst kurz nach neun. Eins schaffte er noch. Der Termin war erst um Viertel vor zehn, um halb wollte er sich mit Wolf treffen. Als er um zwanzig nach neun aufbrach, hatte er das letzte verbleibende Hühnerbein auf einer Untertasse wieder in den Kühlschrank geschoben. Es hatte auf dem großen Teller so mickrig ausgesehen. Jetzt fühlte er sich besser, hatte aber ein schlechtes Gewissen. So war das immer. Entweder hatte er Bauchschmerzen vom Hunger oder vom Essen. Leicht brummig schnappte er sich seine Sporttasche, sprang in den Wagen und fuhr ein wenig zu schnell nach Bückeburg zum "Relax". Der Parkplatz war schon mit etlichen Autos belegt, und Peter fragte sich, ob die ganzen Menschen tatsächlich freiwillig hierherkamen oder von anderen dazu genötigt worden waren, so wie er. Von zwei Seiten übrigens. Denn Nadja hatte mit Inbrunst in Wolfs Horn geblasen. Die Verräterin tarnte sich mit der Sorge um seine Gesundheit. Pah! Alles Panikmache! Sein Blutdruck war ihm scheißegal. Es ging ihm doch gut. Vielleicht bekam er etwas schlechter Luft beim Treppensteigen, aber er war ja auch kein junger Hüpfer mehr.

Nachdem er bis zwanzig vor neun draußen gewartet hatte und von einem Bein auf das andere getreten war, wurde er unruhig. Wolf würde ihn doch nicht versetzt haben? Möglicherweise hatte er sich mit dem Weg verschätzt. Normalerweise hätte Wolf ihn in Kleinenbremen abgeholt. Das lag schließlich direkt auf der Strecke nach Bückeburg, wenn man von Todenmann aus dorthin fuhr, aber seit einiger Zeit war die Strecke durch den Ort wegen Bauarbeiten gesperrt. Ein lästiger Umstand, denn Wolf musste nun immer Umwege fahren. Er sah sich um, ob er den Wagen von ihm irgendwo sah. Nicht dass Wolf schon hineingegangen war. Aber er konnte ihn nirgendwo entdecken. Seine Laune sank.

Widerstrebend betrat er das Fitnessstudio und lehnte sich an den Tresen. "Kruse mein Name", sagte er nach kurzer Begrüßung. "Ich habe hier heute eine Einführungsstunde mit meinem Freund Wolf Hetzer. Ist der schon da? Wir wollten uns eigentlich schon um halb draußen treffen."

"Moment", bat die

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